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Bericht für den 24. August 2011 Einbruch von über 100 Dollar in
zwei Tagen Dass sich die gestrige
Goldpreis-Drückung heute fortsetzen würde, das konnte man an dem massiven
Einbruch des Preises für das gelbe Metall nach Schluss des COMEX-Handels
erahnen. Praktisch durchgängig ging es Minute zu Minute weiter nach unten. Zum
Ende des New Yorker Handels stand Gold dann nur noch bei $1.830,10 – also
knapp dreißig Dollar unter dem COMEX-Schlusskurs. Im asiatischen Handel
heute früh kam es zwar wieder zu einer Erholung bis auf $1.850. Aber wenn die
massive Aktion im handelsschwachen Access Handel Erfolg zeigen sollte, musste spätestens mit Beginn des heutigen COMEX-Handels die nächste Angriffswelle folgen. Zum Londoner
Vormittags-Handel jedenfalls tauschten die Drücker noch nicht aus ihrer Deckung
auf. Der A.M. Fix kam mit $1.850,00 (EUR 1.279,30) um $36,50 niedriger als vor
24 Stunden zustande. Exakt mit Beginn des New
Yorker COMEX-Handels setzte sich die Drückung fort.
Ein Großteil der Longs musste wohl schon im Vorfeld
wegen des gestrigen Einbruchs im Access Handel kapitulieren und seine
Positionen zwangsweise verkaufen. Jedenfalls drückte man in den Anfangsstunden
der COMEX den Goldpreis um weitere $25 auf unter das gestrige New Yorker
Schluss-Niveau. Wie eine Bombe schlug
jedoch der Londoner P.M. Fix mit $1.770,00 (EUR 1.224,07) ein, der noch einmal
über fünfzig Dollar niedriger lag. Im Vergleich zum gestrigen P.M. Fix hat das
gelbe Metall damit $106,50 verloren – das ist nicht nur rekordverdächtig,
sondern ein neuer Rekord. Im Londoner Handel wird
physisches Gold gehandelt und keine Futures und Derivate wie in New York.
Diejenige Partei, die diesen massiven Einbruch zum P.M. Fix zu verantworten hat, muss wohl mehr als hundert Tonnen Gold plötzlich in den
Markt geworfen haben. Über diese Menge können eigentlich nur Staaten
beziehungsweise Notenbanken, die das Gold des jeweiligen Landes verwalten,
verfügen. Das Gold-Kartell hat diesmal also im Auftrag der US-Regierung
und/oder der Regierungen der Euro-Staaten – vielleicht sogar beide
zusammen – gehandelt. Dafür mussten die Notenbanken tief in ihren schon
lange Zeit entleerten Kellern graben. Was sind die Gründe?
Droht mit der Bank of America eine US-Großbank unterzugehen – erste
Gerüchte über eine Übernahme der BoA durch JP Morgan
Chase gab es ja bereits. Oder steht es beim Euro bereits so schlimm, dass jederzeit der Bankrott dieser europäischen
Gemeinschafts-Währung drohe – vielleicht im Zusammenspiel mit einem
Untergang der französischen Großbank Societe Generale. Wir werden es die
nächsten Tage erfahren. Mit dem Paukenschlag zum
P.M. Fix hat es dann wohl die letzten Reste der spekulativen Longs aus ihren Positionen getrieben. Der Gewinn der
letzten Wochen hat sich damit wohl wieder pulverisiert. Bis zum Schluss des
Handels an der COMEX kam es zu einem weiteren Preisverfall,
der aber bei der derzeitigen Drückungsaktion mit $13 vergleichsweise
milde ausfiel. Aber welche Longs soll man jetzt noch
zum Verkauf zwingen können, wenn bereits alle mit
spekulativer Absicht aus ihren Positionen geworfen wurden. Mit $1.756,50 (EUR
1.217,42) zum COMEX-Schluss gelang dem Gold-Kartell
die Kosmetik, die wir bei einem 24-Stundenanstieg in
gleicher Höhe als Ende des Finanzsystems bewerten würden – nämlich eine
Veränderung des Goldpreises um über $100. Vielleicht wollte man uns mit dieser Message noch zusätzlich verhöhnen. Auch Silber geriet unter
die Räder und gab $2,30 auf $39,50 ab. Platin verlor heute $50 und nur
Palladium konnte mit einem moderaten Verlust von acht Dollar aufwarten. Die Realrenditen der
10-jährigen US-Staatsanleihen sprangen erstmals seit einigen Tagen um 0,2
Prozentpunkte auf 2,3 Prozent hoch. Wichtige Marktdaten im Überblick
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