Bericht für den 20. Oktober 2011

 

Goldpreis-Drückung setzt sich fort

 

Der Druck auf Gold hat sich heute wieder verstärkt. Nachdem eine (oder mehrere) Parteien die Woche verstärkt versucht haben, den Preis des gelben Metalls zu drücken, ist man anscheinend nun zu einer großflächigen Drückung übergegangen.

 

Und so standen heute nicht nur Gold und Silber unter Druck, sondern neben den beiden PGM-Metallen Platin und Palladium auch noch die Schar der anderen Rohstoff-Metalle.

 

Immer wenn es den Euro schlecht gegenüber dem US-Dollar geht, treten solche Effekte auf. Ein Zeichen, dass trotz der massiven Drückungen der vergangenen Wochen immer noch viel Kreditgeld im Rohstoff- und Edelmetallbereich vagabundiert.

 

Einzig US-Öl (WTI) scheint auf seinem derzeitigen Niveau von $85 nicht mehr weiter nach unten drückbar. Hier scheint man das Niveau der Förderkosten unterschritten zu haben und Konzerne wie Exxon werden dies wohl auch der hinter der Drückung stehenden Partei klargemacht haben. Ansonsten haben die ja eine ausreichend große Cash-Reserve, so dass sie mit Förderstopp eine Wende nach oben erzwingen können.

 

Heute ging die Drückung – völlig konträr zu den bisherigen Maßnahmen – vom frühen asiatischen Handel aus. Zwei Stunden nach Wiedereröffnung der Märkte ging es in zwei Schüben um mehr als zwanzig Dollar abwärts. Im Vorfeld des Londoner Handels wurde Gold dann zwei Mal in Richtung der Marke von $1.610 gedrückt. Aber beides Mal hielt zumindest diese Marke.

 

Im Londoner Vormittags-Handel konnte sich das gelbe Metall wieder zum A.M. Fix bei $1.629,00 (EUR 1.180,17) um zehn Dollar gegenüber dem asiatischen Stand erholen. Aber im 24-Stundenvergleich gingen $22 verloren.

 

Im Vorfeld wurde Gold dann wieder auf das asiatische Niveau von $1.620 gedrückt, und dieser Kurs wurde auch zum Londoner P.M. Fix mit $1.620,00 (EUR 1.177,66) gehalten. Wir sind jetzt bei einem Tagesverlust von $33.

 

Anders als die letzten Tage setzte man nun im verbleibenden COMEX-Handel zu einer weiteren Drückung an, die Gold kurzzeitig bis auf $1.605 fallen ließ. Im Prinzip hielt aber erneut die Marke von $1.610, so dass Gold zum COMEX-Schluss mit $1.613,60 (EUR 1.175,07) mit einem Tagesminus von $32 schloss.

 

In einer Situation wo Europa im Allgemeinen um den Euro kämpft und Frankreich im Besonderen um sein finanzielles Überleben, sind alle verfügbaren Methoden der Markt-Manipulation zu erwarten. Vielleicht nutzen aber auch einfach die Vereinigten Staaten den Dollar-Mangel im europäischen Bankensystem dazu aus, den Verkauf der dortigen Gold-Reserven gegen Dollar zu erzwingen. Schließlich muss man sich ja auch für einen neuen Dollar vorbereiten, der goldgedeckt sein wird. Und bis es soweit ist, muss man die über Jahrzehnte leer geräumten Lager in Fort Knox wieder mit echtem Gold auffüllen.

 

Aber besser, das europäische Gold landet bei den Amerikanern als bei den Chinesen.  

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.629,00

(€1.180,17)

$1.651,00

(€1.192,74)

- $22,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.620,00

(€1.177,66)

$1.652,50

(€1.198,94)

- $32,50

COMEX Schlusskurs

$1.613,60

(€1.175,07)

$1.645,30

(€1.193,28)

- $31,70

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$30,79

(€22,32)

$31,97

(€23,10)

- $1,18

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.490,00

(€1.082,45)

$1.532,00

(€1.106,15)

- $42,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$595,00

(€432,25)

$624,00

(€450,55)

- $29,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

77,1

77,1

unverändert

Renditen 10-jährige Treasuries

2,2 %

2,2 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

35,0

35,0

unverändert

 

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