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Bericht für den 2. August 2011 Wahrheits-Ministerien im Urlaub? Bloomberg: U.S. consumer spending
unexpectedly dropped in June for the
first time in almost two years and savings
climbed, adding to evidence that the
slump in hiring is hurting household
confidence. Gestern fiel der
ISM-Index, wie der deutsche IFO-Index ein voreilender Indikator für die erwartete Wirtschafts-Entwicklung der
nächsten Monate, auf den Stand von Mitte 2009. Und nun schlägt mit der obigen
Bloomberg-Meldung diese Stimmung bereits beim Konsumenten ähnlich stark durch. Eigentlich ungewöhnlich,
weil die zeitliche Folge eher so aussieht: Zuerst fällt der ISM-Index, dann die
Nachfrage und Preise für Vorprodukte und Investitions-Güter. Erst dann sinkt
die Wirtschafts-Leistung, was sich mit einer höheren Arbeitslosen-Zahl
bemerkbar macht. Die arbeitslosen Amerikaner haben dann weniger zum
Konsumieren. Es sieht fast so aus, als
wenn wir diese viele Monate andauernde Entwicklung nun innerhalb von zwei Tages
zeitgerafft präsentiert bekommen. Wo sind die ganzen
Hurra-Meldungen aus dem Hause des Wahrheits-Ministeriums geblieben, mit denen
uns Regierungen, Wirtschafts-Vertreter und natürlich die System-Presse seit
vielen Monaten überschwemmt haben. Werden dort derzeit wegen Urlaubs keine
Konjunktur-Zahlen mehr frisiert. Was müssen wir erst am
Freitag erwarten, wenn die Arbeitsmarkt-Daten für den Monat Juli 2011
veröffentlicht werden? Die Aktien-Märkte
befinden sich auf Talfahrt. Der besonders stark gehebelte DAX fiel um weitere
2,3 Prozent auf unter 6.800 Punkte. Gegen 20:00 Uhr MEZ steht der Dow Jones
Industrial Average mit über 160 Punkten im Minus,
nachdem er gestern kurz vor Ende des Handels durch das PPT in den neutralen
Bereich gehoben wurde. Platin und Palladium
tendierten mit leicht negativen Vorzeichen. Ebenso wie US-Öl (WTI), das um über
$1,50 auf $93,40 nachgab. Die großen Tagesgewinner
waren die US-Treasuries, deren Real-Rendite sich für
die 10-jährigen Papiere um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent
reduzierte. Und vor allen Dingen Gold, das zum COMEX-Schluss
23 Dollar auf $1.642,10 zulegen konnte. Noch eindruckvoller war die Entwicklung
in Euro: Hier lautete der Schluss-Stand EUR 1.157,76, das heißt 1,9 Prozent
höher als gestern um die gleiche Zeit. Auch Silber haussierte
– mit noch mächtigeren Steigerungs-Raten. Das
US-Repräsentantenhaus hat dem zwischen den Parteien abgestimmten Gesetzes-Paket
gestern Abend noch zugestimmt. Auch der Senat hat heute zugestimmt, so dass das
Gesetz nach Unterschrift durch den Präsidenten in Kraft treten kann. Dies war
für die Markt-Teilnehmer aber kein Thema mehr, da bereits in den Kursen eingepreist. Die Ära der
monetaristischen Geldmengen-Ausweitung durch immer mehr Verschuldung und
negativer Real-Verzinsung scheint damit zu Ende zu gehen. Wegen der weiter
schwachen Konjunktur wird allgemein erwartet, dass die FED ein neues
Quantitative Easing Programm – QE3 –
auflegen wird. Aber wie soll das zusätzliche Geld ins System eingeschleust
werden, wenn nicht über den Staatshaushalt und durch noch mehr Verschuldung? Das System ist dabei,
seine eigenen Grundsätze, die es bislang immer noch am Leben erhalten haben,
über Bord zu werfen. Meine Hoffnung ist zwar nicht besonders groß – aber
vielleicht kommen die Politiker auf diesem Wege zu der Einsicht, dass mit dem
derzeitigen Geldsystem kein Staat mehr zu machen Wichtige Marktdaten im Überblick
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