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Bericht für den 7. Oktober 2011 EFSF = Erweiterter Französischer
Staats-Fond Seit heute wissen wir
es, was die Brut der vereinigten Bettlerschaft
gestern von Merkel und Schäuble wollte: Nämlich die Vollmacht, dass der EFSF
die französischen Banken mit Kapital-Spritzen retten darf. Der Verteilungs-Kampf um
das Geld des Euro-Rettungsfonds ist damit eröffnet. Und nicht nur Italien und
Spanien mit ihren praktisch nicht mehr verkaufbaren Staats-Anleihen stehen nun
Schlange, sondern selbst das als zweiter Hauptzahler bislang im Hintergrund
agierende Frankreich. Während Deutschland
derzeit noch darauf drängt, dass sich zuerst die Banken an den Kapital-Märkten
mit Geld eindecken. Sollte das nicht mehr möglich sein, dann haben die Länder,
in deren Hoheitsbereich die betroffenen Banken liegen, eben ihre Banken
national zu retten. Das haben Deutschland und andere Länder nach der
Lehman-Krise nicht anders gemacht. Nachdem der erste
Angriff auf die wacklige Bastion Merkel noch nicht funktioniert hat, wird am
Sonntag der ungarische Napoleon höchstpersönlich nach Berlin zur Merkel reisen.
Vielleicht kann eine Partei noch den Wagen von Compiègne
als Austragungsort für die Verhandlungen auftreiben, um der Welt zu
demonstrieren, welche Auswirkungen die Ergebnisse dieser Gespräche haben
werden. Lassen wir uns überraschen, mit welchen Methoden er diesmal Merkel eine
Zustimmung erpresst. Wahrscheinlich: Wenn die französischen Banken sterben,
dann stirbt auch der Euro und damit die europäische Integration. Das wollen Sie
doch nicht riskieren, Frau Merkel – oder? Diese Schwarz-Weiß und Alternativlos-Diskussion
kennen wir ja bereits zur Genüge. Müssen wir uns also
darauf einrichten, dass das Kürzel EFSF in Zukunft nicht mehr für die European
Financial Stability Facility
– also die Europäische Finanz-Stabilitäts-Fazilität
– stehen wird, sondern für den Erweiterten Französischen Staat-Fond, aus
dem Nicolas Sarkozy französische Staatsaufgaben
bezahlen wird, für die das Land selbst an den Märkten keinen Kredit mehr
genießt. Wir werden es am Montag
sehen. Aber eines ist derzeit gewiss: Es brennt an vielen Stellen lichterloh. Das Gold-Kartell hat die
heutige Verkündung der US-Arbeitsmarktdaten dazu verwendet, den Gold-Preis zum COMEX-Handelsschluss um zwanzig Dollar drücken zu können.
Üblicherweise wird diese Drückung vor Bekanntgabe der Zahlen um 14:30 Uhr MEZ
– also zehn Minuten nach Eröffnung des New Yorker COMEX-Handels
– ausgeführt. Da die Zahlen aber angeblich besser als erwartet waren, hat
man eben Gold kurz nach 18:00 Uhr abstürzen lassen. Na ja, die Probleme
nicht nur in der Euro-Zone sind derzeit so erdrückend, dass man die Folgewoche
gerne mit einem niedrigen Goldpreis beginnen würde. Gold verabschiedete sich
mit $1.634,00 (EUR 1.219,31) um $16 gedrückt gegenüber dem Vortag ins
Wochenende. Dabei verlief der Handel
die letzten Tage und heute bis 18:00 Uhr MEZ eigentlich relativ ruhig. Es kam
die letzten Tage zu keinen so bemerkenswerten Kursausschlägen mehr, die uns die
vergangenen Wochen nervten. Der A.M. Fix war mit $1.651,00 (EUR 1.229,52)
praktisch unverändert und selbst der Anstieg des P.M. Fix um $17 auf $1.652,00
(EUR 1.224,88) nivellierte einfach nur diese Preismarke auf $1.650. Der kommende
Montags-Bericht muss wahrscheinlich aus zeitlichen Gründen entfallen oder kann
erst am Dienstagvormittag veröffentlicht werden. Wichtige Marktdaten im Überblick
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