Bericht für den 15. September 2011

 

Das Politbüro der Zentralbanker: Manipulieren, bis der Arzt kommt

 

Was ist die am meisten unfreiheitliche und gegen die menschliche Selbstverantwortung gerichtete These der sozialistischen Weltverbesserer: Die Mär von dem Primat der Politik.

 

Damit kann man praktisch alles begründen: Man enteignet das Volk willkürlich mit Steuersätzen, die schon längst nicht mehr in einem gesunden Verhältnis zu den eigentlichen Aufgaben, die ein Staat für seine Bürger erbringen sollte, stehen. Man ändert willkürlich – natürlich nach volldemokratischen Prinzipien – die Regeln, die für die Gesellschaft gelten. Nur damit der Staat durch noch mehr Gängelung und noch mehr Unfreiheit für seine Bürger noch mehr Leistung gegen immer weniger Gegenleistung erpressen kann. Das Geld braucht dieses Ungetüm dann dafür, immer mehr Abhängige (im sozialpolitisch industriellen Komplex) und Polit-Huren (in diversen Behörden mit der EU-Verwaltung als oberste Steigerung des Schmarotzertums) zu generieren. Und natürlich die Einrichtung einer Zentralbank mit ungedeckten und beliebig vermehrbaren Papiergeld. Und wenn man es wünscht, kann man über Inflation die Lebensleistung ganzer Bevölkerungsgruppen auslöschen.

 

Willkommen im Politbüro der Zentralbanker.

 

In meinem Bericht vom Montag habe ich über den Dollar-Short-Squeeze im Euro-System berichtet. Und dass die europäischen Banken in erhebliche Probleme kommen werden. Und so war es dann auch: Insbesondere die französischen Großbanken wurden von dem Dollar-Markt praktisch abgeschnitten und kämpften heftig um Luft zum Atmen.

 

Dass sich die FED dies nicht lange wird ansehen können, das hatte ich ebenfalls prognostiziert. Heute haben die Zentralbanken kräftig gegen den Dollar-Short-Squeeze zurückgeschlagen. Bloomberg meldete: The central banks acted after dollar funding dried up for European banks in general, and French lenders in particular, amid concern Greece is headed for a default. Credit Agricole SA (ACA) and Societe Generale (GLE) SA had their long-term credit ratings cut one level this week by Moody’s Investors Service, which cited their reliance on short-term funding and Greek exposure.

 

Die Aktion der Mitglieder des Zentralbank-Politbüros wäre nicht komplett, würden die sozialistischen Weltverbesserer nicht gleichzeitig gegen eines der letzten Fundamente freiheitlicher und selbstverantwortlicher Vermögenssicherung vorgehen, das den Bürgern noch bleibt: Gold.

 

Zu groß ist deren Angst, dass der konditionierte Bürger – natürlich nur derjenige, der noch durch eigene Arbeit sein Leben meistern kann – sich von dem Papiergeld verabschiedet und sein Vermögen in Gold umschichtet.

 

An den Bewegungen an den Aktien-Märkten sieht man übrigens sehr gut, welche Märkte besonders stark mit den US-Dollarkrediten befeuert wurden: Die europäischen Aktienmärkte und insbesondere der DAX.

 

Die deutsche Großindustrie, die der DAX abbildet, hat Angst vor einem Ende des Euros. So verlautbarte das Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. Natürlich, geht doch ein großer Teil des Exports seiner Fahrzeuge in die Länder der Euro-Zone, die praktisch zahlungsunfähig sind. Der deutsche Steuerzahler solle sozusagen für den Export der DAX-Konzerne bürgen – obwohl jetzt schon klar ist, dass die Bürgschaften in voller Höhe schlagend werden. Auch das ist schon lange kein freies und soziales Unternehmertum mehr, sondern nur noch eine willkürliche Ausplünderung der Bürger zwecks Aufrechterhaltung der Manager-Boni. Die Industrie-Verbände, die als bezahlte Huren dieser Konzernherren agieren, transportieren diesen Wunsch natürlich gerne in die Öffentlichkeit.

 

Wie geht es nun weiter? Nun, die Aktionen der Politik und der Zentralbanker werden immer grobschlächtiger, so dass langsam der Letzte erkennen müsste, dass hier nicht nachhaltig Probleme beseitigt werden. Sondern Probleme nur in die Zukunft verschoben werden.

 

Und es gibt nichts Schlimmeres als verschleppte Probleme – ähnlich wie eine verschleppte Krankheit, die anfänglich noch gut zu kurieren wäre, nun aber lebensbedrohliche Ausmaße angenommen hat.

 

Die zweite Beobachtung: Die Marktberuhigungs-Maßnahmen haben eine immer kürzere Halbwertszeit, für die sie wirken. Anschließend treten die Probleme in noch größerem Umfang zutage.

 

Gold verlor zum COMEX-Schluss $42 oder 2,2 Prozent. Da gleichzeitig der Euro um ein Prozent gehoben wurde, betrug der Euro-Goldverlust sogar 46 Euro oder 3,4 Prozent.

 

Die Zentralbanken nebst den von ihnen beauftragten Plunge Protection Teams und Gold-Kartell haben heute ein kräftiges Feuerwerk veranstaltet. Vielleicht konnten sie damit die Märkte noch beeindrucken. Aber die nächsten Tage wird sich wieder die triste Realität zeigen und von der Feier bleibt nur noch ein hartnäckiger Kater übrig.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.806,00

(€1.310,02)

$1.829,00

(€1.339,33)

- $23,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.782,00

(€1.283,12)

$1.818,50

(€1.328,24)

- $36,50

COMEX Schlusskurs

$1.781,00

(€1.282,23)

$1.823,40

(€1.327,96)

- $42,40

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$40,34

(€29,21)

$41,23

(€30,02)

- $0,89

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.792,00

(€1.295,25)

$1.815,50

(€1.325,65)

- $23,50

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$716,00

(€517,55)

$723,00

(€527,95)

- $7,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

76,3

76,7

- 0,4

Renditen 10-jährige Treasuries

2,1 %

2,0 %

+ 0,1 %

Quotient aus USDX und Renditen

36,3

38,4

- 2,1

 

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