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Bericht für den 27. April 2010 Gold & Gesellschaft: Big Moneys
Superstar – Gold ! Gold war
der heutige Super-Star. Erwählt
von der mächtigsten Jury der Welt – das Big Money. Und das
trotz eines stark widrigen Marktumfeldes: Heute und morgen tagt der Offenmarktausschusses
(FOMC) der FED unter Leitung von Ben Bernanke.
Ereignisse wie ein FED-Meeting stehen regelmäßig auf dem Drückungs-Kalender des
Gold-Kartells. Die FED
hat in seinen letzten Sitzungen groß angekündigt, die Ankäufe von
hypothekenbesicherten Wertpapieren einzustellen oder sogar zurückzuführen.
Gleichzeitig pulverisiert sich derzeit der Markt für Gewerbe-Immobilien. Erst
der Riesenverlust eines Morgan Stanley Fonds, dann der praktische Totalverlust
des Kapitals eines Goldman Sachs Fonds und zuletzt die Notrettung eines
Deutsche Bank Fonds. Rom
brennt lichterloh. Die
nächste Deflations-Megabombe wartet also. Oder der
erneute Versuch, mit Devisen-Carrytrades die non-interest bearing Asset Klassen zu drücken: EUR/USD minus 1 Prozent und
YEN/USD plus 0,75 Prozent. US-Öl gab
um $1,40 nach, Silber um 20 Cent, Platin um $28 und Palladium um $17. Aber als
Nebenwirkung gab auch der Dow Jones Aktienindex 213 Punkte ab. Von den
europäischen Indizes, die heute um fast vier Prozent einbrachen, einmal ganz zu
schweigen. Dort stehen wohl viele Teilnehmer unter Schock wegen der
Griechenland-Krise. Ich habe deshalb mein Kapitel über die Marktdaten um zwei
Positionen erweitert: Die Renditen der 10-jährigen und der 2-jährigen
griechischen Staats-Anleihen. Mission accomplished? Nur
teilweise – denn Gold beendete den COMEX-Handel
mit einem Plus von $9. Wenn das
heutige Preisverhalten keine Eintags-Fliege seien sollte, dann ist den
Regierungen, ihren Notenbanken und des ausführenden Kartell-Banken gerade ein
weiteres Mittel der Goldpreis-Drückung abhanden gekommen. Über
physisches Material scheinen sie ja sowieso nicht mehr im ausreichenden Umfang
zu verfügen, wie ich bereits in einem früheren Kommentar ausgeführt hatte. Und wenn
sich mit der Immobilien-Krise und dem Rückzug der FED aus dem Ankaufsgeschäft
für MBS eine neue Deflations-Welle entwickeln sollte, dann ist eigentlich nur
Gold das richtige Investment. Die weißen Metalle könnten ebenso wie das Öl
erneut unter die Räder geraten – Sommer/Herbst 2008 ist hier sicherlich
Vielen noch in Erinnerung. Wahrscheinlich
ist diese Deflations-Angst unbegründet. Denn die Notenbanken werden alles
versuchen, einen erneuten deflationären Crash zu verhindern. Viele Mittel
bleiben ihnen da allerdings nicht, denn die Staaten haben bereits massive
Schulden geladen. Ob das System noch mehr aushalten wird, steht unter einem
großen Fragezeichen. Aber auch
wenn diese Methode doch noch funktionieren sollte, dann müssen die Notenbanken
weitere massive Mengen Eigenkapital-Geld drucken, das dann über
Staatsverschuldung oder direkte Monetarisierung die aufgerissenen
Deflations-Löcher stopfen soll. Dieses
Eigenkapital-Geld kann aber auch Gold kaufen – und das ohne jeden Kredit
des Besitzers dieses Geldes. Gold wird damit unabhängig von der Aufblähung,
aber auch von der Kontraktion der Kredit-Geldmenge. Ein
weiterer Aspekt ist die Größe des jeweiligen Edelmetall-Marktes. Was nutzt mir
ein rares Metall, das kaum gehandelt wird. Wenn das Big Money in diese Asset Klasse einsteigen soll, dann muss der Markt höchst
liquide und vor allem aufnahmefähig für größere Mengen Geld sein. Auch wenn
das die Silber-Freunde nicht gerne hören werden: Silber ist für das Big Money
kein Markt, in dem diese Investment-Gruppe größere Mengen Geld umtauschen kann.
Von der Wertdichte einmal ganz zu schweigen. Die
heutige Preisentwicklung beim Gold kann also auch darauf hindeuten, dass das
Big Money große Mengen Geld in Gold umschichtet. Vielleicht ist dies sogar ein
Vorgeschmack auf eine bevorstehende massive Fluchtbewegung. Die
heutige Entwicklung müssen wir die nächsten Tage genau beobachten. Es zeichnen
sich Markt-Brüche ab, welche die weitere Entwicklung von Gold & Co
wesentlich beeinflussen werden. Gold
konnte heute Abend übrigens im Access Handel weitere zehn Dollar zulegen. In
Euro nähert sich das gelbe Metall der Marke von EUR 900 mit großen Schritten. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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