|
Bericht für den 2. September 2011 Die Krise meldet sich
erwartungsgemäß zurück Wie ruhig und friedlich
waren doch die vergangenen Tage. In Nordafrika teilten diese Woche die Eroberer
die Kriegsbeute unter sich auf – ist doch die heutige Demokratie das gerissenste und moralisch am weitesten degenerierte
Raubtier, welches uns begegnen kann. Natürlich immer gesetzlich legitimiert.
Und wenn selbst das nicht reichen sollte, dann bricht man im Anflug geistiger Umnachtung einfach alternativlos die Regelungen, die man
ursprünglich für sich selbst geschaffen hatte. Wer nicht freiwillig ins
Lager der Demokraten wechselt, für den steht die Luftflotte bereit. Demokratie
kann genauso moralisch überlegen die Nichtgläubigen mit Gewalt bekehren, wie es
selbst die gewalttätigsten Religionen nicht besser zustande bringen könnten. Zu sehr hat dieses
Raubtier bereits seine Bürger durch Sicherheitsgesetze und Verschuldung
versklavt, mit Papiergeld um die Früchte seiner Zukunft betrogen, durch
Internationalisierung ihm seiner Heimat und Orientierung beraubt und durch
Etablierung der Konsum- und Selbstverwirklichungs-Kirche seine Moral
unterhöhlt. Dieses System wird in
zunehmendem Maße aggressiver, da ihm sein geschaffenes Betrugsinstrument selbst
dahinraffen lässt. Während oben noch neue Blätter wachsen, verfault von unten
der Stamm an der Wurzel. Von dem Fortschritt
dieses Faulprozesses erfahren wir, wenn einmal wieder eine Krisenwelle
überschwappt. So wie heute vom US-Arbeitsmarkt. Dort tut sich bei der mit Dollar
gefluteten Volkswirtschaft überhaupt nichts. Wenn es ein Wachstum gibt, dann
ist das ein durch Orwellsche Wahrheitsministerien herbei gezaubertes
Phantom-Wachstum. Wer noch klar denken
kann und nicht in der Tretmühle des Schulden-Sklaventums gefangen ist, versucht
aus dem System auszusteigen. Da man alle Türen verschlossen hat, bleibt als
Überdruckventil für die Massen des aufgestauten Papiergeldes nur noch das Gold
übrig. Auch wenn sie gerne
wollten – für über 90 Prozent des Volkes steht diese Option gar nicht mehr
zur Verfügung. Bei Unzen-Preisen von über 1.300 Euro trennen sich schnell gut
wollende Theoretiker von den vermögenden Praktikern. Das heute Abend zum COMEX-Schluss erreichte Niveau von $1.875,40 (EUR 1.321,72)
stellt einen neuen historischen Wochenschluss-Stand dar. Und am Montag ist mit
Labor Day in den Vereinigten Staaten ein Feiertag mit wohl wenigen Impulsen.
Der massive Angriff auf das Gold der letzten Woche ist in seiner Wirkung total
verpufft – knapp zwei Wochen Überlebenszeit wurden damit erkauft. Wie kurzlebig diese
Zeiten doch sind – es gibt fast keine Ruhepausen mehr. Die nicht wollenden
Theoretiker flüchteten heute jedenfalls mit ihren Aktiengeldern in
US-Staatsanleihen. Die Renditen der 10-jährigen Papiere fielen um
rekordverdächtige 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 2,0 Prozent. Bei einem gleichzeitig
um 0,3 Punkte steigenden US-Dollarindex (USDX) stieg der von mir ermittelte
Quotient aus beiden Werten um 3,6 Punkte auf 37,4. Wo bei diesem Quotient die
obere Todesgrenze liegen soll – nach unten schien mir bislang der Wert 20
ein Signal für einen massenhaften Dollarabverkauf zu sein – darüber habe
ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht. In der nächsten Woche
wird das System erneut in einen überkritischen Zustand versetzt werden. Warten
wir ab, mit welchen Mitteln man erneut glaubt, den Kollaps abwenden zu können.
Vielleicht, um weitere zwei Wochen Zeit zu kaufen. Es gibt ja noch einiges auf
der Welt, was man mit der Demokratie zwangsbeglücken
könnte. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||