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Bericht für den 18. Oktober 2011 Physische Drücker am Drücker Die von einigen
Beobachtern für diese Woche prognostizierte Goldpreis-Drückung zeigte heute
ihre ersten größeren Auswirkungen. Ende letzter Woche
konnte man schon anhand des Preises für Put-Optionen
auf Gold mit Kurs $1.500 und Ablaufdatum Mitte November beobachten, dass Preise
von über 30 Dollar pro Feinunze gezahlt wurden. Solche Optionsscheine sind zum
Ablaufdatum erst dann im Geld, wenn der Goldpreis die
Marke von $1.470 unterschreitet. Interessant das heutige
Drückungs-Muster: Zu den beiden physischen Marken, dem Londoner A.M. Fix und
dem P.M. Fix waren die stärksten Ausschläge nach unten des heutigen Tages zu
verzeichnen. Der A.M. Fix lag mit
$1.658,00 (EUR 1.211,19) um $31 niedriger als gestern zur gleichen Zeit. Und der P.M. Fix
markierte mit $1.631,00 (EUR 1.193,91) um 16:00 mit einem Tagesminus von $51
gleichzeitig den Tagestiefpunkt. Danach konnte sich Gold
im COMEX-Handel wieder um zwanzig Dollar erholen und
schloss mit $1.651,60 (EUR 1.202,30) um $24 niedriger
als gestern zur gleichen Zeit. Diesen Kursverlauf sieht
man eigentlich nur in der Endphase einer Drückung des Gold-Kartells. Da wird
nämlich noch der physische Kurs gedrückt, damit das Kartell seine aufgetürmten
Short-Positionen an der COMEX günstig zurückkaufen kann. Das war aber heute nicht
der Fall, da eine merkliche Drückung die letzten Tage nicht sichtbar war. Gold
beschloss den New Yorker COMEX-Handel mit $1.651,60
(EUR 1.202,30) um $24 niedriger. Was die Auslöser der
heutigen Entwicklung war, ist eigentlich sekundär. Viel wichtiger ist es
derzeit zu verstehen, welche Kräfte derzeit am Markt agieren. Erstens das klassische
Gold-Kartell, dominiert von der FED mit JP Morgan, HSBC als ihre Helfershelfer.
Die agieren eigentlich am effektivsten zu der Zeit, wo
kein physischer Handel mehr stattfindet. Also in der Zeit zwischen 16:00 Uhr
und 19:30 Uhr MEZ. In dieser Zeit ist Gold aber um zwanzig Dollar angestiegen.
Die haben sicherlich nicht große Mengen physischen Goldes im Londoner
Nachmittags-Handel abgeladen – es sei denn, sie sitzen auf Gold-Short Positionen, die sie wegen einer erwarteten
Goldpreis-Explosion noch schnell eindecken müssen. Zweitens: Die um ihren
Euro kämpfenden Europäer. Zumindest nach offiziellen Zahlen sitzen die noch auf
einem großen Goldhort. Mit dem können sie in London die beobachtete
Preisdrückung ausgelöst haben. Aber im COMEX-Handel
sind sie nicht so gut connected, so
dass ihnen die Amerikaner im Nachmittags-Handel den Schneid abgekauft haben könnten. Dritte Option –
China: Dieses Land sitzt auf riesigen Dollar-Beständen und möchte gerne –
wenn man es lässt – diese (wertlosen) Dollars in (wertvolles) Gold
umtauschen. Das möchten die westlichen Staaten natürlich nicht. Denn sobald
China genug Gold gesammelt hätte, könnte es relativ einfach das Finanzsystem crashen lassen (kann es jetzt schon – aber mit
anschließender Selbstvernichtung). Vielleicht haben die Chinesen kurzfristig
Dollars an westliche Banken und Investoren ausgeliehen – quasi als vergifteten
Lolly. Insbesondere der Gruppe, die noch physische
Goldbestände ihr eigen (oder das ihrer Kunden über unallocated accounts) nennt.
Zieht China diese Dollars kurzfristig ab, dann kommt es zu einem mächtigen Short-Squeeze, bei dem die Banken / Investoren ihr Gold
gegen Dollar panikartig verkaufen müssen, um ihren Dollar-Kredit an China
zurückzahlen zu können. Für die China-Option
spricht auch, dass die französischen Banken die am meisten Leidtragenden des
kürzlich stattgefundenen US-Dollar Short-Squeeze
gewesen waren. Denn hätte die FED über diverse Liquiditäts-Maßnahmen diese
Dollar-Knappheit nicht beendet, dann wäre wohl nicht nur DEXIA in einer Nacht
und Nebelaktion zu retten gewesen. Frankreich und China sind Intimfeinde, weil
die Franzosen Taiwan mit Waffen unterstützen. Die Gefahr dieser Situation ist
nur, dass China praktisch über von-Politbüro-zu-Politbüro
Kontakte das Merkel-Regime auf das falsche Gleis setzt. Schließlich hat man vor
über zwanzig Jahren noch unter der gemeinsamen roten Fahne miteinander die
linke Faust geballt. Die weitere
Preisentwicklung beim Gold im Access Market verlief unspektakulär und
tendenziell mit eher steigenden Notierungen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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