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Bericht für den 1. August 2011 Deutschlands Hedge-Fond
Mittelstand Das hätten sich Barack Obama und die hinter ihm
stehenden alles-wird-wieder-gut Protagonisten gerne
anders vorgestellt. Die gute Nachricht: Eine Einigung zum US-Schuldensstreit in
letzter Minute verhindert voraussichtlich – denn die Abstimmung im
Kongress ist ja noch nicht erfolgt – den Bankrott des Bundeshaushalts. Dabei haben heute früh
die asiatischen Aktien-Märkte noch mit Anstiegen von zum Teil zwei Prozent
jubiliert. Gold, auf der anderen Seite, verlor in der Spitze zwanzig Dollar
– und das im sonst relativ ruhigen asiatischen Handel. Alles deutete auf eine
mächtige Aktien-Hausse in Europa und Nordamerika hin. Doch dann berichtete das
Düsseldorfer Handelsblatt von einem Ende des Wirtschafts-Aufschwungs von Europa
im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen. Und auch die WELT
widmete sich den Risiken, die der derzeitige Aufschwung insbesondere beim
deutschen Mittelstand mit sich berge: ... dass 16
Prozent der untersuchten mittelständischen Firmen eine Verschuldung aufweisen,
die das Eigenkapital bei weitem übersteigt. Die Unternehmen mit einer hohen
Verschuldung müssen einen beträchtlichen Teil ihrer Erträge für Zinszahlungen
aufwenden und besitzen wenig Spielraum für Wachstumsinvestitionen, heißt es in
der Studie. Wer hätte das gedacht:
Kaum sind die Regierungs-Propagandisten im Sommer-Urlaub verschwunden, schon purzeln die schlechten Nachrichten reihenweise. Auch Amerika wollte sich
dieser Sequenz der schlechten Nachrichten nicht verschließen. Der
US-Einkaufsmanager-Index ISM sank auf den niedrigsten Stand seit Juli 2009
– das war die Zeit, wo die Realwirtschaft auch offiziell in die Rezession
fiel. Und nun muss der Staat nach dem Kompromiss auch zukünftig noch kräftig
sparen. Eine Horror-Vorstellung für unsere Linken, die den Staat als angeblich
unterfinanziert sehen und denen außer Steuer-Erhöhungen nichts Neues einfallen
will. Während die Nachricht
zum Schuldenstreit keine Veränderungen im Währungsgefüge zwischen US-Dollar und
Euro ausgelöst hat, schlug die Veröffentlichung der
Zahlen zum ISM wie eine Bombe ein. Der Euro verlor in der Folge um über 1,3
Prozent seines Wertes. Gold konnte gegen 18:00
Uhr MEZ alle seine Tages-Verluste wieder wettmachen und sich sogar auf $1.630
stabilisieren. Euro-Gold schnellte in der Folge auf über EUR 1.145 hoch –
ein neuer historischer Höchststand. Der Dow Jones (DJIA) Aktien-Index stand um
130 Punkte niedriger und der DAX knickte um drei Prozent auf ein Niveau von unter
7.000 Punkten ein. Dafür, dass der deutsche Aktien-Leitindex mit knapp 7.300
Punkten in den Markt gegangen ist, ein mächtiger Intraday-Verlust. Aber die Kavallerie der
Finanz-Manipulatoren setzte zu einem weiteren Gefecht an. Gold sackte von
seinem Stand bei über $1.630 / EUR 1.145 auf $1.619,50 (EUR 1.137,10) zum
Schluss des COMEX-Handels ab. Auch die Verluste des
DJIA wurden gegen 19:00 Uhr MEZ auf 80 Punkte reduziert. Gold-Kartell und Plunge Protection Team arbeiten
eben Hand in Hand. Das einzige Edelmetall,
das heute um $14 zulegen konnte, war Platin. Die Real-Renditen der
10-jährigen Treasury Notes sanken um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent.
Mit einem um 0,5 Punkte auf 74,4 gestiegenen US-Dollarindex (USDX) nahm der von
mir ermittelte Quotient aus beiden Parametern um kräftige 1,2 Punkte auf 27,6
zu. Wichtige Marktdaten im Überblick
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