Bericht für den 19. Juli 2011

 

1.600er-Marke hielt trotz Angriff

 

Für unsere System-Überwacher scheint der gestrige Anstieg des Goldpreises ein Dorn im Auge gewesen zu sein. Denn nicht ohne Grund hat man heute Vormittag in den Markt eingreifen müssen, nachdem der Preis des gelben Metalls zeitweise die Marke von $1.610 überschreiten konnte.

 

Gleichzeitig musste man den Euro wieder etwas aufpäppeln, so dass die Stabilisierungs-Maßnahmen beim Gold zu stärkeren Einbußen beim Euro-Gold führten.

 

Im frühen asiatischen Handel bröckelte Gold zuerst ab, bevor dann schließlich in der Übergangsphase zwischen dem (schließenden) asiatischen Handel und dem (öffnenden) Londoner Handel der Ausbruch in Richtung der Marke von $1.610 kalt gestoppt wurde.

 

Im Londoner Vormittags-Handel kam es dann zu einer Beruhigung bei $1.605, die allerdings zum A.M Fix in eine weitere Abwärtsbewegung mündete. Der A.M. Fix kam mit $1.602,00 (EUR 1.129,04) zwar noch um vier Dollar stärker als gestern um die gleiche Zeit zustande – aber auf Euro-Basis betrug der Verlust bereits sieben Euro.

 

Im Vorfeld der Eröffnung der New Yorker COMEX kam es erneut zu einer Beruhigung des Handels, die sich bis zum Londoner P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ in die New Yorker Eröffnungs-Phase fortsetzte. Der P.M Fix war mir $1.601,00 (EUR 1.129,45) um zwei Dollar höher als der P.M. Fix des Vortages.

 

In den darauffolgenden Stunden versuchte Gold eine Erholung, wurde zum Ende des Handel aber wieder ausgebremst, konnte aber die Marke von $1.600 mit $1.600,90 (EUR 1.130,96) knapp verteidigen. Die Euro-Rettung stand wohl bei der heutigen Aktion im Fokus – daher ist auch zu vermuten, dass die Drückung von Europa initiiert wurde.

 

Sowohl die Aktien-Märkte und auch US-Leichtöl (WTI), und selbst die PGM-Metalle Platin und Palladium konnte konträr zu Gold und Silber zulegen. Das ist ein untrügliches Kennzeichen für eine gezielte Preisdrückung der beiden geldigen Edelmetalle.

 

Nachdem die COMEX ihre Pforten geschlossen hatte, ging die Drückerkolonne im handelsschwachen Access-Handel gegen Gold vor: Innerhalb weniger Minuten fiel Gold um fünfzehn Dollar und Silber sogar um einen ganzen Dollar. Im Vorfeld des entscheidenden Treffens der Euro-Regierungschefs am Donnerstag muss man schließlich den Märkten ein Alles-ist-Gut vermelden.

 

Der US-Dollarindex (USDX) gab wegen des gehobenen Euro-Kurses um 0,5 Punkte auf 75,1 nach. Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes verharren weiterhin bei 2,9 Prozent.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.602,00

(€1.129,04)

$1.598,25

(€1.136,33)

+ $3,75

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.601,00

(€1.129,45)

$1.599,00

(€1.136,70)

+ $2,00

COMEX Schlusskurs

$1.600,90

(€1.130,96)

$1.602,60

(€1.139,01)

- $1,70

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$40,32

(€28,42)

$40,33

(€28,70)

- $0,01

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.773,00

(€1.253,00)

$1.765,00

(€1.254,00)

+ $8,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$792,00

(€559,70)

$786,00

(€558,45)

+ $6,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

75,1

75,6

- 0,5

Renditen 10-jährige Treasuries

2,9 %

2,9 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

25,9

26,1

- 0,2

 

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