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Bericht für den 13. Juli 2011 Der Kampf um 1.600 Dollar Gold hat
begonnen ... ... und er lässt viele
Verwundete auf dem Schlachtfeld zurück. Zum Beispiel US-Öl (West Texas Intermediate – WTI), das gestern mit $99,10 heute zum
späten Nachmittag auf $94,60 fiel. Ein Verlust von $4,50 (in der Spitze) oder
4,5 Prozent. In der Vergangenheit hat
dieser Trick noch gefruchtet, um einen in Prozenten noch mächtigeren Rückgang
des Preises des gelben Metalls auszulösen. Diese Zeiten scheinen aber der
Vergangenheit anzugehören. Vielmehr manifestiert sich an diesem Preisverhalten
der Kaufkraftgewinn von Gold gegenüber den Rohstoffen. Derzeit bewahrt Gold
nicht nur die Kaufkraft, sondern wirkt sogar als Kaufkraft-Beschleuniger. Ganz im
Gegensatz zum Papiergeld, welches durch Inflationierung
zunehmend zum Kaufkraft-Killer wird: Tendenz steigend – nur noch maskiert
durch immer unverschämter lügende Statistik-Behörden (aka
Orwellsche Wahrheitsministerien). Eines konnte das
Gold-Kartell damit im Laufe des Tages vermeiden: Dass Gold die Marke von $1.600
erreicht. Dabei ging es im Laufe des Vormittags mit dem steilen Anstieg des
geldigen Metalls weiter. Zum A.M. Fix konnte Gold mit $1.592,50 (EUR 1.119,04)
die Marke von $1.590 nach oben durchstoßen und stand einundzwanzig Dollar höher
als noch vor 24 Stunden. Die Bremse wurde dann
kurz nach 12:00 Uhr MEZ gezogen, als Gold mit $1.595 nur noch knapp vor der
Marke von $1.600 Halt machte. In der Folge schwankte Gold im frühen Nachmittag
und den ersten Stunden des New Yorker COMEX-Handels
um die Marke von $1.590 herum. Der P.M. Fix kam um 16:00 Uhr MEZ mit $1.590,50
(EUR 1.117,32) in diesem Korridor zustande. Der Tagesgewinn ist inzwischen auf
elf Dollar zusammengeschrumpft. Im Anschluss kam dann
die Stunde des Gold-Kartells. Nachdem sich Gold wieder auf $1.592
heraufgearbeitet hatte, wurde es plötzlich um zehn Dollar gedrückt. Die Spuren
des Gold-Kartells sind unübersehbar, denn zu der gleichen Zeit wurde auch
Silber um einen Dollar gedrückt. In den verbliebenen
Stunden der COMEX konnte sich Gold dann aber wieder an die Marke von $1.590
heranarbeiten und schloss den Handel mit $1.589,40 (EUR 1.122,38). Der
24-Stundengewinn ist nun bereits auf vier Dollar zusammengeschrumpft –
aber es ist immer noch sowohl ein Dollar- als auch ein Eurogold-Gewinn. Die Euro-Krise scheint
sich auch wieder etwas beruhigt zu haben. Italien konnte eine Versteigerung von
Staatsanleihen vollständig am Markt platzieren und inzwischen scheint Jeder
(außer die EZB) darauf hinzuarbeiten, dass Griechenland in den Zustand eines
kontrollierten Staatsbankrotts geführt wird. Eigentlich komisch, dass
nach dem Euro-Gegacker am Anfang der Woche, wo noch eine Verdopplung des
Rettungs-Schirms zu Lasten der verbliebenen wenigen Zahler – praktisch
bleiben nur noch die Nord-Euro-Länder übrig – überfallsartig beschlossen
werden sollte, nun relative Ruhe eingekehrt ist. Wollte man Merkel & Co mit
der Sondergipfel-Idee zum Wochenausklang in eine Diktat von Versaille
2.0 – Falle locken? Zumindest diesmal hat
die Bundesregierung diesem Trojanischen Pferd nicht die Tore geöffnet. Markiert
das vielleicht eine Kehrtwende in der Euro-Politik? Hat man sich näher mit Sun Tsus Kunst des Krieges oder mit dem preußischen General
Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz beschäftigt, der flexibel von Verteidigung
auf Angriff umschalten möchte, wenn die Kräfte des Angreifers zu erlahmen
scheinen. Wie beispielsweise die beiden letzten Tage die Aneinander-Reihung
schlechter Nachrichten über die US-Wirtschaft und der drohende Konkurs des
dortigen Bundeshaushalts den US-Dollar als nicht besonders vertrauenswürdige
Flucht-Währung für Euro-Schafe aussehen ließ. Vielleicht hat die
Zauberwirkung des US-Blechs eines zunehmend unter Torschluss-Panik leidenden
US-Präsidenten am Halse der Angela Merkel in ihrer Wirkung nachgelassen. So bleibt abzuwarten,
welche neue Strategie sich die Bösewichte von EZB, EU-Kommission, Juncker-Land und dem frischen Franzosen aus der
Gulasch-Kanone zurechtlegen, um Merkelland endgültig im Husarenstreich einnehmen
zu können. Wichtige Marktdaten im Überblick
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