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Bericht für den 19. August 2011 Short-Squeeze lässt Gold
stark ansteigen Der kräftige Anstieg des
Gold-Preises der letzten Wochen, verbunden mit der kräftigen Goldpreis-Drückung
vor gut einer Woche hat die Chartisten,
Elliott-Wellen Idioten und andere Markt-Theoretiker dazu beflügelt, verstärkt
Short-Positionen gegen Gold einzugehen. Wie die Spekulanten auf
der Long-Seite immer wieder durch die Aktionen des Gold-Kartells abgeschlachtet
werden, so ergeht es auch diesen völlig unwissenden Theoretikern auf der Short-Seite: Sie sind genauso wie die Long-Spekulanten die
Melkkuh des Gold-Kartells. Aber nicht, um an das Geld auf deren Trading-Konten
zu kommen, sondern um das Risiko der bei der letzten Drückung aufgebauten
Short-Positionen auf deren schwachen Schultern zu verteilen. Wie sie auch heißen
mögen diese Foren, ob gelb, grün oder rot: Wenn die vermeintlichen Experten dort
Empfehlungen abgeben, dass man Gold shorten solle,
dann steht der Short-Squeeze unmittelbar bevor. Und heute rannten sie um
ihr Leben – und viele dieser oberklugen Theoretiker blieben wohl auf der
Strecke. Denn Gold stieg heute im asiatischen Handel und im Londoner
Vormittags-Handel stetig und steil an. Um 13:00 Uhr MEZ hatte Gold mit knapp
$1.880 mehr als $50 gegenüber dem gestrigen New Yorker Schlusskurs zulegen
können. Nachdem dieses Gemetzel
vorüber war, konnte sich das Gold-Kartell wieder in Ruhe der Beruhigung der
diversen Märkte widmen. Und da brannte es an vielen Stellen lichterloh. Gold war eines seiner
Ziele. Zum Londoner P.M. Fix gingen bereits $30 gegenüber dem Tages-Höchststand
verloren: $1.848,00 (EUR 1.280,84) lautete die heutige Notierung. Immerhin noch
ein Zuwachs von $24 auf Tagesbasis. Das zweite Ziel war die
Hebung des Euro-Kurses. Derzeit scheint es im Eurobanken-System einen massiven
Refinanzierungs-Bedarf in US-Dollar zu geben. Es drohte diesen Instituten
deshalb ein Dollar-Squeeze, das heißt der Abverkauf
von Assets oder Euro gegen US-Dollar. Die Institute
mussten die zwischen der EZB und der FED vereinbarte Euro/Dollar-Swapline
in Anspruch nehmen, um ihren Dollarbedarf zumindest kurzzeitig decken zu
können. Dazu beleihen die Institute Wertpapiere bei der EZB. Anstelle von
Euro-Liquidität erhalten sie aber US-Dollar, welche die EZB aus dem
Swap-Geschäft mit der FED gegen Hinterlegung von Euro-Liquidität schöpft. Denn
nur die FED kann praktisch unbegrenzt US-Dollars schaffen. Das erinnert einen
sehr stark an die Ereignisse nach dem Lehman-Zusammenbruch im Herbst 2008. Schließlich musste noch
der kräftige Rückgang der Aktien-Indizes aufgehalten werden. Während alle
wesentlichen Welt-Börsen die letzten Tage zweistellige Prozentbeträge
nachgaben, kam der Dow Jones Industrial Average mit
einem Minus von fünf Prozent relativ ungeschoren davon. Das liegt natürlich
nicht an dem Optimismus der Amerikaner, wie uns Anja Kohl, die Moderatorin von
BÖRSE IM ERSTEN kurz vor der Tagesschau weismachen wollte. Sondern an der
Existenz des Plunge Protection
Teams (PPT), das in kritischen Momenten immer wieder in den Markt eingreift. Dem DAX hat es heute nur
etwas geholfen, so dass dieser Index mit einem Verlust von 2,2 Prozent knapp
unter der Marke von 5.500 Punkten aus dem Handel ging – ein Jahrestief. Nachdem Gold zum P.M.
Fix auf knapp $1.850 gedrückt wurde, kam es im weiteren Verlauf des Handels an
der COMEX zu keinen weiteren Kursverschiebungen. Gold beendete den Handel an
der COMEX mit $1.849,70 (EUR 1.284,52) um $30 höher als noch vor 24 Stunden. Im Wochenvergleich
gewann Gold $109 beziehungsweise 63 Euro. Über die letzten zwei Wochen betrug
der Zuwachs sogar $200 oder 128 Euro. Keine schlechte Performance, oder? Wichtige Marktdaten im Überblick
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