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Bericht für den 5. September 2011 Ein Tag ohne US-Manipulatoren Wegen eines Feiertags in
den USA waren die dortigen Börsen heute geschlossen. Oder sie handelten
lediglich elektronisch mit stark eingeschränkter Besetzung, wie beispielsweise
am New Yorker Edelmetall-Future Handel. Deshalb gibt es heute auch keine Kurse
zum COMEX-Schluss und vom Bond-Markt für US-Treasuries. Dafür fehlte aber ein
maßgeblicher Markt-Manipulator, der bei kräftigen Einbrüchen an den
Aktien-Märkten bislang immer wieder für eine sonderbare Erholung gesorgt hatte.
Während der (ebenfalls stark manipulierte) japanische NIKKEI lediglich 1,9
Prozent verlor, brach der Deutsche Aktienindex (DAX) um 5,3 Prozent ein. Der heutige Gold-Handel
war im Wesentlichen vom Geschehen an der Londoner LMBA geprägt. Zwar hatte man
in Asien noch zum frühen Vormittag versucht, Gold vor
Eröffnung der Märkte in Europa vorzudrücken. Aber dieser Effekt verpuffte
relativ schnell, so dass das gelbe Metall wieder relativ schnell in die
Pluszone vorrückte. Der A.M. Fix kam um
11:30 Uhr MEZ mit $1.896,50 (EUR 1.341,13) um $43 höher als noch am Freitag zu
derselben Zeit zustande. Euro-Gold stieg wegen des verfallenden Euros mit EUR
40 sogar noch steiler an. Die wieder in den
Mittelpunkt des Interesses der Investoren geratene Euro-Krise wurde als Grund
für die Schwäche des Euro genannt. Die Rating-Agentur
Standard & Poors verkündete, dass die von den
Europa-Politikern befürworteten Euro-Bonds wohl nicht das AAA-Rating
von Deutschland und Frankreich bekämen, sondern auf Ramsch-Niveau wie
Griechenland zu bewerten seien. Eine andere Rating-Agentur
kündigte an, Italien abzustufen, weil die dortige Regierung nicht in der Lage
sei, ihre Staats-Finanzen in den Griff zu bekommen. Neben Griechenland, das der
sogenannten Troika (IWF, EZB, EU-Kommission) eindeutig zu verstehen gab, dass
man nicht weiter sparen will, scheint nun auch Italien diesen Weg gehen zu
wollen. Denn bislang haben sich mit Deutschland und Frankreich immer noch
Staaten des Euro-Raums gefunden, die bei solchen Erpressungen mit noch höheren
Garantie-Zahlungen den Euro gerettet haben. Kein Wunder, dass nicht
nur der Euro gegenüber dem US-Dollar gefallen ist, sondern insbesondere die
europäischen Aktienmärkte kräftige Abschläge hinnehmen mussten. Innerhalb von 6
Wochen hat der DAX circa 22 Prozent verloren – damit ist der Anstieg der
letzten 24 Monate praktisch in Rauch aufgegangen. Wie sieht dies im
Vergleich beim Gold aus: Das gelbe Metall hat heute
mit EUR 1.350 einen neuen historischen Höchststand erreicht. Vor 24 Monaten
stand der Kurs noch bei knapp EUR 700. Ein Gewinn von 93 Prozent –
steuerfrei dazu, wenn man in physisches Gold investiert hat. Für den DAX müssen
derzeit 3,9 Unzen Gold bezahlt werden. Vor 24 Monaten waren es noch 7,7 Unzen. Natürlich werden die
Aktien-Fanatiker dann wieder einwenden, dass viele der Werte unter ihrem
angeblichen Buchwert notieren würden. Und dass zudem die Dividenden-Rendite von
fünf Prozent und mehr bei bestimmten Titeln attraktiv sei. Aber wer traut noch
den Bewertungen der Finanz-Akrobaten, deren Hauptziel es ist, möglichst Viele
in die Aktienmärkte zu treiben. Abgesehen von den Konzern-Chefs, die mit
kreativer Buchführung und Bewertung ihrer Firmen-Anteile und Optionen den Kurs in
die Höhe treiben wollen. Die Grundlagen der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) mit der Bewertung von Anlage- und Umlaufvermögen zum
Niedrigstwert ist schon längst dem US-Bewertungssystem GAAP gewichen, wo kreative Höherbewertung Alltag ist. Natürlich wird dieser
Erfolg den Gold-Investoren nicht gegönnt. Und wenn die Blasen-Theorie, die mit
anstehenden kräftigen Korrekturen schon seit Jahren erfolglos bemüht wird,
nicht mehr ausreichen sollte, die Investoren zu überzeugen, dann versucht man
es eben mit dem Hinweis auf ein staatliches Goldverbot. Der Londoner P.M. Fix
kam mit $1.895,00 (EUR 1.345,59) in etwa auf den Stand des Vormittags-Fixings
zustande. Im weiteren Verlauf des nun ruhigen Handels konnte Gold die Marke von
$1.900 touchieren. Diese Werte sind wegen des US-Feiertags aber mit Vorsicht zu
genießen – mehr wissen wir erst am morgigen Tag. Wichtige Marktdaten im Überblick
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