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Bericht für den 30. Juni 2011 Drückung geht weiter Die Stärke im
US-Dollarraum schlägt seit drei aufeinander folgenden Tagen nun in Stress um.
Der von mir ermittelte Quotient auf dem US-Dollarindex (USDX) und den Renditen
der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist heute um weitere 0,9 Punkte auf 23,2
gefallen. Am Montag stand dieser Wert noch bei 26,0 Punkten – ein
kumulierter Verlust von 2,8 Punkten innerhalb weniger Tage. Das ist eine
signifikante Entwicklung, welche für die nächsten Tage unseren Blick von
Griechenland und dem Euro auf die Vereinigten Staaten nebst US-Dollar umlenken
wird. Vielleicht war die
Warnung der Rating-Agentur Standard & Poors der Hintergrund dieser Entwicklung. S&P hat die
Vereinigten Staaten davor gewarnt, dass wenn im August dieses Jahres die
Tilgungs- und Zinszahlungen für die US-Treasuries
ausgesetzt würden, das Rating
der USA von derzeit AAA auf D (=Default) gesenkt würde – das wäre
praktisch ein Todesurteil für die Vereinigten Staaten. Derzeit blockiert die
republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus das Anheben der Schuldengrenze.
Die Republikaner wollen damit die Obama-Administration
insbesondere bei den ausufernden Sozial-Ausgaben (Medicare
und Medicaid) zu massiven Einsparungen ohne
Steuererhöhungen zwingen. Der heutige Kursverlauf
beim Gold deutet darauf hin, dass zum P.M. Fix eine
interessierte Partei speziell gegen das Gold vorgegangen ist. Denn während der A.M.
Fix und selbst der P.M. Fix noch mit einem leichten 24-Stundenplus notierten,
fiel der Goldpreis zum COMEX-Schluss um acht Dollar
auf $1.502,40. Wesentlich schlimmer erwischte es den Euro-Goldpreis mit einem
Minus von dreizehn Euro. Da sowohl Silber als
auch Platin und Palladium nebst den Aktien-Märkten haussierten, sind wohl die
Helfershelfer, heißen sie nun JP Morgan oder HSBC, der FED speziell gegen das
Gold vorgegangen. Saisonal ist die Sommerzeit sowieso eher eine ruhige Zeit bei
Gold, da der Hauptabnehmer Indien erst zum Spätsommer mit den Goldkäufen zur
Hochzeits-Saison beginnt. Das macht die Aufgabe der Manipulatoren einfacher,
weil derzeit kein so großer Kauf-Druck der klassischen Gold-Abnehmer herrscht. Auf der Investoren-Seite
dagegen scheint das Interesse nach physischem Gold weiterhin stark zu sein:
Kein Wunder, wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft und beobachtet,
wie sich die Krise von Monat zu Monat beschleunigt und die Halbwertzeit der
nächsten Rettung immer kleinere Intervalle annimmt. Das erste Ziel des
Drücker-Kommandos, Gold unter die Marke von $1.500 zu drücken, ist heute
jedenfalls gescheitert. Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Europäer
derzeit am Goldmarkt agieren, nachdem die Rettung
Griechenlands zumindest finanzpolitisch gelungen scheint. Wichtige Marktdaten im Überblick
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