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Bericht für den 21. Juli 2011 Alles wird (wieder) gut Der heutige Tag konnte
wirklich viel bieten: Erst einmal einen im Vorfeld des heute Mittag begonnenen
EU-Gipfeltreffens sinkenden Euro – das konnte man am A.M. Fix mit EUR
1.131,10 (+ EUR 14,33) bei einem Kurs von
$1.600,50 ablesen. Zum Nachmittag drehte
sich dann die Stimmung und der US-Dollar verlor nun an Boden gegenüber dem Euro
– diesmal abzulesen am P.M. Fix mit EUR 1.117,24 (- EUR 0,61) bei einem zum A.M. Fix praktisch unveränderten
US-Dollarkurs von $1.601,00. Und dann 90 Minuten vor
Schluss des Handels an der New Yorker COMEX eine Goldpreis-Drückung, die den
Euro-Preis des gelben Metalls auf EUR 1.103,89 absinken ließ – ein
24-Stundenverlust von EUR 18,25. Silber erwischte es mehr
als doppelt so schlimm wie den großen goldenen Bruder. Konträr dazu
entwickelten sich erneut die PGM-Metalle (Platin und
Palladium), die zum Teil kräftige Gewinne erzielen konnten. Auch US-Leichtöl
(WTI) legt um $1,40 zu. Und die von den Regierenden gehegten und gepflegten
Aktienkurse sprangen vor lauter Freude nach oben – beispielsweise der Dow
Jones Industrial Average (DJIA) um 175 Punkte auf
über 12.700. Erneut mehr als
eindeutige Indizien, dass man es speziell auf Gold und Silber abgesehen hatte. Während man sich nun in
Brüssel dazu durchgerungen haben dürfte, Griechenland zeitweise und
kontrolliert in den Default zu überführen, stellt das vereinbarte europäische
Ankaufprogramm für die so abgewerteten Griechenland-Bonds de facto einen
Einstieg in die Transfer-Union dar. Unsere Staats-Medien
verkaufen dies natürlich als einen Erfolg, bei dem sich Angela Merkel angeblich
gegenüber den anderen Staaten durchsetzen konnte. Aber wenn man hinter die
Kulissen schaut, dann merkt man schnell, dass Deutschland & Co durch die
Hintertür nun für die griechischen Staatsschulden gerade stehen. Man kann sich
ausmalen, dass diese Salami-Taktik in nicht allzu ferner Zukunft auch auf die
anderen kranken Männer in der Euro-Zone angewendet werden wird. Und schon
hätten wir – zwar rhetorisch unterdrückt, in der Konsequenz jedoch
implementiert – die Eurobonds und damit die Transfer-Union. Der veröffentlichten
Meinung wurde die Aufgabe übertragen, dies bloß nicht als Eurobond oder
Transfer-Union zu kennzeichnen, damit die vereinbarten Schritte auch schön brav
von den nationalen Parlamenten abgesegnet werden können. Dass die Legislative
ebenso wie die Jurisdiktion als staatsabhängige System-Junkies aus eigenem
Überlebenswillen selbst an der Aufrechterhaltung des (Euro-)Status Quo interessiert
sind, hatte ich an dieser Stelle schon öfters ausgeführt. Der demokratische
Placebo der vermeintlichen Gewalten-Teilung wird sich auch hier als genauso
wirkungslos herausstellen, wie wir es in der Vergangenheit erleben durften
– eine Schäffler-Schwalbe macht noch lange keinen Frühling. Durch die Hintertür
steigt aber ein weiterer Machtfaktor im Staate unaufhaltbar auf: Das Gold.
Gerade in Deutschland, welches für die Euro-Rettung den debtor-of-last-resort
– so etwas wie den letzten solventen Schuldner – darstellt, stimmen
immer größere Teile der Bevölkerung mit ihren Füßen gegen den Euro ab: Sie
plündern ihre Euro-Guthaben und kaufen dafür Gold und Silber. Wenn unser
demokratisches System schon keine reale Gewalten-Teilung zustande bringt, dann
wird die zunehmende Flucht in Gold die Regierenden dazu zwingen, den seit Mai
2010 begonnenen Euro-Rettungswahnsinn zu stoppen. Ignoriert man jedoch
diese neue Macht-Konstellation im Lande, dann wird der Kampf zwischen den
Gewalten zu Ungunsten der Regierenden ausgehen. Dann wird es völlig
undemokratisch heißen: König Gold – übernehmen Sie die zukünftige
Gestaltung des Staates. Diese Regentschaft wird
allerdings einhergehen mit einem brutalen Abbau des derzeitigen Staats-Apparats
– mit einem Staatsanteil von vielleicht 10 Prozent des derzeitigen
Volkseinkommens. Angela – entweder
Du teilst Dir die Macht mit dem in Gold flüchtenden Volk, oder König Gold wird
Dir und Deinen Staats-Apparat das Zepter endgültig aus der Hand reißen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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