Bericht für den 16. November 2011

 

Goldkartell-Präsenz deutet auf Probleme hin

 

Dass es ein Gold-Kartell gibt, das zeitweise am Markt aktiv den Goldpreis drückt, um die prekäre Situation der Papiergeldwährungen – insbesondere des US-Dollars – zu maskieren, ist inzwischen für diejenigen, die der Propaganda der Finanzpresse keinen Glauben mehr schenken wollen, ein Faktum. Zu eindeutig und nachvollziehbar sind die Muster beim Goldpreis, die in einem Indizienprozess zur Verurteilung ausreichen würden.

 

Auf der anderen Seite sieht das Camp der sogenannten Gold-Bugs auch dann das Gold-Kartell in Aktion, wo es eigentlich andere Faktoren sind, die zu einem Preis-Rückgang führen. Dogmatik auf beiden Seiten führt hier zu nichts – aber bestimmte Vertreter des Gold-Camps machen sich gegenüber neuen Investoren in das gelbe Metall unglaubwürdig, wenn sie jeden Preis-Rückgang dem ominösen Gold-Kartell in die Schuhe schieben wollen.

 

Wir müssen deshalb Demagogie durch Analytik ersetzen – Verschwörungs-Theorien durch Heuristik. Ich habe an dieser Stelle oftmals darauf hingewiesen, dass auch andere Ereignisse wie ein plötzlich auftretender Liquiditäts-Bedarf zu einem sinkenden Gold-Preis führen können.

 

Man muss sich also fragen: Stehen eventuell liquiditätsbezogene Ereignisse im Vordergrund eines Goldpreis-Rückgangs – und wenn nicht, welche Ereignisse könnte ein Gold-Kartell dazu bewegen, aktiv am Markt eingreifen zu müssen.

 

Der heutige Preis-Rückgang war zum Teil liquiditätsgetrieben. Denn die asiatischen Aktien-Märkte gaben heute früh nach. Auf der anderen Seite setzte der Goldpreis-Rückgang zu einer Zeit ein, wo sich im Verlaufe des frühen Nachmittags-Handels eine Erholung abzeichnete. So fiel der Preis des gelben Metalls um den Londoner P.M. Fix von Kursen nahe der Marke von $1.780 auf unter $1.760, bevor eine Gegenbewegung einsetzte.

 

Zugegeben, die Trader der Banken des Gold-Kartells verteilen ihre Aktionen immer stärker über den Gold-Handelstag. Aber trotzdem versuchen sie entweder um den P.M. Fix oder den handelsschwachen Zeiten (also vor Eröffnung des Londoner Handels um 9:50 Uhr MEZ und nach Schließung des COMEX-Handels um 19:30 Uhr MEZ) ihre Marken zu setzen.

 

Eigentlich verteidigt man nur die Weltleit-Währung, das heißt den US-Dollar. Aber der erscheint derzeit – jedenfalls wenn man die Fundamental-Daten, die ich täglich in Form des Quotienten aus USDX und Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen veröffentliche, betrachtet -  nicht der Ausgangs-Punkt eines Finanzcrashes zu werden.

 

Vielmehr steht der Euro im Fokus der Märkte.

 

Und dieser wird nur dann von den US-amerikanischen Finanz-Oligopolen verteidigt werden, wenn es im Rahmen eines Euro-Crashs zu unabsehbar negativen Rückwirkungen auf den US-Dollar kommen würde.

 

Die Öffentlichkeit in Deutschland nimmt diese Signale nicht wahr – denn derzeit beherrscht die terroristisch eingestufte Neonazi-Szene die Nachrichten. Man debattiert über ein Verbot der NPD, obwohl diese Partei ja nachweislich von V-Leuten des Verfassungsschutzes zumindest unterwandert und wahrscheinlich auch geführt wird. Die rechte Gefahr muss eben als Popanz dafür herhalten, dass in europäischen Hinterzimmern der Weg zur EUdSSR vorbereitet wird. Selbst auf die Gefahr hin, dass man Menschenopfer sanktioniert von staatlicher Seite erbringen muss.

 

Ich frage mich: Warum schaffen es die Gegner von Euro-Rettungen trotz massivem Rückhalt in der deutschen Bevölkerung nicht, eine Partei gegen das bundesdeutsche Blockparteien-System zu gründen? Und warum haben Parteien wie die NPD und DVU trotz der öffentlichkeitswirksam präsentierten Nazi-Dumpfbacken nicht nur ausreichend Geld und Mittel, zeitweise die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden – sondern darüber hinaus generalstabsmäßige Fähigkeiten, eine Serie von erfolgreichen Anschlägen planen und ausführen zu können. Wenn diese Leute wirklich so klug und organisiert wären, dann hätten sie wohl als erstes die V-Leute des Verfassungsschutzes in ihren Reihen identifiziert und eliminiert.

 

Wir blenden diese False Flag-Operation bei unserer heuristisch motivierten Betrachtung des Zustands der Euro-Zone aus. Wir warten also erst einmal ab, welche Euro-Ereignisse uns in den nächsten Tagen treffen werden. Aber gut sieht die derzeitige Lage nicht aus – in Italien wurde eine Regierung aus reinen Technokraten installiert, die weder über eine Hausmacht in einer Partei verfügt. Noch über eine parlamentarische Mehrheit.

 

Man sieht: Der Euro – von dem ich im Übrigen meine, dass er rückstandsfrei beseitigt werden müsse – übernimmt immer größere Teile des Euro-Landes als Diktatur der Technokraten.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.773,00

(€1.311,48)

$1.765,00

(€1.302,39)

+ $8,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.756,00

(€1.301,12)

$1.785,00

(€1.317,14)

- $29,00

COMEX Schlusskurs

$1.773,00

NA

$1.780,90

(€1.315,30)

- $7,90

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$34,45

(€25,58)

$34,02

(€25,12)

+ $0,43

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.628,00

(€1.207,70)

$1.629,00

(€1.202,65)

- $1,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$655,00

(€485,90)

$661,00

(€488,00)

- $6,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

77,9

77,9

unverändert

Renditen 10-jährige Treasuries

2,0 %

2,1 %

- 0,1 %

Quotient aus USDX und Renditen

39,0

37,1

+ 1,9

 

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