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Bericht für den 21. September 2011 Die FED hat ihr Pulver schon
verschossen Das haben sich die
Spekulanten aber anders vorgestellt: Langläufig wurde erwartet, dass die FED
ein neues Quantitative Easing Programm – weil
es das Dritte gewesen wäre auch QE3 genannt – auflegen würde, um die
daniederliegende US-Wirtschaft mit frischem Geld zu stimulieren. Aber die FED will ihre
Bilanzsumme nicht ausweiten, sondern Kurzläufer gegen lang laufende
Staatsanleihen tauschen. Ziel ist es wohl, den bislang schon mit zwei Prozent
extrem niedrigen Real-Zins der 10-jährigen Papiere weiter zu drücken. Ein weiterer Stimulus
durch Ausweitung der Anleihekäufe von der US-Treasury
hätte sowieso wenig Sinn gemacht, da der Präsident derzeit eher Sparen muss,
als seine Ausgaben weiter auszuweiten. Und die US-Banken haben sowieso
ausreichend US-Dollar-Liquidität, die sie lieber bei der FED hinterlegen als
beispielsweise bei europäischen Banken. Nach Bekanntgabe dieser
Nachricht brach der US-Leitindex um mehr als 150 Punkte ein. Das PPT stand aber
Gewehr bei Fuß, so dass der Abwärtstrend schnell gebremst werden konnte. Auch beim Gold ging es
um bis zu zwanzig Dollar abwärts – hier hilft allerdings keine
Regierungs-Organisation bei der Kurspflege. Die Spekulanten, die ein QE3 erwartet
hatten, waren enttäuscht und trennten sich von ihren Positionen. Es ist trotz
der Hektik der letzten Wochen anscheinend immer noch viel spekulatives Geld im
Goldmarkt. Der heutige Handelstag
war im Wesentlichen von der Veröffentlichung der Ergebnisse des zweitägigen FOMC-Meetings geprägt. Da die FED erst gegen 20:15 Uhr MEZ
ihre Entscheidung veröffentlichte, waren die beiden Londoner Marken und der COMEX-Handel durch Unsicherheit geprägt. Eine massive
Goldpreis-Drückung fand vor der heutigen Entscheidung allerdings nicht statt.
Das war zumindest ein Hinweis, dass keine Neuauflage eines massiven
Gelddruck-Programms drohte. Monetär scheint die FED
mit ihren bisherigen Programmen die massive Deflation der Kreditgeld-Menge
aufgehalten zu haben. Das zeigen die aktuellen kräftigen Zuwächse der Geldmenge
M2. M2 wächst derzeit mit jährlich 10 Prozent und M1 sogar um 20 Prozent. Auch
die prognostizierte – da offizielle Zahlen nicht mehr veröffentlicht
werden – Geldmenge M3 wächst wieder leicht positiv, nachdem sie im Jahr
2010 zeitweise um mehr als (annualisierte) sechs
Prozent abgenommen hat. Das gelbe Metall konnte
sich im Laufe des Vormittags oberhalb der Marke von $1.800 stabilisieren. Der
A.M. Fix kam mit $1.810,25 (EUR 1.322,21) um $18 höher als noch zum gestrigen
A.M. Fix zustande. Im Vorfeld der Eröffnung
der New Yorker COMEX nahm der Druck auf Gold zu, so dass das gelbe Metall unter
die Marke von $1.800 fiel. Der P.M. Fix bestätigte diesen Preisverfall:
$1.793,00 (EUR 1.310,38) lautete der Kurs. Das sind nun sechs Dollar weniger
als am Vortag. Im Anschluss konnte sich
Gold wieder stabilisieren und die Marke von $1.800 überschreiten. Der COMEX-Schlusskurs lautete $1.805,50 (EUR 1.311,98) –
ein Tagesverlust von knapp zwei Dollar. Nach der
Veröffentlichung der Ergebnisse des FOMC-Meetings
brach Gold um $20 ein und unterschritt mit Kursen unterhalb der Marke von
$1.790 den bisherigen Tagestiefstand. Inwieweit diese Entwicklung durch
Eingriffe des Gold-Kartells verstärkt wurde, werden wir im Laufe der nächsten
Tage sehen. Auf alle Fälle waren Spekulanten, die einen Schub nach oben beim
Gold erwartet hatten, enttäuscht und trennten sich wohl von ihren Positionen. Der US-Dollarindex
konnte im Tagesvergleich 0,2 Punkte auf 77,3 zulegen. Die Real-Renditen der
10-jährigen Treasury Notes fielen erneut um 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent.
Der von mir ermittelte Quotient aus beiden Werten legte mit 2,1 Punkten zum
zweiten Mal seit meiner Beobachtung mit 40,7 auf über 40 Punkte zu. Wichtige Marktdaten im Überblick
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