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Bericht für den 4. August 2011 Der Banker schaut saudumm, tauscht
man sein Geld in Aurum Nein, wir haben ihn
(noch) nicht, den Welt-Untergang des Finanz-Systems, welches wir seit Ende des
Zweiten Weltkriegs kennen. Denn Gold steigt noch keine hundert Dollar oder mehr
am Tag an. Aber wir sehen jetzt die
Nervositäts-Fehler der bislang professionell die Märkte manipulierenden
Vertreter des Politbüros der Zentral- und Geschäftsbanker. Das System reagiert
falsch: Anstelle den Schweizer Franken und den japanischen Yen den
verunsicherten Investoren als Rettungs-Anker zu lassen, verwässern die dortigen
Notenbanken mit Blick auf ihre darbende Export-Industrie ihre Währungen in noch
nie dagewesenem Umfang. Mit dieser Wiederbesinnung auf nationale Interessen
bricht das internationalistisch aufgesetzte monetäre System in sich zusammen.
Denn dort hatte jeder die ihm zugeteilte Aufgabe. Schert einer aus, dann
gefährdet er das Ganze. Damit signalisieren die
ausscherenden Nationen dem Markt, dass alle Papierwährungen gleich schlecht
seien – was in der Realität schon seit langem so stimmt, aber vom Markt
bislang anders wahrgenommen wurde. Einziger Ausweg: Gold. Das sehen im
zunehmenden Maße auch die Wirtschaftsmedien so. So schaut der Banker
saudumm, weil die Investoren weltweit ihr Papier-Geld in Aurum
umtauschen: Echtes Geld – und nicht beliebig vermehrbare
Notenbank-Schuldtitel. Natürlich kämpft das
Gold-Kartell mit allen Mitteln – und vielleicht haben die westlichen
Notenbanken nun auch ihre wenigen verbliebenen Gold-Reserven mobilisiert, um
den Sofort-Kollaps verhindern zu können. Dann wird es allerdings nichts mit
einem geordneten Neustart, zu dem man signifikante Gold-Reserven benötigen
würde. Schaut auf das Massaker,
das derzeit stattfindet: Der sonst so kraftstrotzende DAX, mit 3,4 Prozent
Rückgang bei 6.400 Punkten nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Dow Jones
(DJIA) um 18:00 Uhr MEZ mit 350 Punkten im Minus. US-Leichtöl (West Texas Intermediate) nur noch bei $90. Und der Platin-Preis
konvergiert nach unten in Richtung Parität zum Gold. Da diese Märkte mit
Kredit-Geld stark gehebelt sind, hagelt es derzeit wohl massive Margin Calls bei den Investoren.
Da Viele einen Teil ihres Portfolios mit Gold absichern, bleibt diesen Parteien
anstelle Zwangs-Liquidierung ihres Portfolios nur der Verkauf ihres Goldes, um
die in Papiergeld zu erbringende zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Das kann ein
wesentlicher Grund dafür sein, warum Gold kurz nach 18:00 Uhr MEZ von $1.680
plötzlich um zwanzig Dollar und mehr abstürzte. Der weitere Grund – die morgigen
US Arbeitsmarkt-Zahlen. Der COMEX-Schlusskurs
lautete: $1.656,70 (EUR 1.170,21). Trotz des 24-Stundenrückgangs von sieben
Dollar konnte sich Euro-Gold um zehn Euro verbessern. Auch hier geben
Kommissions-Präsident Baroso, der die kürzlich
erzielten Ergebnisse des Euro-Gipfels wieder in Frage stellt und EZB-Präsident Trichet, der nun doch weiter Staatsanleihen der
Euro-Staaten auf den Bond-Märkten aufkauft, ein durchaus schlechtes Bild ab.
Kein Wunder, dass der Euro um 1,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar zurückfiel. Neben dem US-Dollarindex
(USDX), der 1,1 Punkte auf 75,1 zulegte, sanken auch die Real-Renditen der
10-jährigen Treasury Notes auf 2,5 Prozent (minus 0,1 Prozent-Punkte). Der von
mir ermittelte Quotient aus beiden Werten stieg rekordverdächtig um 1,5 Punkte
auf 30,0 an. Es ist jetzt 20:30 Uhr
MEZ und ein Blick auf die Indizes deutet nicht auf Beruhigung hin: Der Dow
Jones ist 400 Zähler-Punkte im Minus, US-Öl liegt bei unter $87. Von den PGM-Metallen gab Platin $56 nach und Palladium $45. Silber
steht mit drei Dollar im Minus und Gold steht elf Dollar im Minus. Sommer-Ruhe und Erholung
sehen anders aus. Wichtige Marktdaten im Überblick
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