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Bericht für den 19. Dezember 2011 Weiter unklares Bild bei Gold Nach der Erholung vom
letzten Freitag kristallisiert sich zum Wochenbeginn keine klare Richtung für
Gold und die anderen Edelmetalle heraus. Neben der Preisdrückung
mit italienischem Staatsgold, auf das die Goldman Sachs-Verbrecher durch
Inthronisierung ihres Reichsprotektors in Person des neuen italienischen
Minister-Präsidenten Zugriff bekommen zu haben scheinen, kommt auch langsam ans
Licht, warum MF Global in den Konkurs geschickt wurde. Kunden des Brokers MF
Global haben nämlich nicht nur Future-Positionen in
Gold und anderen Rohstoffen an der COMEX gehalten, sondern auch Lagerscheine
für bereits erworbene Edelmetalle. Wenn man eine Future Long-Position in Gold bis
zur Fälligkeit hält, dann muss die Gegenpartei dafür physisches Gold liefern. Dieses
Gold musste die Short-Partei zuerst allerdings
physisch in dem COMEX-Lagerhaus deponieren. Für das
deponierte Gold wird ein Lagerschein erstellt, der beim Erwerb dieses Golds
seinen Besitzer wechselt. Zuerst muss der Investor natürlich den Preis, den er
beim Kauf der Future-Position mit der Gegenpartei vereinbart
hat, für das Gold bezahlen. Ist die Bezahlung erledigt, dann erhält er den
Lagerschein auf einen (oder mehrere) Barren Gold, die in 100 oz-Stückelung im COMEX-Lagerhaus
aufbewahrt werden. Nun kann der Investor
Lieferung verlangen. Oder er belässt sein Gold im Lagerhaus, um es
beispielsweise als Sicherheit für weitere Geschäfte an der COMEX zu
hinterlegen. Nun wurden durch den Betrug
bei MF Global Kundengelder angeblich veruntreut. Aber anstatt den Investoren
ihre Future-Positionen zu garantieren – und vor
allen Dingen ihre Lagerscheine zur Auslieferung zu bringen, warf man alle diese
Werte in einen gemeinsamen Topf und liquidierte sie gegen US-Dollar Papiergeld
und zahlte allen Investoren von MF Global eine Quote aus. Das ist vergleichbar mit
einer Situation, bei der Einbrecher einige Schließfächer bei einer Bank
aufbrechen und den Inhalt rauben würden. Wer käme auf die Idee, dass die Bank dann
alle Schließfächer öffnen würde, den Inhalt verkaufen und die resultierende
Quote an die geschädigten und ungeschädigten Schließfach-Inhaber auszahlen
würde. Das ist natürlich der
Best Case für das Gold-Kartell. Denn mit den in
US-Dollar eingetauschten Lagerscheinen hatte es sofortigen Zugriff auf
physisches Gold, das Investoren bei dem Broker MF Global gehörte. Und die im Wesentlichen
long orientierten Investoren verloren auch ihre Future-Positionen, die das Gold-Kartell (natürlich zu
kräftig sinkenden Preisen) verkaufen durfte. Deshalb sahen wir nicht nur
Druck im physischen Handel, sondern auch an den Future-Märkten.
Man hat sowohl das Metall als auch die Option für den Erwerb von Metall zu
einem vereinbarten Preis gegen US-Papierdollar verkauft. Bislang war vor
Edelmetall-Konten, bei denen kein Recht auf Auslieferung eines vordefinierten
Goldbarrens bestand, zu warnen. Denn dieses Gold wurde von den Kartell-Banken
verliehen und diente so als Drückungs-Objekt. Nun setzt sich dieser Betrug
selbst auf Edelmetall fort, das mit Seriennummer und Feingoldgewicht im Namen
des Kunden individuell gelagert werden sollte. Nur Gold, das man selbst
physisch in Empfang genommen hat, das man unter eigener Kontrolle lagert und
über dessen Existenz man sich in festen Intervallen immer wieder versichert hat,
zählt als wirkliches Gold. Alle anderen Methoden des Goldkaufs stellen sich
immer mehr als ein Betrugssystem dar, bei dem aus einer Einheit physischen
Golds viele Einheiten von Papiergold generiert werden. Wichtige Marktdaten im Überblick
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