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Bericht für den 9. August 2011 Die FED, die sich nicht traut So viele Erwartungen
lasteten auf dem heute stattgefunden Treffen des Offenmarktausschusses der FED.
Man hatte erwartet, dass sich die US-Notenbank durch das Drucken von noch mehr
frischem Geld für die abstürzenden Aktien-Märkte engagieren würde. Manche
Analysten haben sogar prognostiziert, dass ein weiteres Quantitative Easing (QE) Programm unterwegs sei, weil die FED in der
Vergangenheit bei kräftigen Rückschlägen an den Aktien-Märkten ihre Vorgänger QE-Programme gestartet hat. Aber bis auf eine Aussage, dass
die Nullzinsen bis Mitte 2013 bleiben sollten, kam nichts. Der Grund: Das Gold. Das gelbe Metall ist die
letzten Tage regelrecht explodiert – und dies trotz der massiven
Deflationskrise an den Finanz-Märkten, die man an dem Preiseinbruch von Rohöl,
aber auch beim Silber heute beobachten konnte. Die Ankündigung eines
QE3-Programms hätte wohl einen plötzlichen Anstieg des Goldes von hundert
Dollar und mehr bedeutet. Das wollte die FED nicht riskieren. Und so versucht man sich
mit Rhetorik und Beschwichtigung weiter über den Tag zu retten. Vielleicht will
man, während das PPT und das Gold-Kartell im Hintergrund die Indizes in Schach
halten, den Systemende-Ball nun wieder zurück nach
Europa spielen. Beispielsweise durch einen Downgrade
der Bonität der derzeit noch AAA-Status tragenden Staatsanleihen von
Frankreich. Gold jedenfalls drehte nach
der FED-Mitteilung wieder in Richtung $1.770 – also fast $50 mehr als der
heutige Tiefstand um 17:00 Uhr betragen hatte. Der Dow Jones Industrial Average verlor prompt seinen Tagesgewinn. Obwohl man Gold heute
mit allerhand Drückungs-Maßnahmen einigermaßen unter Kontrolle halten konnte,
ist der Schweizer Franken um fünf Prozent gegenüber dem US-Dollar gestiegen.
Man muss inzwischen $1,40 für einen Franken löhnen. Ein Euro kostet mit $1.42
unwesentlich mehr. Parität zum Franken, das
hatte Deutschland vor vielen Jahren noch mit der Deutschen Mark – weit
vor der Wiedervereinigung versteht sich. Dass der Euro nun, der anfangs mit zwei
DM gestartet ist, nur noch soviel wert ist wie ein heutiger Euro, das ist eine
Bankrott-Erklärung erster Güte eines Landes, das sich in der Nachkriegszeit als
Stabilitätsanker der Weltwirtschaft sah. Viele Bürger unseres Landes zehren
immer noch von dieser längst schon widerlegten These – die Abwertung der
deutschen Währung um 50 Prozent gegenüber dem Franken in einer Generation führt
uns allerdings den Spiegel der Realität vor. Deshalb wird der
Schrecken auch für die Deutschen besonders groß sein, wenn sie merken, dass
ihre Ersparnisse bestenfalls nur noch 50 Prozent des Wertes ihrer Schweizer
Nachbarn haben werden. Dass Deutschland und die Schweiz – da deren
Anlagen zu überwiegenden Teilen ans Ausland verliehen und dort nicht rückholbar
verkonsumiert wurden – noch weitere 75 bis 90 Prozent ihrer Ersparnisse
verlieren werden, kommt noch dazu. Carpe Diem –
genieße den Tag (denn es könnte Dein letzter sein) – als Leit-Philosophie
unserer kinderlosen und konsumorientierten Gesellschaft, die Probleme in die
Zukunft verschiebt. Dieses Leit-Motto steht am Ende – und es wird Viele
geben, denen diese egozentrische Lebenseinstellung am Ende das Genick brechen
wird. Das hat primär gar nichts mit dem gelben Edelmetall zu tun, sondern eher
mit der Lebenseinstellung derjenigen, die Gold hassen, verachten und bekämpfen.
Und denjenigen, die zu Lasten des Konsums in die Zukunft investieren. Das Ende der Carpe Diem
– Gesellschaft schreitet im Tagestakt fort. Wichtige Marktdaten im Überblick
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