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Bericht für den 6. Oktober 2011 Hurra, hurra die Bank brennt Die WELT berichtete
heute: Vertreter internationaler
Finanzinstitutionen kommen heute ins Kanzleramt nach Berlin. Bundeskanzlerin
Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwarten unter anderem
die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, den
Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet,
und Weltbank-Präsident Robert Zoellick. Thema im
Kanzleramt soll die Reform des internationalen Währungssystems sein. Erwartet
werden außerdem die Finanzminister Frankreichs, Mexikos und Brasiliens sowie
Vertreter der Welthandelsorganisation WTO. Man kann es auch anders
formulieren: Mit einem Großaufgebot von ihren nationalen und internationalen
Vertretern versucht La Grande Nation ihre Probleme auf Deutschland überzuwälzen.
Schließlich sind sowohl Jean-Claude Trichet (EZB),
Christine Lagarde (IWF) und Pascal Lamy (WTO) nicht nur Franzosen, sondern auch
Absolventen der Verwaltungs-Kaderschmiede
École nationale d'administration
(ENA) – wobei Madame Lagarde an der ENA Aufnahme-Prüfung gescheitert ist
und deshalb in den Vereinigten Staaten ausgebildet wurde. Nur der derzeitige
französische Finanzminister François Baroin hat wohl
aufgrund seiner Historie keinen Bezug zur ENA. Und mit welcher
kompetenten Mannschaft kann Deutschland aufwarten: Mit einer Physikerin als
Bundeskanzlerin und einem Juristen als Finanzminister. Während die eine die
Kaderschmiede sozialistischer Erziehung durchlaufen hatte, musste der andere
die CDU-Ochsentour gehen. Weltbank-Präsident Zoellick und die Finanzminister Mexikos und Brasiliens
sollen bei diesem Treffen wohl die Position der Vereinigten Staaten vertreten,
die sich wegen ihrer überklugen Ratschläge des Imperators sowie seines Kissinger-Adlatus
Geithner selbst beim bösen Rollstuhl-Fahrer zur
persona non grata gemacht haben. Man möchte wohl noch weitere
Reparationen aus Deutschland herauspressen, um vor allen Dingen das kurz vor
dem Kollaps stehende französische und italienische Bankensystem retten zu
können. Beide Länder sind nicht mehr Herr der Lage – Italien ist bereits
mehrfach durch die Rating-Agenturen herabgestuft
worden. Und sollte das AAA von Frankreich fallen, dann würde der nach
Deutschland größte Garant der bisherigen Euro-Garantien ausfallen. Die
belgisch-französische Großbank Dexia verzeichnet derzeit massive
Mittelabflüsse, so dass sich selbst die bankrotte belgische Regierung
veranlasst sah, zumindest für belgische Einlagen-Kunden eine Staats-Garantie
abgeben zu müssen. Im Hintergrund wird spekuliert, dass die Bank geschlossen
und als eine Bad Bank vom Staat weitergeführt werden solle. Eventuell droht
auch ein europäisches Lehman. Die Ansteckungsgefahren auf weitere Banken wie
die Societe Generale und die BNP Paribas werden als sehr hoch angesehen. Das ginge dann wohl über
die finanziellen Möglichkeiten des französischen Staates hinaus, so dass man
wieder einmal die Probleme nach Deutschland abschieben möchte. Das kleine Mädchen aus
der FDJ schlägt alle Feuermelder ein. Dass die Brut der vereinigten
Bettlerschaft nun den Bittgang nach Berlin antritt
und nicht mit aufgesetztem Bajonett Merkel, Schäuble & Co in den Versailler
Spiegelsaal zwingt, kann nur vordergründig beruhigen. Denn in der Vergangenheit
hat es diese Phalanx immer wieder geschafft, aus einem kategorischen Nein
Deutschlands schließlich eine Zustimmung zu erpressen. Zu stark sind unsere
Politiker-Eliten mit der Wahnvorstellung geimpft worden, dass der Euro mit
allen Mitteln verteidigt werden müsse. Zwar hat man für absolute Notfälle noch
eine neue Deutsche Mark im Köcher – aber diese Option wird von der
Welt-Besatzungsmacht blockiert, würde sie doch eine existenzielle Gefahr für
das US-Dollarimperium darstellen. Wer US-ferngesteuerter
Kollaborateur im eigenen Lande ist, kann man relativ einfach ableiten. Man muss
sich nur das Beziehungs-Geflecht um den ehemaligen US-Außenminister Henry
Kissinger ansehen. Zu diesem gehören nicht nur die Vertreter der sogenannten
Atlantik-Brücke, sondern auch ein ex-Bundeskanzler
und Duzfreund der besagten Person. Neben Robert Zoellig (Council of Foreign
Relations, Trilaterale Kommission), gehören auch Christine Lagarde (Center for Strategic and International Studies) und vor allen Dingen Timmy Geithner
(Kissinger Associates, Council on Foreign
Relations – und nicht, wie fälschlicherweise berichtet wird Goldman
Sachs) dem Kissinger-Dunstkreis an. Es brennt so gut, bald
sieht man nur noch Glut, wo eben noch die Banken waren. Wichtige Marktdaten im Überblick
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