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Bericht für den 13. September 2011 Das Problem monokausaler
Erklärungs-Versuche Mein gestriger Bericht
zum Thema Dollar-Short-Squeeze hat einige kontroverse
Diskussionen losgetreten, in deren Folge vielleicht einige immer noch valide Punkte in den Hintergrund getreten sind. Erstens: Den Dollar-Short-Squeeze scheint es wirklich zu geben. Die
französische Großbank BNP Paribas hat nach einem Insider-Bericht aus der
Führungs-Spitze dieser Bank derzeit keinen Zugriff mehr auf US-Dollar
Liquidität. Zitat WSJ: French banks,
in particular BNP Paribas and Société Générale SA, have been hurt by a perception that they face difficulties in tapping short-term funding in the U.S., as money-market funds cut their
exposure to the banks amid fears
about potential contagion from the Greek
and broader European sovereign
debt crisis. Das
ist aber nichts anderes als ein massiver US-Dollar Short-Squeeze,
der diese Banken derzeit trifft. Da kann die EZB überhaupt nichts tun. Es geht also nicht mehr
länger um die Großbanken in der zweiten Reihe wie Credit Lyonnais, Credit
Agricole und Societe Generale, sondern um das französische Deutsche
Bank-Äquivalent BNP Paribas. Der Stolz der französischen Banker-Nation. Das waren noch Zeiten,
als die sich sowieso als die Klügsten der Welt ansehenden Franzosen-Eliten nach
Lehman Brothers verkündeten, dass sie nicht die gleichen Fehler wie ihre
deutschen Kollegen bei Subprime-Krediten gemacht hätten. Denn sie haben in noch
schlimmerem Subprime ihre Kunden-Gelder investiert: In Staaten wie Griechenland,
Spanien, Italien & Co, wo nicht nur ein Teil des Geldes futsch war (wie bei
Subprime) – sondern de facto alles. Denn wer kann seine Forderungen gegen
Staaten real zwangsvollstrecken. Die hochnäsigen
Franzosen werden nun zum Opfer ihrer eigenen (unbegründeten) Arroganz. Natürliche versucht der
ungarische Westentaschen-Napoleon, dieses
französische Problem entweder auf die Gemeinschaft der Euro-Länder zu verteilen
oder indirekt über das EZB-System auf die nationalen Notenbanken. Und so müsste
Deutschland nicht nur die Rettung seiner Landesbanken nebst HRE selbst
bezahlen, sondern noch einen Großteil der Rettung der Banken des langjährigen
Erzfeindes. Ob das der deutsch-französischen Aussöhnung, die ein französischer
Ex-General nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgversprechend begonnen hatte, dienen
dürfte, darf wohl bezweifelt werden. De Gaulles Europa der Vaterländer war eine
Kampfansage an eine zentral verwaltete europäische Regierung, die nun alle
Länder unter einen gemeinsamem Hut der Vereinigten Staaten von Europa zwangsweise
vereinigen möchte. Während in Deutschland
das Blockparteien-System nur darüber streitet, wie viel zusätzliche deutsche
Steuergelder man den Südländern noch zwecks Erhaltung ihres nicht selbst
erarbeiteten Lebens-Standards in den Arsch schieben kann – das Nach-Lehman Großmaul Peer Steinbrück,
das 2008 allen Ernstes behauptete, Deutschland sei von der Pleite der
Investment-Bank nicht betroffen, tut sich erneut mit ähnlich überheblichen
Bemerkungen hervor – gibt es in Frankreich eine wahre patriotische
Bewegung: Nämlich mit der Fronte Nationale von Madame Marine Le Pen. Ich wünschte, wir hätten
noch ähnlich gestrickte Patrioten in Deutschland. Denn nicht eine Le Pen oder
ein Geert Wilders hetzen derzeit die Nationen gegeneinander auf – sondern
die Politik der angeblichen Euro-Befürworter schürt den Hass zwischen den
Nationen. Deren Ziel ist klar:
Ausschaltung jeglicher nationaler Identität und Ersatz durch eine Weltregierung
– nicht vom Volk gewählt wie unsere EU-Kommission bereits jetzt schon
besteht. Zurück zu dem
Goldpreis-Verfall. An den Märkten muss man berücksichtigen, dass weder die
Summe der verkauften Krügerrand-Münzen und noch nicht einmal die Menge der
1kg-Barren den Preis an den Märkten bestimmt. Denn mit über 500 Tonnen
täglich setzt die Londoner LBMA Papier-Goldmengen in Bewegung, die innerhalb von
wenigen Tagen der Gold-Förderung eines Jahres entsprechen. Da die
Hauptverantwortlichen in London genau diejenigen Banken sind, die das größte
Interesse an einem schwachen Gold-Kurs haben, kann man sich sie
Manipulations-Möglichkeiten förmlich ausmalen. Inoffiziell wird
zwischen zwei Banken Papiergold am nicht preisbestimmenden
OTC-Markt verkauft – aber die kaufende Bank
verkauft dieses Gold genau an diese Bank zu niedrigen Kursen zurück. Und am
offiziellen Markt hat dieser Kurs nun eine Bedeutung. Beide Banken kommen ohne
physische Gold-Transfers aus und haben den Preis gedrückt. Natürlich gibt es nun
die echten Gold-Käufer, die das physische Material nicht nur vom Markt nehmen,
sondern praktisch uneinbringlich bunkern. Und so wird die physische Spitze der
Gold-Pyramide immer schlanker. Bis die Papiergold-Investoren irgendwann einmal
merken sollten, dass ihr vermeintlich gebunkertes Gold gar nicht mehr
existiert. Die dann folgende Panik
wird kurz und sehr schmerzvoll werden. Und sie wird wegen des
immer weiter steigenden Papiergold-Hebels den Preis in noch höhere Dimensionen
befördern, als das selbst die optimistischsten Gold-Bugs je vorausgesagt haben. Ein zerstörerischer Gold
Short-Squeeze wird die derzeitige Gold-Pyramide auf
vielleicht ein Prozent der angeblich existierenden Gold-Investments (in Gramm,
Kilogramm oder Tonnen) reduzieren. Eine Unze zu 10.000 Euro
– kein Problem. Oder 50.000 Euro – auch möglich. Vielleicht sind
sogar 100.000 Euro nicht auszuschließen. Wenn kein Gold mehr da ist, jeder es
aber nachfragt, dann kann der Preis ohne Limit ansteigen. Paradox an dieser
Situation wird sein, dass das Gold-Kartell, das durch seine Betrügereien und
Tricks eigentlich nur den Preis des gelben Metalls unten halten wollte, genau
mit dieser Strategie einen gewaltigen Gold-Short-Squeeze
auslösen wird. Und was ein solcher Squeeze auslösen
kann, habe ich hoffentlich hinreichend erläutert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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