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Bericht für den 28. Juni 2011 Wie das Euro-Kaninchen die
Griechenland-Schlange anstarrt Große Bewegungen sind an
den Edelmetall-Märkten vor der morgigen Entscheidung im griechischen Parlament
nicht zu erwarten gewesen. Zu stark ist die Angst, dass Gold & Silber im
Falle eines Scheiterns der Sparbeschlüsse unkontrolliert nach oben schießen
können. Und so wurde jede auch noch so geringe Aufwärtsbewegung des
Gold-Preises durch die Manipulatoren wieder wettgemacht. Man möchte sich eben
einen ausreichend großen Sicherheits-Abstand gegenüber den nicht
systemkonformen Ersatz-Währungen schaffen. Dieses taktische Vorgehen kennen wir
ja bereits von der FED, wenn nämlich größere Maßnahmen der Papiergeld-Flutung
anstehen – heißen sie nun Quantitative Easing
(QE) oder umfassen andere Formen der Monetarisierung. Parallel beginnt die
Spekulation darüber, welche neue Form des Rettungs-Kaninchens man im Falle des
Scheiterns vor dem Parlament aus dem Hut ziehen könnte. Natürlich werden von
unseren eurohörigen Eliten nur Vorschläge kolportiert, die auf keinen Fall
Griechenland aus dem Schwitzkasten des EU-Protektorats entlassen würden. So lautet anscheinend
ein Vorschlag, dass die Gesamtheit der EU-Staaten für alle griechischen
Staatsanleihen bürgen solle, um damit den Bond-Märkten ein AAA-Rating
vorzuheucheln. Das wäre im Prinzip der gefürchtete Euro-Bond,
bei dem letztlich alle EU-Staaten sich zu gleichen Bedingungen am Markt
Geld leihen könnten – egal ob sie nun solide und sparsam oder weiterhin
mit großen Defiziten haushalten. Da man Portugal und Irland ein solches
Privileg nicht vorenthalten könnte, wäre die nächste Rettungs-Aktion wohl nur
eine Frage von einigen Tagen beziehungsweise wenigen Wochen. Und dann würden wohl
auch Spanien und Italien kommen, die sich in zunehmendem Maße immer teurer
verschulden müssen. Damit wäre jedoch auch das AAA-Rating
ziemlich schnell futsch, weil Deutschland sich nicht de facto für die weitaus
größere Euro-Zone zu derzeitigen Konditionen verschulden kann. Denn die von
Deutschland gegebenen Bürgschaften lassen sich als versteckte Kreditaufnahme
interpretieren, weil die garantierten Kredite sowieso zu mindestens 50 Prozent
verloren sind. Der zweite Vorschlag ist
eine Kombination aus mehr oder minder freiwilliger Laufzeitverlängerung der
griechischen Staatsanleihen insbesondere durch französische und deutsche
Banken, bei denen EU-Staaten wie Deutschland erneut als Bürgen für die Anleihen
auftreten. Die Banken verzichten dabei zwar einerseits auf einen Teil der
Rendite und rechtzeitigen Tilgung, ihnen wird aber versichert, dass im Falle
eines Zahlungsausfalls Griechenlands die anderen EU-Länder einspringen. Ein super
Geschäft für die Banken, welche die Bonds mit Höchst-Realzinsen gekauft haben. Beim Gold tat sich heute
sehr wenig. Während sich die Goldpreise in US-Dollar auf niedrigen Niveau um
die Marke von $1.500 zu stabilisieren scheinen, geht es wegen des künstlich
gehobenen Euro/Dollar-Devisenpaares für Euro-Gold um einige Euro weiter nach
unten. Lassen wir uns
überraschen, wie der Markt morgen reagieren wird. Spannend wird es alle Mal,
obwohl die Vierer-Bande der Notenbanken der Vereinigten Staaten, Englands,
Europas und Japans sicherlich einige Modelle im Vorfeld durchgespielt haben, um entsprechend zielgerichtet in die Märkte eingreifen zu
können. Wichtige Marktdaten im Überblick
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