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Bericht für den 30. August 2011 Rolle rückwärts Tja – die gestrige
Aktion des Gold-Kartells, die Gewinne vom Freitag-Abend in Ermangelung eines
Londoner Handel am Montag zu kassieren, hat sich als Eintags-Fliege
herausgestellt. Wie erwartet, bleibt die physische Nachfrage stark und hat
insbesondere zum wichtigen P.M. Fix die Impulse für den heutigen Tag gegeben. Die Erholung setzt sich
unvermindert fort. Die physischen Vorräte des Gold-Kartells scheinen erschöpft,
so dass sich nun wieder das massive Angebots-Defizit an den Märkten in stark
steigenden Gold-Kursen bemerkbar macht. Hinzu kommt, dass den
gestern gemeldeten Daten zur US-Konjunktur, welche die Investoren angeblich in
Jubelstimmung versetzt haben soll, heute schlechte Daten zum Verbraucher-Vertrauen
folgen. Es ist schon komisch: Auf der einen Seite sollen die unter hohen
Kreditlasten und Real-Lohnverlusten leidenden US-Verbraucher kräftig mehr
konsumiert haben. Aber ihr Vertrauen für die weitere Zukunft scheint auf eine
Zweijahres-Tief gefallen zu sein. Eine Bitte an das Orwellsches
Wahrheits-Ministerium: Wenn das Zahlenwerk schon kräftig geschönt wird, dann
bitte doch darauf achten, dass das Zahlenwerk konsistent gefälscht wird. Dann
müssen die in diversen Eliten-Schulen ausgebildeten Fond- und
Vermögensverwalter ihre sowieso schon verkümmerte Denkbeule nicht übergebühr
beanspruchen. Zurück zum Gold: Im
asiatischen Handel heute früh konnte das gelbe Metall nach dem gestrigen
Angriff im COMEX-Handel zwar leicht zulegen. Den Gegenangriff
auf die Marke von $1.800 traute man sich jedoch nicht. Auch im Londoner
Vormittags-Handel waren die Markt-Teilnehmer mehr als vorsichtig. Man wusste
einfach nicht, welche Reserven des libyschen Raubgoldes sich noch unter
Verwaltung des Gold-Kartells befinden. Der A.M. Fix kam mit $1.791,00 (EUR
1.243,49) noch unterhalb der Marke von $1.800 zustande. Zum frühen Nachmittag
tat sich auch nicht viel beim Preis, bis kurz vor Beginn des New Yorker COMEX-Handels Gold plötzlich einen Sprung auf bis zu $1.830
vollzog. Der 90 Minuten später folgende P.M. Fix bestätigte mit $1.825,00 (EUR
1.264,98) diese Preismarke. Innerhalb weniger Minuten haben die Investoren
heute die gestrige Goldpreis-Drückung kompensiert. Darüber hinaus
signalisierten die physischen Goldkäufer, dass sie auf diesem Niveau weiterhin
das gelbe Metall nachfragen. Bis zum Ende des COMEX-Handels tat sich im Anschluss wenig und Gold beendete
den Handel mit $1.827,00 um $38 höher als noch am gestrigen Tag. Der US-Dollarindex
verbesserte sich um 0,2 Punkte auf 73,9, während die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes wieder um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent fielen. Denn die
Umschichtung von Papiergeld aus non-interest bearing assets wie Aktien in interest-bearing assets wie
Staatsanleihen gehört zu dem eingebrannten Algorithmus der
Denkbeulen-Geschädigten bei der heutigen Nachrichtenlage. Wichtige Marktdaten im Überblick
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