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Bericht für den 13. Juli 2011 Ben Bernanke:
Traditionsverliebte Notenbanken halten Gold FED-Chairman Ben Bernanke hatte heute
seinen Auftritt vor einem Auschuss des US Kongresses. Dort referierte er gemäß der Tradition
der FED über die Lage der Vereinigten Staaten und gab einen Ausblick über die
weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Nun, die Aussagen, die
Ben Bernanke heute getätigt hat, werden wohl
niemanden überraschen: Die Wirtschaft und insbesondere der Arbeitsmarkt stagniert,
und die FED bereitet die nächste Runde des geldpolitischen Stimulus vor –
heißt: noch mehr Geld drucken. Nur dumm, dass der
Hauptabnehmer dieses frisch gedruckten Geldes, die US-Regierung, derzeit
gefangen ist in ihrer Schulden-Höchstgrenze, welche die Republikaner im
Kongress nicht erhöhen wollen. So wird spekuliert, wie die Regierung am 2.
August einen Staats-Bankrott verhindern kann. Eine Idee ist, die
Verpflichtungen aus laufenden Anleihen weiter zu honorieren – andernfalls
würden die Rating-Agenturen die USA im Rating von AAA auf Default setzen. Dann könnten aber keine
Schecks mehr an die vom Staat abhängigen Bürger verteilt werden. Das findet
natürlich in der traditionell linken europäischen Presse-Landschaft überhaupt
keinen Zuspruch – wie kann man nur die Armen der Gesellschaft als erstes
treffen, lautet das einhellige Urteil der Vertreter der Mitleids-Industrie. Kommen wir nun aber
zurück zu dem Hearing. Wenn Ben Bernanke vor dem
Kongress auftritt, wird im Allgemeinen durch seine Helfershelfer, mögen sie auch JP Morgan, HSBC, Deutsche Bank oder anders
heißen, der Goldpreis gedrückt. Das konnten wir heute aber nicht beobachten:
Gold stieg zum COMEX-Schluss auf $1.585,00 (EUR 1.121,27) um zweiundzwanzig Dollar gegenüber dem
gestrigen COMEX-Schlussstand an. Das ist ein neuer
historischer Höchststand – auch in Euro. Wahrscheinlich wurde
Gold trotzdem gedrückt, damit es nicht nach Verkündung der Nachricht eines
quasi anstehenden QE3-Programms die Marke von $1.600 reißt. Die Aktien-Märkte fanden
die Aussage des FED-Chairman über die schlechte
Verfassung der US-Wirtschaft jedenfalls gut: Sie haussierten – denn das
frische Geld beflügelt die weitere Spekulation und nicht, wie viele glauben,
die US-Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Diese Politik gerät auch
in den Vereinigten Staaten zunehmend in die Kritik: Bernanke thinks the answer to everything
is money-printing, says Michael Pento,
senior economist at Euro Pacific Capital in New York.
He thinks thats what saved us
from the Great Depression part two and thats
what could have saved us
from the Great Depression part one. Hes
doing what he said he would do, which is print
money. Wie die EU-Eliten immer
größere Rettungs-Schirme aufspannen müssen, um den unvermeintlichen Bankrott
des Euros einige Monate aufschieben zu können, hat die FED auch keine anderen
Ideen als immer mehr wertlose Dollars zu drucken. Bei den EU-Eliten
herrschen im Wesentlichen Partikular-Interessen vor. So würden die Mitarbeiter
der Europäischen Zentralbank ihren Job und Einfluss verlieren, wenn der Euro crashen sollte. Sie sind daher auch die Ängstlichsten, wenn
es beispielsweise um einen kontrollierten Bankrott Griechenlands geht. Fast genauso ängstlich
ist die viel mächtigere EU-Bürokratie, die nicht nur um ihre Jobs und ihr
Schlaraffenland des Parasitentums fürchtet, sondern
ihr Projekt einer modernen Sowjetunion – einer von Brüssel geführten
Besserungs-Anstalt für die europäischen Nationen – in Gefahr sieht.
Marine Le Pen, Parteichefin der französischen Front Nationale, argumentiert in
die gleiche Richtung: Die EU ist ihrem Wesen nach
eine sowjetische Organisation, sie wurde ohne Völker und gegen die Völker
gebildet. Wie De Gaulle seinerzeit schlägt sie ein Europa der
Nationen vor. Wer ist der Nächste, den
ein Euro-Verfall in den Ruin treiben würde: Der Euro-Zwergstaat Luxemburg mit
seinem besonders penetranten Vertreter Jean-Claude Juncker,
der sich Chef der Euro-Gruppe nennen darf. Und dann hätten wir noch
Frankreich, das eine neue Deutsche Mark mit allen Mitteln verhindern möchte,
weil es Deutschland diese Nuklearwaffe neidet. Sicherlich nicht Madame Le Pen,
die mit einem neuen Franc sicherlich die Interessen der französischen
Bevölkerung und Industrie viel besser in Europa vertreten könnte, als unter der
Euro-Knechtschaft. Kommen wir noch einmal
zurück zu dem Hearing im US-Kongress: Dort hat der
republikanische Kongress-Abgeordnete Ron Paul, zugleich Chairman des Financial
Services Subcommittee on Monetary
Policy, Ben Bernanke zum
Thema Gold verhört. Dass Bernanke nach dem Aufwachen
aufmerksam die Entwicklung des Goldpreises verfolge, dürfte keine Überraschung
sein. Dass er aber als Grund
für den Besitz von Gold den Terrorismus auf der Welt sieht, ist wohl sehr weit
hergeholt. Es sei denn, er meint damit den Terrorismus, den die Notenbanken
weltweit mit der gezielten Zerstörung des Papiergeldes betreiben. Und dass Gold kein Geld
sei, sondern als Asset mit Treasury Bills zu
vergleichen sei, überrascht uns auch nicht. Aber dass der Grund, warum
Zentralbanken heutzutage immer noch Gold in ihren Beständen halten, mit
traditionellen Beweggründen argumentiert wird, ist im höchsten Maße
unglaubwürdig. Die Notenbanken wissen,
dass Gold Geld ist – und nur aus diesem Grunde halten sie es. Das hat Bernanke mit seiner penetranten Verneinung beider
Gesichtspunkte indirekt bestätigt. Wichtige Marktdaten im Überblick
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