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Bericht für den 4. Januar 2012 Euro-Gold zieht heute nach Die gestrigen Gewinne beim Euro haben sich als eine
Eintags-Fliege herausgestellt. Denn der gestrige Anstieg von einem Prozent
gegenüber dem US-Dollar ging heute im Laufe des Tages wieder verloren. Auf den immer noch liquiditätsknappen asiatischen
Märkten führte dies heute früh zu sinkenden Gold-Notierungen. Im Verlaufe des
Handels gingen bis zu zehn Dollar verloren. Aber saisonal zeichnet sich die
jetzige Zeit sowieso durch eine geringe Nachfrage nach Schmuckgold aus. Wenn
selbst die Erzfeinde Japan und China nun gemeinsame Währungs-Politik machen wollen,
um ihre Wirtschaft zu stabilisieren, dann muss es um beide Länder nicht gut
bestellt sein. Die Entwicklung dort müssen wir die nächsten Wochen etwas
genauer beobachten. Wenn dort Liquidität abfließt, dann kann sich dies für den
Edelmetall-Sektor, insbesondere die nichtgeldigen PGM-Metalle,
negativ auswirken. Aber sobald die Märkte in Asien ihrer Pforten
geschlossen hatten, ging es bereits in der handelsschwachen Zeit vor Eröffnung
des Londoner Vormittags-Handels bei Gold wieder aufwärts. Eine Stunde vor dem
Londoner Handel stand Gold dann wieder oberhalb der Marke von $1.600. Ein
Ausbruch, der Gold kurzzeitig über die Marke von $1.610 beförderte, wurde
allerdings wieder während des Londoner Handels korrigiert. Der A.M. Fix kam dann mit $1.603,00 (EUR 1.229,96)
um $13 höher zustande als noch zum gestrigen Fixing. Im frühen Nachmittags-Handel setzte sich dann aber
die Abwärtsbewegung des Euros fort, und die
US-Dollarpreise von Gold fielen wieder unter die Marke von $1.600. Nach Eröffnung der New Yorker COMEX zeichnete sich
die erste Handels-Stunde keine einheitliche Entwicklung für das gelbe Metall ab
– es schwankte zwischen $1.595 und $1.600. Eine halbe Stunde vor dem
Londoner P.M. Fix ging es dann aber steil nach oben. Der P.M. Fix war mit
$1.613,00 (EUR 1.245,66) ungewöhnlich stark für diese Währungs-Konstellation. Gold will mit aller Gewalt eben nach oben. Auf Dollar-Basis war der Anstieg zwar mit $15 noch
relativ moderat gegenüber der gestrigen Notierung zum P.M. Fix. Aber Euro-Gold legte um EUR 21 zu. Im Anschluss wurde Gold zwar wieder gedrückt
– aber der Versuch brach in sich zusammen und Gold schritt weiter (nordwärts) voran. Eine Stunde vor Ende des COMEX-Handels
stand das gelbe Metall nur noch wenige Dollar vor der Marke
von $1.620. Da musste dann wohl das Gold-Kartell korrigierend
eingreifen, um nicht zu viel Euphorie im Markt aufkommen zu lassen. Der COMEX-Schlusskurs lässt sich mit $1.612,20 (EUR 1.244,70)
dennoch sehen – ein 24-Stundenplus von dreizehn Dollar. Das gestern so starke Silber musste heute 1,5
Prozent seines gestern Abend erreichten Kursniveaus wieder abgeben. Auch Platin
und Palladium tendierten eher schwach. Noch am 29. Dezember stand Euro-Gold um EUR 60
niedriger als heute. Wobei Euro-Gold die letzten Monate trotz der massiven
Preis-Einbrüche beim Gold nie richtig billig geworden ist. Der US-Dollar scheint auch in Deutschland als
Bargeld nachgefragt zu werden. Wahrscheinlich aus Furcht um den Euro. Als ich
mir heute bei der Bank (wegen einer Reise nach Scottsdale/AZ)
$500 besorgte, waren die sechs $50er-Scheine und die zehn $20er-Noten nicht nur
druckfrisch – sondern auch fortlaufend durchnummeriert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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