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Bericht für den 22. November 2011 Die deutsche Frage ist nicht
ungelöst – sondern egal! Wenn die System-Medien
die Euro-Frage nicht mehr argumentativ unter Kontrolle bringen können, dann
müssen sie sich in eine nicht mehr real fassbare Metadimension begeben. Wie heute die WELT unter
dem Titel Euro-Krise
holt ungelöste deutsche Frage zurück. Nun, man wird
anscheinend nun nicht mehr mit allen angekündigten und beschlossenen Maßnahmen
Herr der Euro-Krise. Und auch die Argumentation, dass der Euro eine Währung des
Friedens sei, wird dem Volk nach dem herrischen Siegerlächeln über die in
Probleme geratenen Euro-Nationen eher zu einem Casus Belli als ein System
national unabhängigerer Währungen, wie wir es noch vor der Jahrtausendwende
viele Jahrzehnte ohne innereuropäische Konflikte genießen durften. Beide Argumente für den
Euro, nämlich der gemeinschaftliche Wohlstands-Ermöglicher
als auch der Friedens-Bewahrer sind die letzten Wochen und Monate totgelaufen. Deshalb der Ausritt der
System-Presse in die virtuellen Welten. Und was würde sich nicht besser dafür
eignen als eine imaginär immer noch ungelöste deutsche Frage. Will man uns jetzt also
erzählen, dass Deutschland in den Grenzen von 1937 weiterexistiere, dass das
Grundgesetz eigentliche keine Verfassung eines souveränen Staates sei, sondern
nur ein Provisorium, das von den damaligen Siegermächten dem deutschen Volk
genauso befehligt wurde, wie das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und
Deutschland im Jahre 1961. Und dass die 4+2 Verträge eigentlich keinen gültigen
Friedensvertrag darstellen, wie uns die immer noch geltende UN-Feindstaaten-Klausel
täglich in Erinnerung rufe. Nein, es geht um etwas
ganz anderes. Man möchte eine angeblich ungelöste deutsche Frage dadurch einer
(End-)Lösung zuführen, indem man seine Bürger in den Vereinigten Staaten von
Europa aufzugehen lassen beabsichtigt. Die WELT umschreibt dies wie folgt: Europa ist nicht mit Ketten am Firmament befestigt und der Euro noch weniger. Wiederbegegnungen
mit der Geschichte stehen den Deutschen ins Haus. Wenn der Euro scheitert, so
sagt die Bundeskanzlerin,
dann folgt Europa. Angela Merkels Forderung nach mehr Europa könnte in
weniger Europa enden. Sie will damit die Deutschen auf den Weg zu mehr Europa
zwingen, ungeachtet aller Wagnisse seit Beginn der globalen Finanzkrise und der
europäischen Staatsschuldenkrise, mehr europäisch als deutsch zu denken, zu
handeln, zu bürgen und zu zahlen. Dabei war es noch nicht
einmal der ex-Nazi-Kollaborateur Mitterand, der
Deutschland in den 4+2 Verhandlungen zu der Aufgabe der Deutschen Mark zwang.
Ebenso wenig wie die als Schoßhund von Ronald Reagan geltende Eiserne Lady aus
Großbritannien. Es war vielmehr der Hochgrad-Freimaurer James Baker, der als
damaliger US-Außenminister bei den 4+2 Verhandlungen den Deutschen ihre Mark
für die Einheit abpresste. Nur um das US-Dollar-Imperium, das nach dem
Wettrüsten mit der damaligen Sowjetunion selbst kurz vor dem finanziellen Ruin
stand, zu retten. Denn die Deutsche Mark war die letzte verbliebene Welt-Fluchtwährung,
die dem US-Dollar gefährlich werden konnte – deshalb musste die DM weg.
Und nicht wegen des französischen Pudels von amerikanischen Gnaden. Deshalb nennen selbst
die WELT-Redakteure diese Legende eine Halbwahrheit,
wie sie in dem Bericht wie folgt ausführen: Dabei
ist es allenfalls Halbwahrheit, die gemeinsame Währung sei der Preis für
Frankreichs Zustimmung zur deutschen Einheit gewesen. Den Lesern die Dimension der deutschen Frage
näherzubringen, misslingt den WELT-Redakteuren selbst
im Ansatz. Aber lesen Sie selbst: Hier sind geschichtliche Kräfte am Werk, die weit über die
gemeinsame Währung, die Maastrichter Verträge von 1991 oder den Lissabonner
Verfassungsvertrag hinausgehen. Es geht um die Architektur Europas, genauer um
die Alternative: neue Architektur oder chaotischer Zerfall. Und diesmal werden
die Amerikaner nicht bereitstehen, die Europäer vor den Folgen ihrer Fehler zu
bewahren. Amerika ist mit sich selbst beschäftigt. Die deutsche Frage ist
wieder da, diesmal in der wirtschaftlichen und finanziellen Variante. Sie aber
hat niemals den Deutschen allein gehört. Für die Hegemonie zu klein, für das
Gleichgewicht zu groß – das gilt seit dem Dreißigjährigen Krieg und dem
Wiener Kongress, seit Bismarcks Reichsgründung und dem Friedensdiktat zu
Versailles. Na was denn nu: Ist
Deutschland nun eine Hegemonial-Macht oder nicht? Nach dem WELT-Bericht
wohl seit dem Dreißigjährigen Krieg und dem Wiener Kongress wohl eher nicht.
Weshalb also diese theatralischen Passagen, die in Aussagen wie chaotischem
Zerfall gipfeln. Ist es nicht vielmehr so, dass die deutsche Frage eher
irrelevant als ungelöst bei dieser Diskussion über die Zukunft des Gebildes EU
ist. Brechen wir diese
Diskussion an dieser Stelle ab und stellen – anders als der WELT-Artikel – einfach fest: Die deutsche Frage ist
keine Thema. In wenigen Jahren wird
ein Jahrhundert vergangen sein, in dem Deutschland unter den Lasten des Diktats
von Versailles zu leiden hatte. Während dieses Zeitraums gab es viele Nachfolge-Versailles, die weltpolitisch zu einem Popanz der
deutschen Frage hochstilisiert wurden. Die deutsche Frage ist
deshalb überhaupt nicht ungelöst. Sie ist darüber hinaus für den anstehenden
Untergang des papiergetriebenen Weltwirtschafts- und vor allen Dingen
Gesellschaftssystems und der Phase des Wiederaufbaus mit realen Werten völlig
irrelevant. Die real existierende
deutsche Frage konzentriert sich vielmehr auf die Entscheidung der dortigen
politischen Eliten, wie lange man noch Generationen von Zecken-Völkern an sich
saugen lassen möchte. Und wer dieses Thema ernsthaft zu einer Frage von Krieg
oder Frieden hochstilisiert, der versteht immer noch nicht, wer hier Wirt und
wer die eigentlichen Parasiten sind. Wichtige Marktdaten im Überblick
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