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Bericht für den 14. November 2011 Kriegsanleihen zur Rettung der
Euro-Friedenswährung Vielleicht erinnern Sie
sich noch an die Parole der Staaten des Warschauer Pakts: Der Frieden muss bewaffnet sein. Mit dieser
Dogmatik der kommunistischen Eroberungs-Religion muss man wohl bestraft sein,
um solche Artikel in der WELT zu schreiben wie heute der Bürgermeister von
Tübingen, Boris Palmer, von den Grünen. Unter dem Titel Reiche müssen
endlich in den Staat investieren versucht er seiner Leserschaft eine
Vermögensabgabe wie in dem Lastenausgleichsgesetz von 1952 nach der
Währungsreform schmackhaft zu machen. Nun waren ja Politiker
schon immer sehr kreativ in dem Erfinden von neuen Abgaben. In den frühen
Jahren der Bundesrepublik Deutschland suchte man nach einem Ausgleich für
diejenigen, die von fremden Mächten verursacht, aus ihrer Heimat vertrieben
wurden und dabei nicht nur ihre Existenz, sondern sogar einen Teil ihrer
Familie verloren hatten. Oder die Ausgebombten, denen es zum Teil nicht viel
besser erging. Von den eigentlich Schuldigen dieser Misere konnte man ja nichts
fordern, denn diese nannten sich selbst Siegermächte. Also versuchte man den
verbliebenen Reichtum als Ausgleich für die Lasten der Vertriebenen und
Ausgebombten umzuverteilen. So schreibt unser grüner
Freund in dem WELT-Artikel: Nach dem Krieg war es offensichtlich, dass Glück und Unglück
darüber entschieden hatten, wer noch ein Haus besaß und wer eine zerbombte
Ruine. Das Lastenausgleichsgesetz sollte dies korrigieren. Und
schlussfolgert: Es kann also Situationen geben, in
denen Eingriffe in das Eigentum und das Vermögen von Individuen durch
Grundgesetz und Demokratie gerechtfertigt sind. Nur am Rande bemerkt ist
es schon entlarvend, wie der Begriff Demokratie synonym für Zwangsmaßnahmen wie
die Enteignung von fremdem Sachvermögen zweckentfremdet werden kann. Dabei ist
Freiheit nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass man Bürger nicht willkürlich
verhaftet, foltert und tötet. Wie schafft es der Studenten-Stadt-Grüne
nun, die Verbindung vom Lastenausgleichsgesetz zu einer Vermögensabgabe zwecks
Rettung der Friedenswährung Euro zu spannen. Nun, es wird einfach ein
virtueller Raum des Finanzkapitalismus konstruiert, der anstelle der ehemaligen
(realen) Schlachtfelder als Begründung herhalten muss. Dazu Palmer im Zitat: Für eine Vermögensabgabe spricht aktuell nicht eine
Linderung der Härten des Schicksals, auch keine ideologische Umverteilung,
sondern die Wohlfahrt aller. Daher weht der Wind also
– derjenige, der sich Privateigentum schafft, hat dieses den Politikern
abzugeben, damit diese die Wohlfahrt aller (und damit ihre Wiederwahl durch
Geschenke an ihre Wählerschaft) sicherstellen können. Das haben diese
Demokraten in der Vergangenheit durch immer neue Versprechen an ihre
Wählerschaft durch die Aufnahme immer neuer Schulden problemlos bewerkstelligen
können. Doch jetzt stockt die Versorgung mit Geld – keiner will dem Staat
mehr etwas leihen. Und schon werden die Gläubiger von genau diesem Staat für
vogelfrei erklärt wie seinerzeit im alten Rom. Noch abstruser erscheint
die folgende Argumentation: Wir haben der
vermögenden Hälfte der Bevölkerung erlaubt, über ihre Verhältnisse zu leben,
indem sie auf ihren Konten mehr Euro verbuchen durfte, als Werte geschaffen
wurden. Solange alle bereit sind, dem Staat dieses Geld zu leihen, macht das
keine Schwierigkeiten. Das ist Rhetorik der
dunkelsten Zeiten unserer Geschichte, als man der Bevölkerung weismachen
wollte, dass sie mit Zeichnung von Kriegsanleihen aktiv die Truppen an der
Front unterstützen konnten – Gold gab ich für
Eisen hieß es damals. Feststellung Nummer Zwei:
50 Prozent der Deutschen gelten nach Ansicht des grünen Politikers als
vermögend. Schlussfolgernd sind es also diejenigen, welche die geplante
Vermögensabgabe treffen würde. Das sind nicht die Millionäre oder andere
Superreiche, die derzeit sprichwörtlich wie die Sau von Talkshow zu Talkshow
getrieben werden. Das sind Familien, die zum allergrößten Teil noch nicht
einmal ein Gesamtvermögen von 100.000 Euro vorzuweisen haben. Und welches Eisen
bekommen diese vielen Mittelschichtler für ihr
vermeintliches Gold: Natürlich den Euro – die europäische
Friedenswährung, die mit Zwangsabgaben bewaffnet werden muss. Dumm nur, dass das
Euro-Elend so höchstens nur noch herausgezögert werden kann, aber nicht
vermieden. Geben wir lieber heute als morgen dieser Missgeburt den verdienten
Todesstoß: Ceterum censeo euronem delendam esse! Erkennen auch Sie hier die
Ähnlichkeiten zwischen der einleitend zitierten Warschauer Pakt Parole und der
versteckten Euro-Rettungsbegründung des Tübinger Bürgermeisters? Wichtige Marktdaten im Überblick
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