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Bericht für den 6. Januar 2012 The same Procedure ... as every Month Die positive Grundstimmung beim Gold setzte sich
heute früh in den asiatischen Märkten fort. Oberhalb der Marke von $1.620
stabilisierte sich das gelbe Metall und versuchte in einer vorsichtigen
Aufwärts-Entwicklung in Richtung der Marke von $1.630 zu streben. Bei $1.628
war dann aber erst einmal Schluss. Regelmäßige Beobachter des Gold-Marktes wissen
warum: Heute ist der erste Freitag des neuen Monats. Und zu diesem Termin
werden die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten des Vormonats durch das
Wahrheits-Ministerium BLS veröffentlicht. Vor dem Termin, um den Termin und
nach dem Termin passiert in praktisch regelmäßiger Folge etwas mit dem
Gold-Preis. Die Unsicherheit besteht nur in der Frage: Welches dieser drei
Ereignisse wird vom Gold-Kartell ausgewählt. Heute waren die Daten besser als erwartet –
ein Zeichen dafür, dass man weiterhin auf Dollar-Stärke setzt. Möchte man
dagegen weitere Gelddruck-Orgien der FED rechtfertigen, dann sind die Daten
schlechter als erwartet. Bloomberg und CNBC sind die beiden Leitmedien, über
welche die Pawlowschen Reize der Investoren und Händler ausgelöst werden. Aber zurück zu der heutigen Preis-Entwicklung beim
Gold. Denn bereits mit Beginn des Londoner Vormittags-Handels war es mit der
positiven Grundstimmung beim Gold wieder vorbei. Der Kurs wurde in auf $1.620
gedrückt und verharrte praktisch bis zum Beginn des New Yorker Future-Handels an der COMEX auf diesem Niveau. Um 11:30 Uhr MEZ wurde der A.M. Fix mit $1.621,00
(EUR 1.265,81) festgestellt. Ein Plus auf 24-Stundenbasis von sieben US-Dollar
und neun Euro. Nach Beginn der COMEX-Handels kam es trotz der Veröffentlichung der
angeblich besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten erst einmal zu keiner
Bewegung beim Gold. Nach einer Stunde schnellte der Kurs dann auf über $1.630
hoch – brach in der Folge aber um $15 auf unter $1.620 ein und wurde nach
dem P.M. Fix in einer zweiten Welle auf $1.610 gedrückt. Die Marke von $1.600, die gestern kurzzeitig nach
unten durchstoßen wurde, hielt heute jedoch. Der P.M. Fix kam auf dem Plateau nach der ersten
und vor der zweiten Drückungswelle mit $1.616,50 (EUR 1.271,53) zustande. Da
gestern wohl die Europäer zum P.M. Fix interveniert haben,
resultiert dies trotzdem in einem Preisanstieg von $18 oder EUR 22. Im Anschluss konnte sich Gold zwar von der zweiten
Drückungswelle wieder erholen, blieb dann aber mit
$1.616,50 (EUR 1.270,01) auf dem Niveau des P.M. Fixes zum Schluss des COMEX-Handels stehen. Jetzt sehen wir auf Tagesbasis sogar
einen kleinen Verlust von drei Dollar. Beim Euro-Gold ging es aber um vier Euro
aufwärts. Letzte Woche stand Euro-Gold noch bei EUR 1.184 zum
P.M. Fix. Eine gute Woche ist seitdem vergangen und
Euro-Gold steht mit EUR 1.272 um knapp EUR 90 höher. Kein schlechter Auftakt
für das gelbe Metall im neuen Jahr. Euro-Silber konnte in dem gleichen Zeitraum um 13
Prozent (oder EUR 2,64) zulegen. Dieser Anstieg ist noch viel beeindruckender
als beim Gold. Einzig und allein Palladium entpuppte sich als
lahme Ente und konnte auf US-Dollarbasis nicht zulegen und Euro-Palladium nur
um sieben Euro oder 1,5 Prozent. Der US-Dollarindex legte um weitere 0,4 Punkte auf
81,3 zu. Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes verharrten weiterhin bei
2,0 Prozent. Der Quotient aus beiden Parametern legte heute leicht um 0,2 auf
40,7 Punkte zu. Dieses Niveau manifestiert die derzeitige starke Stellung des
US-Dollars. In eigener Sache: Da ich morgen eine einwöchige
Dienstreise nach Phoenix antrete, werden die Tagesberichte für die nächste
Woche entweder zeitverzögert veröffentlicht – wegen der Zeitverschiebung
um acht Stunden – oder gänzlich ausfallen. Ich bitte um Verständnis. Wichtige Marktdaten im Überblick
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