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Bericht für den 2. Februar 2012 A perfect day Vor der Verkündung der US-Arbeitsmarktdaten für den
Januar 2012 ein kräftiger Anstieg des Gold-Preises sowohl in US-Dollar (+
$10,30) als auch in Euro (+ €11,67): Da will man uns wohl morgen den Bären vom besser-als-erwartet laufenden US-Arbeitsmarkt präsentieren. Schließlich wollen die Herren der Wall Street ihren
Neger ein zweites Mal gewinnen sehen. Ob er auch in Zukunft seinen Käfig sauber
halten wird? Wir verlassen die Vorstellung der Augsburger
Puppenkiste wieder – trägt sie doch überhaupt nichts zum Verständnis der
realen Welt bei. Silber ist die letzten Tage in meiner
Bericht-Erstattung etwas zu kurz gekommen. Einmal natürlich, weil der Markt
weitaus enger – und damit leichter zu manipulieren ist – wie Gold.
Auf der anderen Seite wegen der Interessen der Silber verbrauchenden Industrie,
die ein vitales Interesse an niedrigen Preisen des weißen Metalls hat. Aber im 30-Tagevergleich glänzt Silber mit einem
Anstieg von knapp 16 Prozent, während Gold im gleichen Zeitraum nur um 10
Prozent gestiegen ist (alle Werte auf Basis der US-Dollar Notierungen). Es ist schon nicht so einfach, die Entwicklung beim
Gold zu kommentieren. Aber Silber ist noch eine Kategorie schwieriger –
es sei denn, die klassischen inflationären oder deflationären Muster prägen den
Markt. Werden sie aber nicht: Auf der einen Seite rutscht
das System durch jahrzehntelange Verfehlungen bei der Kredit-Vergabe immer
weiter den deflationären Steilhang hinunter. Aber dann kommen die Notenbanken
weltweit mit immer neuen Rettungsseilen, die den ungebremsten Fall vermeiden
können. Dass sich das System langsam abseilt (= kontrollierte Deflation) oder
wieder zum Ausgangspunkt hocharbeitet (= kontrollierte Inflation) halte ich de
facto für ausgeschlossen. Das ist höchstens das Mantra
unserer Rettungs-Politiker. Wer daran glaubt, der kommt in den Himmel - der
ahnungslosen beziehungsweise gutgläubigen Schafe. Und von denen scheint es in
Deutschland immer noch sehr viele zu geben. In dieser Phase wird sich Gold wohl weniger volatil
zeigen als Silber. Trotz der Eingriffe mit physischen 400 Unzen-Barren der
Europäer. Aber ein Fehler in die eine oder andere Richtung kann Silber schnell
zum Super-Star machen. Bei einer deflationären Selbstvernichtung des
Papiergeld-Systems würde anfangs zwar das gelbe Metall profitieren. Im Laufe
der Zeit wäre es aber für einen Großteil der Bevölkerung so unerreichbar teuer,
dass man sein Heil nur noch in der Silber-Flucht sehen könnte. Wie schrieb der ehemalige Reichsbank-Präsident
Hjalmar Schacht noch im Jahre 1931: Die wertvollsten solcher beweglichen Güter sind die
Edelmetalle unter ihnen wiederum das Gold, welches das begehrteste, weil
überall verwendbare, Gut ist. Wie doch auch andere Thesen von damals wieder
aktuell erscheinen: Die Grundkrankheit des sozialistischen Systems ist die
ungeheure Überschätzung der Staatsmaschinerie. ... Der größte Fehler dieses
ganzen Systems liegt auf der Hand: es ersetzt die Verantwortung des einzelnen
Individuums durch eine angebliche Kollektivverantwortung. Schiller hat einmal
das prachtvolle Distichon geprägt: Jeder, sieht man ihn einzeln, ist leidlich
klug und verständig, sind sie in corpore, gleich wird Euch ein Dummkopf daraus. Genau dieselben Helden kämpfen heute in corpore als
vereinigte Staatsmaschinerie gegen den eigentlich nicht mehr reversiblen
Verfall des Euros und der europäischen (Staats-)Idee. Hoffentlich treiben es unsere Eliten nicht so weit,
dass irgendwann selbst das sonst so reißfeste Netz des Golds als finaler
Rettungs-Anker eines funktionierenden Wirtschafts-Systems in die Brüche geht. Ansonsten steht uns nämlich eine
Rückwärts-Entwicklung wie seinerzeit nach Ende der Zivilisation des Römischen
Reiches ins Haus. Und das Mittelalter wünschen wir uns wohl alle nicht wieder
zurück. Wichtige Marktdaten im Überblick
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