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Bericht für den 7. Februar 2012 Griechenland und das böse Gold Seit heute Nachmittag wissen wir es, wer hinter der
seit Freitag Nachmittag begonnenen Goldpreis-Drückung wirklich steckt –
wobei wir wissen nicht, ob es nun die EZB mit Hilfe der Gold-Kartellbanken oder
auch die die letzte Zeit sehr um den Euro besorgte
FED waren, welche die Federführung hatten. Jedenfalls hat man es in zwei Tagen zustande
gebracht, den Goldpreis in der Spitze um 50 Dollar drücken zu können. Aber nachdem die beiden Trendmedien Bloomberg und
CNBC zum Nachmittag verkündeten, dass in Griechenland eine Rettung schon in
trockenen Tüchern sei, da die von einem Goldman Sachs Alumni
geführte Regierung den Sparmaßnahmen der Troika aus EU-Kommission, EZB und dem
Internationalen Währungsfond angeblich zustimmen wolle, drehte sich die
Situation um das gelbe Metall schlagartig. Ein weiterer kläglicher Versuch, Fortschritte in
diesem bankrotten Land erzielen zu wollen, nur damit der offizielle
Staatsbankrott vermieden werden kann. Ein Großteil der Anleihe-Gläubiger hat
sich nämlich mit Credit Default Swaps (CDS) –
also Kreditausfall-Versicherungen – gegen das Konkursrisiko des
griechischen Staates abgesichert. Würde Griechenland in den Staatsbankrott
gehen, dann wären diese CDS zu dem Nominalwert der damals gegebenen Darlehen
fällig. Bei Ausfall-Quoten von 70 Prozent und mehr hieße das, dass die CDS
Emittenten dreistellige Milliarden-Beiträge an die Gläubiger auszahlen müssten. Diese Emittenten scheinen die größten US-Banken, an
erster Stelle J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs zu sein. Während man im Rahmen
der Lehman-Krise im Herbst 2008 noch den damals in großem Umfang in CDS-Geschäften verwickelten Versicherer AIG zu
Milliarden-Zahlungen an Goldman Sachs, die Deutsche Bank, aber auch einer
großen französischen Bank verdonnerte – das Geld hatte AIG natürlich
nicht und so ist der Staat und die FED mit größeren zweistelligen
Milliarden-Beträgen der AIG zur Hilfe geeilt. Meine Theorie lautete damals: Man
musste Goldman Sachs, die Deutsche Bank etc mit Milliarden Cash durch die CDS-Hintertür rekapitalisieren,
weil ansonsten das Banken-System kollabiert wäre. Heute sind es die größten US-Häuser, die anstelle
der AIG für Griechenland-CDS und wohl auch für
Kreditausfall-Versicherungen der anderen PIIGS-Länder
eingetreten. Deshalb dürfen diese niemals zur Fälligkeit gestellt werden. So
versucht man mit einem angeblich freiwilligen Verzicht die Gläubiger um die
Frucht eines Großteils ihrer Forderungen um die CDS Versicherungsauszahlung zu
bringen. Wie schon gestern im asiatischen Handel versuchte
Gold auch heute früh eine Erholung. Aber nachdem man kurz vor Eröffnung des
Londoner Vormittags-Handels bereits bei $1.730 um zehn Dollar im Vergleich zum
letzten Kurs in New York des Vortages im Plus war, ging die Goldpreis-Drückung
wieder los – genau nach dem gleichen Schema übrigens wie am Vortag. Der A.M. Fix kam mit $1.720,00 (EUR 1.308,98) zwar
um drei Dollar höher als noch vor 24 Stunden zustande. Aber dieser marginale Anstieg
basierte einzig und allein auf dem Euro, der im Laufe des Tages immer stärker
gegen den US-Dollar zulegen konnte. Der Tagestiefpunkt war dann eine Stunde vor
Eröffnung des COMEX-Handels in New York mit $1.710
erreicht. Von da an ging Gold in US-Dollar quasi gleichmäßig
nach oben. Der Anstieg wurde zwar noch zum P.M. Fix mit $1.724,00 (EUR
1.307,35) abgefedert. Dann überrannten die Käufer aber die Drücker und Gold
beendete den Handel an der COMEX mit $1.747,00. Im Übrigen konnte Euro-Gold
erst nahe zum COMEX-Schluss auf fast EUR 1.320
anziehen. Der US-Dollarindex (USDX) gab wegen des starken
Euros 0,5 Punkte auf 78,6 ab. Wichtige Marktdaten im Überblick
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