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Bericht für den 10. Oktober 2011 Bei DEXIA gehen die Lichter nicht
aus, sondern an ... zumindest, wenn man
Sonntagabend das in der Pariser Bürovorstadt La Defense
hell erleuchtete DEXIA-Hochhaus betrachtete. Während
es am Samstag dort noch ruhig war, hat man am Sonntag wohl alle Hände voll zu
tun gehabt. Kein Wunder, wurde diese belgisch-französische Großbank doch am
Wochenende vom belgischen und französischen Staat mit über hundert Milliarden
gestützt. Auch China scheint seine
Probleme mit den Banken zu haben. Die FTD berichtete heute: Die Bilanzen der chinesischen Geldinstitute scheinen solide
- doch Analysten warnen vor den Auswirkungen eines möglichen Crashs am
Immobilienmarkt. Peking handelt wie schon Ende 2008 und kauft Papiere der
Unternehmen, um die Aktienkurse zu stützen. In China hat sich während
der letzten Jahre ein Schatten-Bankensystem etabliert, das vergleichbar mit
demjenigen im Westen ist, welches nach der Lehman Brothers Krise im Herbst 2008
zusammengebrochen ist. Die Merkmale des Schattenbanken-Systems sind: Dabei war es doch die
China-Blase, welche die Weltwirtschaft nach den Verwerfungen des Herbstes 2008
vor einem Abrutschen in eine Depression bewahrt hat. Übrigens hat die
China-Blase dazu beigetragen, dass Deutschland mit seiner vom Export getragenen
Wirtschaft wieder auf die Beine kam. Hier können wir wieder
einmal sehr gut beobachten, dass das auf Kreditausweitung angewiesene
Papiergeld-System in Wahrheit nur ein Schneeball-System ist: Kommt die
Ausweitung ins Stocken, dann kollabiert ein solches System in kurzer Zeit.
Deshalb wird weltweit auch die Deflation mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln bekämpft. Denn Deflation bedeutet in einem solchen System Untergang. Wenn das chinesische
Schattenbanken-System crasht, dann wird die
derzeitige Euro-Krise den Bürgern nur noch so harmlos wie ein Kindergeburtstag
vorkommen. Denn im Rahmen des chinesischen Systems werden genauso wie bei Subprime
in den Vereinigten Staaten ganze Städte mit nicht bezahlbaren Preisen, die dazu
vielfach noch leer stehen, aus dem Boden gestampft. Inklusiv von Industrien,
die rein auf den Export ausgelegt sind. Wegen Columbus Day waren
die US Bondmärkte heute geschlossen. Der Handel an den Aktien- und
Edelmetallmärkten fand jedoch ohne Einschränkung statt. Wieder einmal
entwickelte sich der Euro entsprechend der Manipulations-Wünsche des Politbüros
der Zentralbanker. Mit der Rettung der DEXIA-Bank am
Sonntag sollte den Märkten demonstriert werden, dass Europa seine Probleme im
Griff hat und der Euro eine Zukunft habe. Insoweit war es nicht
erstaunlich, dass der Euro heute kräftig gegen den US-Dollar zulegen konnte.
Gleichzeitig stieg Gold im Tagesverlauf fast kontinuierlich an. Der
Wermuts-Tropfen für die Eurogold-Besitzer: Der Preis des gelben Metalls in
ihrer Währung stagnierte. Der A.M. Fix legte mit
$1.664,00 (EUR 1.226,59) um $13 gegenüber dem Freitags-Fixing zu. Der P.M. Fix
war neun Dollar höher mit $1.661,00 (EUR 1.216,85). Nachdem das Gold Kartell
am Freitag vor Handelsschluss noch kräftig auf den Kurs gedrückt hatte, konnte
sich Gold heute zum Schluss des Handels an der New Yorker COMEX um $36 auf
$1.669,60 stabilisieren. Auch hier achten die Notenbanken sehr genau darauf,
dass keine Panik angezeigt wird. Der US-Dollarindex
(USDX) gab heute um 1,3 Punkte auf 77,4 nach. Dieser kräftige Rückgang ist im
Wesentlichen der heutigen Euro-Hebung geschuldet. Wichtige Marktdaten im Überblick
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