|
Bericht für den 9. Februar 2012 Single Points of Failure Zwei Nachrichten geisterten gestern durch unsere
Systempresse. Die erste im Düsseldorfer HANDELSBLATT unter dem Titel Deutschland
exportiert Strom nach Frankreich: Trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken
produziert Deutschland mehr Strom, als im Inland verbraucht wird. Der
Überschuss wird ausgerechnet nach Frankreich exportiert, wo derzeit 55
Kernreaktoren in Betrieb sind. Und die zweite unter dem SPIEGEL ONLINE Titel: Franzosen brauchen deutschen Strom.
Trotz des
Atomausstiegs produzieren deutsche Kraftwerke immer noch mehr Strom, als im
Inland verbraucht wird - zu Frankreichs Glück: Weil der Verbrauch in dem
Nachbarland wegen der Kälte auf Rekordwerte steigt, ist es auf deutsche Hilfe
angewiesen - und wird auch mit Solarstrom bedient. Gehört diese Nachricht zu der regierungsamtlich
verbreiteten Propaganda, dass Super-Deutschland nun das großeuronische
Reich inklusiv der bislang so renitenten Franzosen retten kann? Unsere Geliebte Führerin lag wohl wieder einmal
richtig damit, den Atomausstieg per Order de Mufti ihrem Volk aufzuerlegen.
Schließlich genießt sie ja, wenn man den Lohnschreiberlingen in der
System-Presse Glauben schenken darf, uneingeschränkte Zustimmung ihrer Bürger. Das Ministerium für Liebe arbeitet derzeit ganz
ausgezeichnet. Auch unsere grünen Männchen vom (angestrebten)
Gefängnis-Planeten Erde bekamen nach diese Nachricht wohl einen opulenten
Öko-Orgasmus. Heute dann die nächste Nachricht – wieder vom
HANDELSBLATT. Plötzlich spricht man im Titel von Stromnetzbetreibern, die gegen den Blackout
kämpfen. Und führt weiter aus: Der Atomausstieg, die anhaltende Kältewelle und
Gas-Lieferschwierigkeiten bringen die deutschen Stromnetze an die
Belastungsgrenze. Was war denn da los im Ministerium für Wahrheit
unserer Geliebten Führerin – hatte man heute Betriebsausflug und konnte
die Schreibhansel in Düsseldorf nicht zu einer regierungskonformen Aussage
zwingen? Und gestern deutete das Ministerium für Überfluss
noch trotz der Reduktion auf der Versorgungs-Seite eine Überversorgung im Land
der Deutschen an. Aus zehn minus zwei wurde doch nicht zwölf, wie im
Ministerium für Überfluss ermittelt, sondern in Wahrheit nur acht. Aber lesen wir in dem heutigen HANDELBLATT-Bericht
weiter: Es ist
eine Maßnahme, die zeigt, wie angespannt die Situation im deutschen Stromnetz
ist: In den Abendstunden werden die vier Hochspannungs-Netzbetreiber heute in
Deutschland eigentlich still gelegte Kohle- und Ölkraftwerke ans Netz nehmen.
Zum zweiten Mal in diesem Winter nutzen sie die Notreserve, die im Sommer nach
den Beschlüssen zur Energiewende eingerichtet worden war. Dies hätten die vier
Unternehmen bereits am Dienstagabend gemeinsam vereinbart, bestätigte eine
Sprecherin von Tennet auf Anfrage des Handelsblatts.
Die Firma betreibt das Stromnetz im Nordwesten Deutschlands. Dass diese Maßnahme wohl keine Propaganda-Aktion
der unverständlicherweise immer noch für potent gehaltenen Atom-Lobby ist
– hinter diesem Popanz versteckt die inzwischen nach der mafiösen Sozial-Lobby an die zweite Stelle gerückte
Öko-Lobby, hinter der sich die Krypto-Kommunisten der
EEG-Schmarotzer tarnen, nur zu gerne – kann man an dem gleich folgenden
Dementi ablesen: Die
Sprecherin bezeichnete den Schritt als Vorbeugemaßnahme. Ähnlich äußerte sich
ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Dieses Neusprech-Deutsch kennen wir bereits zur
Genüge von der Euro-Rettung. Der gefürchtete Black-Out
ist also kein virtuelles Hirngespinst mehr, sondern könnte zur bitteren
Realität werden. Dabei gehörte das deutsche Stromnetz durch seine
Reserve-Kapazitäten, die selbst in Extrem-Situationen die Stabilität der
Stromversorgung sicherstellen konnten, zu einem der sichersten der Welt. Wie in
jedem technischen System, das auf kontinuierlichem Betrieb angewiesen ist, muss
man mit redundanten Systemen automatische Umschalte-Vorgänge
ermöglichen, die aus Sicht des Nutzers der Leistung zu keiner oder nur zu einer
geringfügigen Unterbrechung führen darf. Auf Neu-Deutsch: Man muss Single-Points-of-Failure
vermeiden. Jahrzehntelang haben staatlich kontrollierte
Unternehmen mit Ingenieuren und Techniken in den entscheidenden Positionen
dafür gesorgt, dass ausreichend Redundanzen und damit Verfügbarkeit
gewährleistet waren. Hinzu kamen Aufsichts-Behörden, die im Wesentlichen auch
aus Technikern und Ingenieuren bestanden, die Vorgaben veröffentlicht haben,
die Technik-Ausführung geprüft und gegebenenfalls Auflagen zur Korrektur
erlassen haben. Dieses System hat genauso gut funktioniert wie die
damalige Deutsche Bundesbahn, die wie ihr Schweizer Pendant SBB selbst bei
Extremwitterung gefahren ist, wo kein Auto, kein Lastwagen, kein Schiff und
auch kein Flugzeug mehr einsatzfähig war. Nun haben wir diese Unternehmen privatisiert und
die Firmen werden jetzt von Betriebswirten, Rechtsanwälten und Lobbyisten
geführt. In den Aufsichts-Behörden verbreiten sich nun die Gleichstellungs- und
Umwelt-Referenten nebst politisch-korrekt erzogenen Hilfs-Technikern. Wenn
etwas schief gehen sollte, dann lag die Schuld bei den Konzernen oder der bösen
Atom-Lobby. Am Beispiel der Deutschen Bahn AG sieht man sehr
genau, wie ein von MBAs und LLMs
geführtes Unternehmen bei Schnee, Hitze und Sturm vom robustesten zum sensibelsten
Verkehrsmittel Deutschlands degeneriert ist. Die Stromversorger sind genau auf dem gleichen Weg. Apropos Versorgungs-Sicherheit: Neulich konnten wir
lesen, dass die deutsche Gasversorgung trotz des 30-prozentigen Lieferrückgangs
aus Russland nicht gefährdet sei. Denn Deutschland hätte ja für mehrere Wochen
ausreichende Reserven. Tenor: Die deutsche Gasversorgung ist genauso
sicher wie die blümsche Rente. Lesen wir weiter in dem HANDELSBLATT-Bericht:
Zum anderen
wirken sich die Lieferengpässe des russischen Produzenten Gazprom inzwischen
doch in Deutschland aus. In Süddeutschland, wo über Österreich in den
vergangenen Tagen zeitweise 30 Prozent weniger Gas ankam, wurden inzwischen
einige Gaskraftwerke gedrosselt, wie die Tennet-Sprecherin
bestätigte. In Deutschland gebe es zwar genügend Gas
in den Speichern, erläuterte ein Vertreter einer großen Gasgesellschaft. Die
lägen aber in Norddeutschland – und bis das Gas nach Süddeutschland
transportiert sei, vergingen ein paar Tage. Und dann wieder der berühmte Nachsatz im
Neusprech-Deutsch: Die Situation sei aber im Griff. Wenn diese Situationen nicht so ernst wären, könnte
man sich über diesen Dilettantismus tagelang totlachen. Man sollte nicht die Gaskraftwerke drosseln, die ja
die temporär auftretenden Engpässe bei den erneuerbaren Energien ausgleichen
sollen. Wenn das Stromnetz zusammenbricht, dann hilft die Gasversorgung der
Haushalte auch nicht mehr. Sondern die Gasversorgung derjenigen Wohlgebiete
abstellen, wo das grün-ökologische Pack wohnt, das uns diese Situation erst eingebrockt
hat. Gleich danach folgen die Gebiete mit den neo SED-Wählern, die jetzt die von
ihrem sozialistischen Bruderland nicht gelieferten 30 Prozent des Erdgases
ideologisch verheizen dürfen. Vielleicht kommen so große Teile der Bevölkerung
wieder zur Besinnung. Bevor der große Blackout dann demnächst ihre
Familien-Angehörigen in Krankenhäusern und Alterswohnheimen dahinraffen lässt. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2012 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||