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Bericht für den 15. August 2011 Haben wir die (Euro)pa-Diktatur oder haben wir sie nicht? Seit dem ausführlichen
Bericht der WELT AM SONNTAG vom Wochenende ist das Thema Euro-Bonds in aller
Munde. Die WaS berichtete, dass die Bundesregierung als
ultima ratio – bevor der Euro also vor die
Hunde geht – auch Euro-Bonds akzeptieren würde. Euro-Bonds sind
gemeinsame Staatsanleihen aller Euro-Länder, bei denen sich die einzelnen
Nationen nicht durch Ausgabe eigener Schuldverschreibungen an den
Kapital-Märkten Geld besorgen, sondern alle Euro-Länder über ein gemeinsames
Instrument den Kapitalmarkt anzapfen. Für die Länder, die wegen ihrer
schlechten Kreditwürdigkeit keine Kredite mehr erhalten oder sehr hohe Zinsen
zahlen müssten, würde die Verschuldung einfacher und die Zinslasten niedriger.
Für die bislang mit hoher Bonität ausgestatteten Länder wie Deutschland, die
Niederlande und Finnland würde es dagegen teurer werden, weil der Markt die
Euro-Staaten gemeinsam bewerten würde. Schlechtes Wirtschaften und hohe
Schulden der Südländer würden somit zu weit höheren Zinslasten in Deutschland
führen. Das IFO-Institut hat
nach Bericht der WaS diese zusätzlichen Zinskosten
mit jährlich 47 Milliarden Euro beziffert. Dieses Geld müsste dann entweder
durch massive Streichung von Staatsausgaben oder kräftige Steuererhöhungen
beschafft werden. Diese 47 Milliarden Euro würden allerdings nicht sofort,
sondern über die Jahre an Belastungen anfallen. Denn wenn sich beispielsweise
die Bundesregierung bereits über 10 Jahre verschuldet hat, dann werden die
höheren Zinsen erst bei Fälligkeit der Anleihe durch die Ausgabe neuer Anleihen
fällig. Wahrscheinlich könnte das Merkel-Regime sogar bis zur nächsten
Bundestags-Wahl ohne größere finanzielle Anstrengungen überleben. Nach dem Demokra(t)ten-Prinzip, die
Probleme in die Zukunft zu verschieben und auf die Erinnerungs-Lücken der
Wähler zu hoffen, ein durchaus gangbarer Weg. Der Bundesregierung ist
also der bedingungslose Kampf um die Integrität der Euro-Zone wichtiger, als
die deutsche Souveränität in Finanzfragen. Das kann man schon als Abgrund von
Landesverrat bezeichnen. Denn wir würden uns der Mehrheit der hungrigen Mäuler
im Euroraum unterordnen müssen – genauso wie die Bundesbank bei
Entscheidungen innerhalb der EZB überstimmt wird. Der deutsche Steuerzahler
wird darüber hinaus über Bürgschaften noch in Sippenhaft für die Verfehlungen der
anderen Länder genommen – und wer bürgt, der wird schließlich gewürgt. Italiens Finanzminister
Giulio Tremonti wird, für mich entlarvend, mit
folgender Aussage zitiert: Wir wären nicht da, wo
wir jetzt sind, wenn wir Eurobonds gehabt hätten. Dieses Vorgehen (Anmerkung
– das Sparpaket ist gemeint) wäre nicht nötig gewesen, wenn man seinen
Vorschlag der Euro-Bonds bereits früher umgesetzt hätte. Und auf die Frage eines BBC-Reporters, ob die
einzige Antwort auf die Krise eine Art der Finanzunion sei, antwortete der für
den Euro gar nicht verantwortliche britische Finanzminister George Osborne mit
Ja. Da bekommen wir es
wieder einmal als Doppelpakt unmissverständlich vorgesetzt: Man möchte
weiterhin ungehindert aufschulden, ohne mit Sparprogrammen das Volk zu
verärgern – und dies alles ist natürlich alternativlos. Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse
getötet, sagte der griechische Philosoph Platon bereits vor mehr als
2.000 Jahren. Beunruhigt fand ich,
dass Horst von Buttlar in einem Essay vom 7. August
2011 in der FTD über die amerikanische Tea Party erwähnte, dass Jutta Ditfurth
auf dem Podium der German Conference (18-19 Februar
2011 in Cambridge, Massachusetts) die Vertreterin der Tea Party niedergekeift hat. Nicht die Art und Weise des Verhaltens
dieses ökostalinistischen Urgesteins der grünen Bewegung war bemerkenswert,
sondern dass diese längst schon als abgekanzelt betrachtete Person wohl nun
gezielt in den USA ausgebildet und für höhere Aufgaben in Deutschland vorbereitet
wird. Dass die Bertelsmann Stiftung als deutscher Think
Tank der Neuen Weltordnung einer der Sponsoren dieser Veranstaltung war, passt
nur zu gut in dieses Schema. Nicht ohne Grund haben
die Völker Europas, wenn sie in Volksabstimmungen zu den Vereinigten Staaten
von Europa befragt wurden, sich gegen dieses Konstrukt auf direktem Weg zu
einer Weltregierung entschieden. Wenn die Vereinigten Staaten von Europa nun
diktatorisch über die Schaffung sogenannter Eurobonds durchgesetzt werden, dann
haben wir sie wirklich: Eine real existierende (Euro)pa-Diktatur. Auf den
Edelmetall-Märkten kam es nach dem Angriff des Gold-Kartells zum Ende der
letzten Woche zu einer Erholung. Wir sahen heute den Epilog, wie das
Gold-Kartell seine Drückungs-Aktionen auslaufen lässt: Zuerst wird weiterhin im
Londoner Vormittags-Handel mit physischem Gold aus Leasing-Geschäften mit den
Notenbanken Druck auf den Preis ausgeübt. Dieser Druck setzt sich dann im
frühen Nachmittags-Handel fort, wobei physisch bis zum Londoner P.M. Fix weiter
Druck ausgeübt wird, während die Gold-Kartell Banken an der COMEX beginnen,
ihre Short-Positionen zu decken. Zum Ende des Handels erkennen die
Markt-Teilnehmer auch diese Spuren, und der Goldpreis kann sich wieder
stabilisieren. Wichtige Marktdaten im Überblick
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