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Bericht für den 4. Juni 2010 Gold & Gesellschaft: Ha, ha ... Wie ich
in meinem gestrigen Bericht bereits vermutet habe, sind die
US-Arbeitsmarktzahlen weitaus schlechter ausgefallen als erwartet. Dass die
Arbeitslosenquote trotzdem um 0,2 Punkte auf 9,7 Prozent gefallen ist, liegt an
zwei wesentlichen Faktoren: Zum einen hat der Staat 411.000 befristete Stellen
für die anstehende Volkszählung geschaffen. Zum anderen wurden sogenannte
frustrierte Jobsuchende einfach aus der Statistik entfernt. Letztendlich sind
nur magere 41.000 Jobs geschaffen worden. Wenn man bedenkt, dass die
Vereinigten Staaten immer noch über ein kräftiges Bevölkerungs-Wachstum
verfügen, bedeutet dies einen realen Anstieg der Arbeitslosen-Quote. Laut Bill Gross von PIMCO brauchen die USA jeden Monat ein
Jobwachstum von 150.000 bis 200.000, um die Arbeitslosen-Quote reduzieren zu
können. Die
Aktien-Märkte gingen weltweit nach Veröffentlichung der Zahlen auf
Tauchstation. Der europäische STOXX50 verlor heute drei Prozent. Der Dow Jones
fiel bis 20 Minuten vor Börsenschluss um 320 Zähler auf 9.930 Punkte. Hinzu
kommt eine neue Staatenkrise in Europa – diesmal aus Ungarn. Der Euro
verlor im Laufe des Tages gegenüber dem US-Dollar 1,7 Prozent und notierte
erstmals seit mehreren Jahren unter der Marke von $1,20. Der Goldpreis konnte
in den letzten 90 Minuten des COMEX-Handels seine
Verluste kompensieren und beendete den COMEX-Handel
bei $1.216,00. Nachbörslich ist der Kurs auf bis zu $1.220 gestiegen. Wenn man
bedenkt, dass das Gold-Kartell 90 Minuten vor Eröffnung des Handels an der New
Yorker COMEX das gelbe Metall bis zu $1.195 drücken konnte, eine sagenhafte
Rallye. Die
weißen Edelmetalle litten dagegen an den deflationären Tendenzen, die heute
sichtbar wurden. Die Drückung von Gold und die Hebung der Aktienmärkte die
letzten Tage hatte nur ein Ziel – einen ausreichenden Sicherheits-Abstand
zu generieren, damit die heutigen Einbrüche (bei Aktien) beziehungsweise die
Erholung (bei Gold) im Wochenvergleich nicht zu stark ausfällt. Es ist
sowieso erstaunlich, warum ein Großteil der Finanz-Medien und der sogenannten
professionellen Anleger solche Manipulationen nicht im Vorfeld erkennen kann.
Oder wollen sie es einfach nicht? Das Herden-Verhalten scheint doch bei der
großen Zahl von institutionellen Anlegern stark ausgeprägt zu sein. Ungarn
scheint sich als das nächste europäische Griechenland zu entpuppen. Auch hier
stellt sich nach dem Regierungs-Wechsel heraus, dass die bisherige Regierung
massiv das Zahlenwerk manipuliert hat. Der Sprecher von Ministerpräsident Orban spricht sogar von der Gefahr einer Staatspleite –
das sei jedenfalls keine Übertreibung. Dabei
wurde Ungarn erst im Oktober 2008 mit einem Kredit von 20 Milliarden Euro von
dem IWF und der EU gerettet. Damals ging es bei der Rettung um die
Stabilisierung des österreichischen Bankensystems, das massiv in Ungarn
engagiert ist. Der
Stress im System wird durch die Flucht in den US-Dollar und die Treasuries angezeigt: Der
US-Dollar Index (USDX) stieg heute um 0,9 Punkte auf 88,1. Gleichzeitig fielen
die Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes um ganze 0,2 Prozentpunkte auf
3,2 Prozent. Der von mir ermittelte Quotient aus beiden Werten stieg um
rekordverdächtige 1,9 Punkte auf 27,5. Es ist
schon eine Genugtuung, dass am heutigen Tag eingetreten ist,
was ich gestern vorhergesehen habe. Deshalb sei ein hämisches ha, ha an das Gold-Kartell, das PPT und
die anderen Manipulatoren gerichtet. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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