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Bericht für den 17. Januar 2012 Draghi –
übernehmen Sie! Ist Ihnen auch schon aufgefallen: Die Inflation der
Euro-Rettungs-Gipfel, auf denen Merkel und Sarkozy
den Finanz-Märkten der Welt zeigen wollte, wie man eine Währung nachhaltig
rettet, stabilisiert und zu neuer Stärke erweckt, ist vorbei. Bis auf wenige
rhetorische Verlautbarungen sind derzeit weder von der EU-Kommission noch von
den nationalen Regierungs-Chefs weitere Aktionen sichtbar. Und der Euro-Rettungsfond EFSF ist nur noch eine
Trümmerburg – die sich zuletzt von der Rating-Agentur
Standard & Poors ihre beste Kreditwürdigkeit entziehen
lassen musste. Dabei war doch unser Finanzminister vor vielen Monaten mit dem
Vorschlag an die Presse getreten, einen europäischen Währungsfond als
regionales Gegengewicht zu dem IWF zu etablieren. Das ganze Konstrukt krankte
schon in der Planungsphase an seinem systematischen Fehler. Man stelle sich
einmal vor, der IWF würde von den Rating-Agenturen
herabgestuft worden. Nun sprechen nur noch die Waffen der EZB. Die
Amerikaner haben das Gemurkse der Euro-Hühner satt
und haben mit Mario Draghi ihren Goldman
Sachs-Statthalter an die Spitze der EZB gesetzt. Weggeräumt haben sie dabei
nicht nur Bundesbanker, sondern auch die Politiker. Die Regierungschefs von
Griechenland und Italien wurden durch Reichsprotektoren von Goldman Sachs
ersetzt, verschiedene Regierungen gingen zu Bruch und wurden abgewählt. Und
zuletzt wurde der Franzose Sarkozy durch die
Abstufung der Kreditwürdigkeit gedemütigt. Angela Merkel steht nun alleine dar – viel
ausrichten kann sie ohnehin nicht. Denn sie ist ja sowieso fremdgesteuert. Die Macht auf der Euro-Brücke ist auf die EZB
übergegangen. Draghi – übernehmen Sie lautete
das Kommando zur Machtübergabe. An den Gold-Märkten kam es nach dem gestrigen
Feiertag in den Vereinigten Staaten zwar zu kräftigen Preissteigerungen beim
Gold. Aber die Europäer kämpfen wie die Löwen gegen einen Durchbruch der Marke
von EUR 1.300. Seit mehreren Tagen in Folge erscheint die Euro-Goldmarke als
unüberwindliches Hindernis. Gold stieg heute früh im asiatischen Handel um
ungewöhnlich hohe $15 an, bis es um den Beginn des Londoner Vormittags-Handels
zu einer Konsolidierung kam. Der A.M. Fix lag mit $1.662,00 (EUR 1.299,76) um
$19 höher als noch vor 24 Stunden. Der Euro-Goldkurs lag aber praktisch
unverändert bei knapp EUR 1.300. In den nächsten Stunden des frühen
Nachmittags-Handels kam es allerdings zu keinen wesentlichen Verschiebungen
mehr. Erst mit Eröffnung der New Yorker COMEX kam etwas Druck auf, der Gold
nahe an die Marke von $1.660 drückte. Der P.M. Fix kam allerdings mit $1.656,00
(EUR 1.302,09) um einige Dollar schwächer zustande. Da muss wohl wieder
europäisches Gold im Spiel gewesen sein. Zum COMEX-Schluss
veränderte sich dieses Preisniveau nur noch marginal und Gold ging mit
$1.655,40 (EUR 1.299,16) aus dem Handel. Es bleibt abzuwarten, wie lange die
EZB unter dem Kommando von Draghi den Euro-Goldpreis
noch unter Kontrolle halten kann. Wichtige Marktdaten im Überblick
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