Bericht für den 20. September 2011

 

Von bella Italia und viva la France

 

Die Problem-Meldungen innerhalb der Euro-Zone scheinen sich nun vom kleinen Griechenland auf das große Italien und das noch größere Frankreich zu verteilen.

 

Bella Italia wurde von der Rating-Agentur Standard & Poors um eine Stufe abgewertet. Und von einer französischen Bank wird nach einem Bericht von Reuters folgendes berichtet:  Jetzt wurde bekannt, dass der Siemens-Konzern Guthaben von dem besonders im Fokus der Anleger stehenden Institut Societe Generale abgezogen haben soll. Ein Insider sagte Reuters am Dienstag, Siemens habe die Gelder im Juli vor der Veröffentlichung der Ergebnisse der Banken-Stresstests umgeschichtet. Und die angeblichen Euro-Retter aus China kriegen auch so langsam kalte Füße: Auch die Chinesen sehen die französischen Institute offenbar zunehmend mit Argwohn. Die Bank of China stoppte zahlreiche Devisen-Handelsgeschäfte mit den Pariser Banken, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters sagten.

 

Das klingt zumindest nicht nach einer Stabilisierung der Lage im Euro-Raum. Zusätzlich wird kolportiert, dass die EZB italienische Staatsanleihen am Bondmarkt aufgekauft hat, um deren Kurs zu stützen.

 

Houston – we have a problem ...

 

Man kann aufgrund der vielen Nachrichten nur schwer einschätzen, welche Nachricht die Goldpreis-Drücker zum Anlass für ihre gestrige Aktion genommen haben. Aber anscheinend ist man gut informiert, was über die Nachrichten-Agenturen zukünftig verbreitet werden soll.

 

Gold begann den heutigen Handel im frühen asiatischen Handel zuerst praktisch unverändert. Erneut hat das Gold-Kartell aber in der handelsarmen Zeit zwischen den asiatischen und dem Londoner Handel genutzt, um den Preis auf bis zu $1.770 zu drücken.

 

Diese Marke stellte aber den heutigen Tages-Tiefpunkt dar und 90 Minuten später zu Beginn des Handels in London stand Gold schon wieder zwanzig Dollar höher.

 

Auf diesem Niveau pendelte sich der Kurs zum Vormittag ein, so dass der A.M. Fix mit $1.792,00 (EUR 1.309,37) nur wenig oberhalb dieser Marke zustande kam. Im 24-Stundenvergleich trotzdem ein Verlust von $25.

 

Der frühe Nachmittags-Handel verlief dann relativ ruhig, bis mit Eröffnung der New Yorker COMEX der Preis um über zehn Dollar gedrückt wurde. Allerdings hielt diese Preismarke von unter $1.790 nicht lange – denn der sich nähernde Londoner P.M. Fix führte zu einer massiven Gegenbewegung: $1.799,00 (EUR 1.315,63) lautete der Kurs, und er war somit fast zwanzig Dollar höher als noch vor 30 Minuten.

 

Im Anschluss konnte das gelbe Metall wieder die Marke von $1.800 nach oben durchstoßen. Während der letzten Handels-Stunden an der COMEX bewegte sich der Kurs in einem Band zwischen $1.800 und $1.810. Der Schlusskurs war mit $1.807,00 um $31 höher als gestern zu dergleichen Zeit.

 

Von der zweitägigen FED-Sitzung sickerten heute keine Informationen durch. Hier müssen wir uns wohl bis 20:15 Uhr MEZ am morgigen Tag gedulden.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.792,00

(€1.309,37)

$1.817,00

(€1.332,31)

- $25,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.799,00

(€1.315,63)

$1.794,00

(€1.317,66)

+ $5,00

COMEX Schlusskurs

$1.807,00

NA

$1.775,60

(€1.303,26)

+ $31,40

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$39,18

(€28,62)

$40,46

(€29,61)

- $1,28

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.774,00

(€1.296,30)

$1.798,00

(€1.318,20

- $24,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$717,00

(€523,95)

$721,00

(€528,60)

- $4,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

77,1

77,2

- 0,1

Renditen 10-jährige Treasuries

2,0 %

1,9 %

+ 0,1 %

Quotient aus USDX und Renditen

38,6

40,6

- 2,0

 

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