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Bericht für den 25. Oktober 2011 Plötzlicher Goldpreisausbruch So schnell kann es
passieren: Da eiert der Goldpreis die letzten Tage lustlos zwischen $1.600 und
$1.650 herum. Und kurz nach dem Londoner P.M. Fix explodiert der Preis
innerhalb weniger Minuten um dreißig US-Dollar – später in der Spitze
sogar um über $50. Das sind die
Überraschungen, die man erleben kann, wenn der Preis trotz massiver
Investment-Nachfrage von den Notenbanken und ihrer Helfershelfer über einen
längeren Zeitraum unter Druck gehalten wird. Irgendwann versagt diese Drückung
einmal und dann sehen wir solche Ausbrüche wie heute. Sicher haben die
Notenbanken noch bis zum Londoner P.M. Fix den Druck mit physischem Gold halten
können, um den für in ihrem Auftrag arbeitenden Banken die Möglichkeit zu
geben, die Short-Futures an der New Yorker COMEX noch
einigermaßen günstig zurückkaufen zu können. Eine JP Morgan oder HSBC
waren nach 16:00 Uhr MEZ sicherlich nicht mehr so stark auf der Short-Seite exponiert, wie noch die letzten Tage. Die Hunde
beißen dann wieder einmal die esoterischen Chartdeuter oder aber die Short-Spekulanten, die wegen der Entwicklung der letzten
Wochen mit kräftigen Abschlägen beim Goldpreis gerechnet haben. Aber – um es an
dieser Stelle noch einmal zu sagen: Diese ganzen Theorien funktionieren zwar in
freien Märkten. Aber nicht im stark von Regierungs-Organisationen
kontrollierten Goldmarkt. Genauso wie das Gold-Kartell die Spekulanten auf der
Long-Seite aus dem Markt wirft, lässt es genauso die Shorties
für sich bluten. Diese bezahlen dann nämlich für die günstige Eindeckung des
Gold-Kartells die Zeche und werden bei solchen Bewegungen wie heute schnell aus
dem Markt geworfen. Nur noch kosmetisch
konnte man Gold zum Schluss des COMEX-Handels unter
der Marke von $1.700 halten. Mit $1.699,50 (EUR 1.219,57) legte der Goldpreis
um $48 innerhalb der letzten 24 Stunden zu. Das Plus zum Londoner
A.M. Fix fiel mit fünf Dollar, sowie zum P.M. Fix mit
vier Dollar noch sehr bescheiden aus. Der A.M. Fix lautete zur späten
Vormittags-Zeit noch $1.656,25 (EUR 1.187,95) –
der P.M. Fix $1.656,00 (EUR 1.193,08). Da hat einer wohl sehr genau auf den
korrekten Kurs geachtet. In Sympathie mit seinem
goldenen Vorbild stieg auch Silber um über $1,50 an. Dass es sich dabei aber um
keinen primär liquiditätsgetriebenen Anstieg handelte, kann man an den
moderaten Zuwächsen bei Platin und Palladium erkennen. Außerdem fiel der Dow
Jones Industrial Average (DJIA) um über 200 Punkte. Der plötzliche Ausbruch
der beiden geldigen Metalle ist wahrscheinlich einem Short-Squeeze
der gegen diese Edelmetalle spekulierenden Marktteilnehmer zu verdanken. Im US-Dollarbereich tat
sich heute nicht viel: Der US-Dollarindex (USDX) legte
nach den kräftigen Manipulationen der letzten Tage zu Gunsten des Euros um 0,2
Punkte auf 76,3 zu. Die 10-jährigen Treasury Notes konnten sich mit einem Abschlag von 0,1 Prozentpunkte auf eine Realrendite von 2,1 Prozent
leicht verbessern. Der von mir ermittelte Quotient aus USDX und den
Realrenditen steht weiter mit 36,3 weit oberhalb einer für den Dollar
kritischen Marke. Das derzeitige
Sorgenkind ist immer noch der Euro. Das wird sich wohl auch nicht so schnell
ändern – es sei denn, man macht mit dieser Währung demnächst kurzen
Prozess. Aber die Hoffnung darauf ist nicht besonders groß. Wichtige Marktdaten im Überblick
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