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Bericht für den 5. Oktober 2011 Neue Brandherde im Stunden-Takt Überall entstehen
derzeit neue Brandherde. Und Feuer, die man zu löschen geglaubt hatte, lodern plötzlich
wieder auf. Nun will der IWF Europas
Banken und die Bundesregierung die deutschen Banken notfalls zwangskapitalisieren – ähnlich wie dies der damalige
US-Finanzminister Hank Paulson im Jahr 2008 mit den
US-Banken exerziert hatte. TARP (Troubled Asset Relief Program) hieß das
Programm des Staates, die vor dem Zusammenbruch stehenden Banken durch Rückkauf
ihrer faulen Assets zu stabilisieren. Während in
Deutschland den Banken eine Wahl gelassen wurde, auf den dafür geschaffenen
Banken-Rettungsfond zugreifen zu können, ließ Mr. Paulson
selbst den Großgewichten wie JP Morgan Chase und Goldman Sachs keine Wahl
– sie mussten das Geld nehmen. Geholfen hat dieser
Zwang allerdings nicht: Die Banken-Manager wurschtelten sich in gewohnter Art
und Weise weiter mit riskanten und profitablen Geschäften durch die
Finanz-Märkte. Damals waren die Staaten
aber noch kreditwürdig ... und heute bräuchten die Staaten selbst jemanden, der
die rettet. Dass der IWF jetzt aber
in einem Bereich tätig werden will, für den er eigentlich gar nicht zuständig
ist, beweist, wie prekär die derzeitige Lage ist. Nun muss jede Gerätschaft,
die zum Feuerlöschen auch nur geeignet erscheint, zum Brandeinsatz bei den
Banken. Die Notenbanken stehen aber
vor einem anderen Dilemma: Die FED würde gerne weiter Geld drucken, kann es
aber nicht, weil sich der Staat derzeit mit neuen Schulden ziert. Und in Europa
will die EZB einfach nicht die Staatsschulden der Euro-Staaten monetarisieren. Lediglich die Bank of
England und der britische Staat arbeiten weiter Hand in Hand: Der Staat
verschuldet sich und die BoE kauft die Anleihen über
die Bond-Märkte mit frisch gedrucktem Geld auf. Das verwässert zwar das
Britische Pfund, aber ein führt zumindest dazu, dass der AAA-Status von
Großbritannien durch die Rating-Agentur Standard
& Poors bestätigt wird. Die Finanz-Märkte lieben
diejenigen Staaten, die am ungehemmtesten drucken
– das AAA-Rating sagt ja nichts über den
Verfall der zugrunde liegenden Währung aus, sondern bestätigt nur, dass der
britische Staat pünktlich seine Zinszahlungen erbringen und seine Schulden
tilgen kann. Währenddessen brennt es
bei der belgisch-französischen Dexia-Bank lichterloh
– ein Bank-Run scheint derzeit im Gange zu sein. Diese Bank musste im
Oktober 2008 schon einmal gerettet werden, da sie im Zuge der Lehman-Pleite in
den Strudel der HRE-Probleme gekommen war. Aber auch das Thema
Griechenland-Pleite schwelt nicht nur vor sich hin, sondern es brennt in diesem
Hause lichterloh. Ein Gegner, der kurz vor
der totalen Niederlage steht, schafft es häufig, sich noch einmal zum letzten
Kampf aufzubäumen. Im Rahmen dieses letztlich erfolglosen Abwehrgefechts kommt
es vielfach noch zu überraschenden Schluss-Erfolgen. Das konnten wir gestern,
aber auch heute wieder beim Gold-Preis beobachten. Die Drückungs-Aktionen gegen
Gold auf der einen Seite und die massive Hebung der Aktien-Indizes
(insbesondere des mit besonders viel Kreditgeld gehebelten DAX) auf der anderen
Seite zeigen an, dass sich das Finanzsystem in seinem Endkampf befindet. Die Phase des
Kannibalismus beginnt ebenfalls: So fällt nun sogar die französische
Finanz-Elite über sich her. Star-Investor Edouard Carmignac
hat das Krisenmanagement von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet scharf kritisiert. "Auf
Wiedersehen, man wird Sie gewiss nicht vermissen!", schreibt der
französische Fondsmanager. Und weiter heißt es in dem Bericht der
Financial Times Deutschland (FTD): Zudem solle er
ankündigen, dass die Notenbank künftig unbegrenzt Staatsanleihen hoch
verschuldeter Länder kaufen werde. Das ist ganz klar die
britische Linie, die diametral zu den Versuchen der EZB und Euro-Länder steht,
die Krise in den Griff zu bekommen. Die mit
Eigenkapital-Gold und Silber ausgestatteten Investoren können diese Gefechte in
Ruhe genießen. Obwohl die permanenten Angriffe auf Gold und Silber inzwischen
schon wirklich nerven. Wichtige Marktdaten im Überblick
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