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Bericht für den 28. September 2011 Goldpreis-Erholung stockt In den beiden letzten
Handels-Stunden des New Yorker COMEX-Handels fiel
Gold von einem Preis-Niveau von über $1.640 um $25 auf den COMEX-Schlusskurs
von $1.616,60 (EUR 1.189,34) – ein Tagesverlust von $33. Dieses Geschenk an das
Gold-Kartell, den Preis des gelben Metalls doch noch im Laufe des heutigen
Handelsverlaufs signifikant drücken zu können, bereiteten die Markt-Teilnehmer
bereits im asiatischen Handel heute früh vor. Denn obwohl in der Presse landauf
landab von starker Nachfrage aus China, Indien & Co die Rede ist, scheint
sich diese nicht in höheren Kursen zu manifestieren. Oder es gibt diese
Nachfrage weiterhin, aber andere Kreise in Asien müssen sich von ihrem Metall
zwecks Liquiditäts-Erlangung trennen. Ist der Goldrausch in
China nun beendet oder gibt es andere Gründe, warum Gold nicht mehr in dem
Umfang nachgefragt wird. Denn an Europa und insbesondere Deutschland,
Österreich und der Schweiz kann es sicherlich nicht liegen. Dort deckt man sich
in Anbetracht der Euro-Krise weiter kräftig mit physischem Edelmetall ein. So ist es kein Wunder,
dass die heutigen Tages-Höchststände während des Londoner Vormittags-Handels
gesehen wurden. Der A.M. Fix lag mit $1.655,00 (EUR 1.214,76) zwar um $16
niedriger als noch vor 24 Stunden – aber immerhin noch fünf Dollar höher
als der gestrige COMEX-Schlusskurs. Fazit: Europa ist
sicherlich nicht der Grund dafür, dass die Goldpreis-Erholung heute wieder
stockte. Im Nachmittags-Handel
ging es dann mit dem Preis weiter bergab. Zuerst einmal nur unmerklich mit
Beginn des COMEX-Handels. Erst mit dem P.M. Fix gegen
16:00 Uhr setzte bei $1.643,00 (EUR 1.205,42) die erste merkliche
Drückungs-Aktivität ein. Im Tagesverlauf gingen $16 verloren – aber
gegenüber dem heutigen A.M. Fix bereits zwölf Dollar beziehungsweise neun Euro. In den folgenden 90
Minuten schwankte der Kurs des gelben Metalls dann unlustig um die Marke von
$1.640, bis zum Schluss die oben erwähnte Drückung einsetzte. Da der Tages-Tiefstand
zum COMEX-Schluss lag, ist
mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer gezielten Drückung auszugehen. Aber, wie
oben erwähnt, scheint es derzeit in Asien ein Gold-Nachfrage oder sogar
Liquiditäts-Problem zu geben. Und das ist wohl eher ursächlicher für die
heutige Entwicklung als die Aktionen des Gold-Kartells. Auch die weißen
Edelmetalle standen unter Druck: Mit Silber bei $30 um über 180 Cent im Minus
und Platin bei $1.523 um $30 im Minus. Auch US-Öl (WTI) musste über zwei Dollar
auf $82 abgeben. An der US-Dollar / Euro
Front ist es derzeit verdächtig ruhig. Die Vereinigten Staaten versuchen über
ihren Finanzminister derzeit Druck auf Europa auszuüben, die Rettungsmaßnahmen
praktisch unbegrenzt auszuweiten. Dieses imperiale Gehabe scheint selbst bei
dem bislang besonders eurohörigen Finanzminister Schäuble auf Gegenreaktionen
zu stoßen: Die USA sollten sich zuerst um ihre eigenen Probleme kümmern.
Schließlich stehen die Vereinigten Staaten bei der Staatsverschuldung auch
nicht besser da als Griechenland – allerdings haben sie volle Kontrolle
über die Gelddruck-Maschinen und genießen außerdem das Privileg der
Welt-Leitwährung. Der US-Dollarindex
(USDX) legte mit 0,2 Punkte auf 77,7 marginal zu. Die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes verharrten weiterhin bei 2,0 Prozent. Wichtige Marktdaten im Überblick
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