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Bericht für den 20. Dezember 2011 Vorsichtige Erholung bei Gold Der asiatische Markt war
in den letzten Wochen nicht mehr der Preistreiber wie wir es früher beobachten
konnten. Die japanischen Investoren scheinen mehr Gold zu verkaufen als zu
kaufen. Und auch die bislang so starke Nachfrage aus China scheint so nicht
mehr zu existieren. Man hat in Asien anscheinend erhebliche
Liquiditäts-Probleme. Auch heute wurde die
vorsichtige Erholung beim Goldpreis nicht aus Fernost getrieben. Mit Eröffnung
der Märkte in Asien kam es nur zu leichten Zuwächsen. Man traute sich noch
nicht einmal, Preise jenseits der Marke von $1.600 zu bezahlen. Die 1.600er-Marke wurde
erst mit der Eröffnung des europäischen Handels in London geknackt. Auch die
Europäer – insbesondere das dortige Banken-System – haben massive
Liquiditäts-Probleme. Aber die Privat-Investoren scheinen immer noch
Euro-Vermögen in Gold umzuschichten. Diese Entwicklung ist allerdings auf die
deutschsprachigen Länder beschränkt – und innerhalb dieser Länder nur auf
eine kleine Gruppe von Bürgern, die überhaupt über ausreichend große Liquidität
verfügt, um eine Unze Gold bei Preisen jenseits von 1.200 Euro erwerben zu
können. Ein Großteil ist bedingt
durch die Weihnachtszeit und die steigenden Lebenshaltungs-Kosten sowieso
geldflach – hat also trotz des Willens, in Gold umzuschichten zu wollen,
keine Möglichkeiten dazu. Und aus Pensionsplänen und der gesetzlichen
Rentenversicherung bekommt man sein Geld nicht raus. Und wenige trauen sich,
illiquide Liquiditätsklassen aufzulösen – entweder sind die
Momentan-Verluste zu hoch, oder man scheut das langwierige Verfahren. Wenn sich
dieses pseudo-Vermögen am Ende im Rauch auflöst, wird der Schrecken groß sein. Der A.M. Fix kam heute
mit $1.605,00 (EUR 1.227,91) um zwölf Dollar höher zustande als gestern zu
derselben Zeit. Auf diesem Preis-Niveau
verharrte Gold im frühen Nachmittags-Handel. Der eigentliche Preisimpuls ging
dann von der New Yorker COMEX aus. Innerhalb der ersten halben Handels-Stunde
stieg Gold auf über $1.610 an. Auf diesem Preisniveau
konnte Gold bis zum Londoner P.M. Fix auch tendenziell weiter steigen. Der P.M.
Fix mit $1.613,50 (EUR 1.230,27) bestätigte dies. Ein Tagesplus von $16. Im weiteren Verlaufe des
Handels wurde ein Ausbruch in Richtung der Marke von $1.620 versucht, der allerdings misslang. Gleich im Anschluss fiel Gold auf
bis zu $1.610 zurück. Ein Zeichen dafür, wie nervös die Marktteilnehmer
derzeitig sind. Der Preis konnte sich
schließlich dann wieder erholen und mit $1.615,60 schloss Gold den COMEX-Handel um $21 höher als noch vor 24 Stunden. Bis auf Palladium, das
weiter im Preis verfiel, konnten sowohl Silber als
auch Platin zulegen. Der US-Dollar musste
etwas von seiner Stärke abgeben. Der entsprechende Währungskorb (USDX) gab 0,6
Punkte auf 79,7 ab und die Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes stiegen
um 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent an. Dadurch gab der von mir ermittelte
Quotient aus beiden Werten um 2,7 Punkte auf 41,9 nach. Anmerkung in eigener
Sache: Wegen einer Reise nach Danzig von Mittwochabend bis Donnerstag wird der
Goldbericht für den Mittwoch entweder ausfallen oder später erscheinen. Ich
bitte um Verständnis. Wichtige Marktdaten im Überblick
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