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Bericht für den 10. August 2011 Der Nächste bitte ... In Frankreich brennt
derzeit die Hütte. Die Aktie der Großbank Societe Generale fiel im Laufe des
Tages um über 20 Prozent. Darüber hinaus wird spekuliert, dass in den nächsten
Tagen ein Downrating der französischen Staatsanleihen
anstehen würde. Die regelrecht explodierenden Kosten für eine
Ausfallversicherung (CDS – Credit Default Swaps)
der französischen Bonds zeigen an, dass der Markt diese Papiere schon unterhalb
des offiziellen Ratings von AAA bewertet. Damit würde das Land,
welches nach Deutschland den größten Anteil an dem Euro-Rettungsfond trägt,
selbst zu einem möglichen Kandidaten. Der Anteil Frankreichs müsste dann von
den verbliebenen AAA-Staaten getragen werden. Man kann sich vorstellen, dass
die Märkte im nächsten Schritt dann die Kredit-Würdigkeit Deutschlands in Frage
stellen würden. Sollten bereits Italien
und/oder Spanien unter den Rettungs-Schirm schlüpfen wollen, dann muss dieses
Instrument auf solch astronomische Summen aufgestockt werden, dass selbst bei
nicht angekratzter Kreditwürdigkeit von Deutschland und Frankreich diese beiden
Staaten bei weitem überfordert wären. Nur die an ihren Schmarotzer-Jobs
hängenden Eurokraten und die EZBler aus dem
Frankfurter Tower können so etwas fordern. In großen Schritten
nähern wir uns dem Ende des Finanz- und Währungssystems, wie wir es seit Ende
des Zweiten Weltkriegs kennen. Für die Aktienmärkte
setzte sich nach der leichten Erholung am gestrigen Tage der Abwärtstrend fort.
Der DAX verlor über 300 Punkte oder 5 Prozent und steht nur knapp über der
Marke von 5.600 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average
steht 25 Minuten vor Ende des Handels 4 Prozent oder 455 Punkte im Minus. Gold kratzte um 18:00
Uhr MEZ kurz an der $1.800er-Marke, fiel dann aber wieder zurück, weil der Euro
einbrach. Zwei Hunderter-Marken innerhalb von wenigen Tagen – das hatten
wir bislang noch nicht. Zum COMEX-Schluss stand das
gelbe Metall mit $1.782,70 (EUR 1.256,75) um $43,10 beziehungsweise EUR 35,38
höher als noch vor 24 Stunden. Der US-Dollar fällt zwar
immer noch gegen den japanischen Yen, was den derzeitigen Deflations-Schub
verstärkt und trotz massiver Präsenz der PPTs
insbesondere an den Aktienmärkten schwere Verwüstungen hinterlässt – aber
gegen den Euro ist er heute um 1,4 Prozent gestiegen. Das macht sich in dem um
0,4 Punkte anziehenden US-Dollarindex (USDX) bemerkbar. Auch der Run auf die US-Treasuries hält an: Die Renditen der 10-jährigen
US-Papiere sanken um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent. Der von mir
ermittelte Quotient aus beiden Werten ist erneut steil um 1,8 Punkte auf 35,6
angestiegen. Die Alternative sind die deutschen Bundesanleihen, deren
10-jährige Papiere eine Realrendite von 2,2 Prozent erwirtschaften. Die
entsprechenden französischen Papiere stehen bei 3,1 Prozent – hier muss
gegenüber Deutschland also ein Aufschlag von 90 Basispunkten bezahlt werden. Wichtige Marktdaten im Überblick
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