|
Bericht für den 12. Dezember 2011 FED-Sondermeeting Letzte Woche hatten wir
vor dem EU-Gipfel schon kräftigen Preisdruck auf den Goldpreis gesehen. Nachdem der Gipfel außer
Hass und Zwietracht zwischen den Parteien nichts Konkretes zustande gebracht hatte,
war es für kundige Beobachter ein Leichtes, die Reaktion der Finanz-Märkte
hervorzusehen. Diese handelten ganz simpel: Euros abstoßen. Die eurohörigen Eliten
dachten ursprünglich, dass sie Großbritannien ebenfalls unter das
Haushalts-Diktat der EU-Kommission zwängen könnten. Aber die Briten wehrten
sich erfolgreich und sind nun der neue Erzfeind im Euro-Land. Die rote Laterne
ging von Angela Merkel auf David Cameron über. Zumindest für diesen Erfolg kann
sich unsere Bundeskanzlerin nun feiern lassen. Wie hängt dies nun mit
der kräftigen Preisdrückung beim Gold zusammen? Nun – wie an dieser
Stelle bereits schon öfters erwähnt, tut ein kollabierender Euro nebst eines
als Fluchtwährung angesehenen US-Dollars den Edelmetallen überhaupt nicht gut.
Denn mit dem Euro kollabiert dann auch das europäische Banken-System, das in
großem Umfang zum Teil sehr kurzfristige Dollar-Verbindlichkeiten hat. Können
diese Verbindlichkeiten nicht prolongiert werden, dann müssen diese Institute
alles an kurzfristigen Vermögens-Werten auf den Markt werfen, um in den Besitz
von US-Dollars zu kommen. Und da steht als höchstliquide Anlageform Gold mit an
erster Stelle. Ein Zusammenbruch des
Euros mit starken US-Dollar ist daher – obwohl das für Viele vielleicht
paradox erscheinen mag – eine schlechte Konstellation für das gelbe
Metall. Zumal die Notenbanken des Euro-Raum durch Gold-Verkäufe gegen US-Dollar
versuchen, den Euro zumindest etwas zu stabilisieren. Auch heute lag der
Tages-Tiefstkurs beim Gold um den Londoner P.M. Fix. Ein Zeichen, dass hier
jemand Physisches gegen Papiergeld umtauschen will oder muss. Doch je schneller sich
dieser Euro-Untergang fortsetzen sollte, desto schneller wird auch der
US-Dollar infiziert werden und wird dasselbe Schicksal wie der Euro erleiden.
Es muss daher die Politik des angloamerikanischen Finanz-Systems sein, den Euro
möglichst lange in dem derzeitigen Zustand eines halbtoten Zombies zu halten. Crasht der Dollar, dann geht der Goldpreis wirklich zum
Mond. Deshalb hat die FED
heute auch ein Sondermeeting abgehalten. Hier ging es natürlich um die Frage,
wie man das EU-Bankensystem mit seiner offenen US-Dollarflanke vor dem Zusammenbruch
bewahren könnte. Denn durch die gegenseitigen Verflechtungen mit dem US- und
UK-Finanzsystem käme es bei einem Konkurs einer großen europäischen Bank sofort
über Ansteckungs-Effekte zu dem kompletten Konkurs des Euro-Bankensystems nebst
einer Pleite der US- und UK-Banken, die massive Forderungen gegen die
Euro-Banken angehäuft haben. Die Strategie ist
eigentlich ganz geschickt: Man lässt den Euro langsam sterben und die
Investoren flüchten in den US-Dollarraum, obwohl dort derzeit wie der Teufel
neues Geld aus dem Nichts erschaffen wird. Mit diesem Geld kann man jenseits
des Atlantiks dann günstig die zum Verkauf angebotenen Gold-Reserven aufsaugen. Hat man genug physisches
Gold gesogen, dann lässt man den Euro endgültig crashen
und deckt den US-Dollar auf Basis einer neuen Bewertung zwischen $5.000 und
$10.000 mit Gold. Deshalb haben wir auch führende Goldmän(n)er
in der Position des EZB-Chefs und des italienischen Minister-Präsidenten, um
diesen Transfer möglichst reibungslos bewerkstelligen zu können. Der Reichsprotektor von
Italien hat ja selbst der Bundesregierung vor kurzem noch vorgeschlagen,
weitere deutsche Rettungspakete mit den Goldreserven der Bundesbank decken zu
wollen. Das sagt uns zweierlei: Ersten scheint es doch noch eine signifikante
physische Goldmenge unter direkter Kontrolle der Bundesbank zu geben. Und
zweitens möchte man sich dieses Gold durch deutsche Staatsgarantien
schnellstmöglich unter den Nagel reißen. Ich wagen deshalb die
folgende Prognose: Man wird das Briten Bashing demnächst
entweder einstellen oder nur noch zur Ablenkung der Öffentlichkeit weiter
fortsetzen. Im Hintergrund wird dann auf Angela Merkel der Druck wieder erhöht,
weil der Euro sich trotz der EU-Beschlüsse nicht stabilisieren lassen will. Das
Ziel ist, dass Deutschland die letzten Reserven in eine längst schon verlorene
Euro-Schlacht wirft. Denn dieses Gold und die anderen Werte braucht das
US-Imperium für seinen Wiederaufstieg. Und der ist auf dem besten Wege zu
gelingen. Denn seines Hauptfeindes China, welches die Vereinigten Staaten durch
seine aggressive Export-Politik in großen Bereichen bereits deindustrialisiert
hat, nimmt man sich derzeit durch Anstechen der dortigen Immobilien-Blase an.
Mit dieser wird das dortige Schattenbanken-System mindestens genauso schnell
kollabieren, wie in den Jahren bis Herbst 2008 in den Vereinigten Staaten. Die Gefahr für die USA
ist allerdings, dass die maoistische Verbrüderung zwischen den Blockparteien in
Deutschland und China hält und man gemeinsam erst einmal den Euro sterben lässt
und sich dann mit Stark-DM und chinesischen Dumping von US-Dollaranlagen der
anderen Währung entledigt. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||