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Bericht für den 24. Juni 2011 Panik auf der System-Titanic Unser Papiergeld-System
scheint sich nun mit größeren Schritten seinem Ende zu nähern. Anders ist es
nicht zu erklären, dass man weltweit die sonst sakrosankten Aktien-Märkte
absaufen lässt, um sie dann in Hauruck-Aktionen durch Kauf von Index-Futures im
letzten Moment noch stützen zu können. Und das, nur um alle vier Edelmetalle
gleichzeitig kräftig verprügeln zu können. Und was ist denn das für
eine verzweifelte Aktion, die strategischen Ölreserven freizugeben, nur um den
Ölpreis an den internationalen Börsen zum Kollabieren zu bringen. Waren solche
Reserven nicht eigentlich für kriegerische Auseinandersetzungen vorhergesehen,
um die Volkswirtschaft in Notsituationen mit dem überlebenswichtigen Saft
versorgen zu können. Der Goldpreis wurde nach
fast wochenlanger Lethargie die letzten beiden Tage um fünfzig Dollar auf
$1.500 heruntergeprügelt. Dass auf Euro-Basis der Rückgang wegen des
einbrechenden Euros nur zwanzig Euro betrug, ist für viele
Edelmetall-Investoren nur ein geringer Trost – aber sie werden auch das
unbeschadet überleben, es sei denn sie Agieren mit gehebelten Instrumenten am
Markt. Unsere alternativlosen
Euro-Politiker haben nur einen Plan A, mussten wir heute in der Zeitung lesen.
Das heißt dann wohl, dass Plan B der unkontrollierte Zusammenbruch des
Euro-Systems sein muss. Ist man so naiv oder einfach so stark Euro-verblendet, dass man wenige Abgeordnete der
griechischen PASOK-Partei über das Schicksal eines
der weltweit größten Währungsräume entscheiden lässt. Insoweit ist die
Freigabe der strategischen Ölreserven ein Indiz dafür, dass wir wirklich in
eine kriegerische Auseinandersetzung eingetreten sind. Bloß dass sich unsere
Politiker, Notenbanker und Banker den Feind selbst herangezogen haben, den sie
jetzt zu bekämpfen versuchen. Konnte man früher noch
gezielt den Goldpreis drücken – Beobachter des Geschehens kennen
sicherlich die Rückschläge, die in den Jahren 2008 und früher an der
Tagesordnung waren – so streuen die Waffen des Finanzsystems immer mehr.
Wenn man den Goldpreis überhaupt noch beschädigen will, dann muss man heftig in
alle Windrichtungen mit allen verfügbaren Waffen schießen. Der Kollateral-Schaden wird damit immer heftiger. Heute verlor Gold
weitere zwanzig Dollar oder 1,3 Prozent. Silber verlor mit 55 Cent etwas mehr
als Silber, nämlich 1,6 Prozent. Verlierer des Tages waren Platin mit dreißig
Dollar und Palladium mit dreizehn Dollar – ein Tages-Verlust von 1,8
Prozent. Der gestrige Rückgang
beim Gold wurde zum größten Teil durch den kollabierenden Euro-Kurs
kompensiert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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