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Bericht für den 22. September 2011 Rot, Röter, am Rötesten Das war heute ein
wirklicher Horror-Tag für alle Halter von non-interest
bearing assets. Sowohl die
Aktienmärkte kollabierten – der deutsche DAX fiel um 270 Punkte oder 5
Prozent. Bei den Rohstoff-Märkten ging es zum Teil noch stärker abwärts –
US-Öl (WTI) verlor 6,4 Prozent an einem Tag. Und auch die Edelmetalle
kollabierten – mit minus $3,20 oder 8 Prozent beim Silber, minus $40 oder
5,8 Prozent bei Palladium, minus $68 oder 3,9 Prozent beim Platin und minus $67
oder 3,7 Prozent beim Gold. Rot, Röter, am Rötesten –
das war das Motto des heutigen Handels-Tages. Die Aktie der
französischen Großbank Societe Generale hat es dabei besonders heftig erwischt:
minus 11 Prozent. Die Banken-Krise köchelt nicht nur
weiter, sie eskaliert derzeit. Beim Gold ging es im
Laufe des Tages kontinuierlich und stetig nach unten, bis gegen 17:00 Uhr MEZ
der Abwärtstrend bei etwas über $1.720 gestoppt werden konnte. Der
Tages-Tiefstand lag mit $1.722,00 (EUR 1.277,26) auf dem Niveau des Londoner
P.M. Fixes. Das heißt, dass massive Mengen von physischem Gold verkauft wurden.
Ob es sich dabei um Zentralbank-Gold handelt oder um Gold von Investoren, die
dringend Liquidität benötigten, um ihre anderen kreditgehebelten Investments
vor dem Zwangsverkauf im frei fallenden Markt beschützen zu wollen, das werden
wir die nächsten Tage erfahren. Jedenfalls war der
Rückgang des gelben Metalls von $71 im Vergleich zum gestrigen P.M. Fix fast so
schlimm wie der Rückgang von über
$100 am 24. August 2011. Damals wurde wahrscheinlich das erbeutete libysche
Gold in einer Verkaufswelle auf den Londoner Markt geworfen. Selbst der A.M. Fix um
11:30 Uhr war mit $1.765,50 (EUR 1.310,39) um $45 schwächer als noch vor 24
Stunden. Zum COMEX-Schluss
konnte sich Gold zwar noch um $17 von seinem Tiefschlag zum P.M. Fix erholen,
schloss aber mit $1.738,90 (EUR 1.290,37) um $67 niedriger als gestern zur
gleichen Zeit. Der US-Dollar
profitierte nebst den lang laufenden US-Staatsanleihen von der heutigen
Entwicklung. Der US-Dollarindex (USDX) gewann einen ganzen Punkt auf 78,3.
Derweil fiel die Real-Rendite der 10-jährigen Treasury Notes erneut um 0,1
Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Der von mir ermittelte
Quotient aus beiden Parametern legte mit einem Plus von 2,8 Punkten auf 43,5
weiter zu. Der US-Dollar scheint an seiner derzeitigen Stärke regelrecht zu
ersticken. Wichtige Marktdaten im Überblick
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