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Bericht für den 28. Juni 2010 Gold & Gesellschaft: Sozialer Ablasshandel Der
deutsche Mittelschicht-Arbeitnehmer gehört zu den Dummen im Land. Diesen
Eindruck bekommt man vermittelt, wenn man den gleichnamigen Bericht der WELT
vom Sonntag ließt. Wieder einmal geht es um den Spitzensteuer-Satz, der aus
Gründen der sozialen Gerechtigkeit von 42 Prozent angehoben werden solle. Zum
Vergleich wird auf wesentlich höhere Steuersätze der 60er-Jahre verwiesen. Aber in
den Jahren 1958 bis 1964 war der Spitzensteuersatz von 53 Prozent erst für
jährliche Einkünfte ab 110.040 Deutsche Mark oder 56.300 Euro fällig. Das ist
vergleichbar mit heutigen Einkünften von 300.000 Euro und mehr. Heutzutage
wird der Spitzensteuersatz von 42 Prozent – in Wirklichkeit sind es wegen des Soli 44,3 % und mit Kirchensteuer
sogar 48,1 % - auch bereits bei Einkünften jenseits von 52.552 Euro fällig.
Die 110.040 Deutsche Mark, die seinerzeit nur sehr wenige höchst Dotierte im
Jahr verdienen, werden heutzutage bereits von Ingenieuren, Facharbeitern und
Personen im mittleren Management erzielt. Die Einkommensstatistik für das Jahr 2005
weist 21 Prozent der Haushalte mit jährlichen Einkünften von 50.000 Euro und
mehr aus. Die erwähnten Spitzenverdiener mit jährlichen Einkünften jenseits von
375.000 Euro machen aber nur 0,2 Prozent aller Haushalte in Deutschland aus. Wir
sprechen hier also von einer Gruppe von heutzutage 5,5 Millionen Haushalten,
die den Spitzensteuersatz zahlen oder nahe an der Grenze dazu sind, gegenüber
einer Gruppe von 66.000 Haushalten, die mit den Spitzenverdienern der Jahre 1958
bis 1964 vergleichbar wären. Der
Hintergrund dieser eklatanten Unterschiede bei der Menge der den Spitzensteuersatz
Zahlenden sind die Gesetze, mit denen die rot-grüne Regierung den Spitzensteuersatz
schrittweise auf 42 Prozent reduziert hatte. Um nicht zu große Ausfälle bei der
Einkommenssteuer verkraften zu müssen, hat man einfach die Einkommens-Grenze,
ab welcher der Spitzensteuersatz gelten solle, kräftig nach unten abgesenkt.
Davon konnten dann zwar die wirklichen Spitzenverdiener profitieren –
durch ihre geringe Anzahl waren die Ausfälle bei der Einkommensteuer für den
Staat jedoch erträglich. Der
Spitzensteuersatz ist somit zu einem Instrument der Linear-Besteuerung für den gehobenen
Mittelstand geworden: Jeder über der Grenze von 52.552 verdiente Euro wird mit
42 Cents Einkommenssteuer belastet. Einkommens-Steuer Progression ist eher ein
Problem für den unteren Mittelstand, der darüber hinaus noch mit den vollen
Sozial-Sätzen belastet wird. Das führt zu der perversen Situation, dass diese
Gruppe Belastungen jedes mehr verdienten Euros von weit über 50 Cent hat. Diesen
Hintergrund muss man verstehen, wenn man Spitzensteuersätze von damals mit denen
von heute vergleicht: Man hat einfach weit mehr als 5 Millionen Mittelstands-Haushalte
zu Spitzenverdienern umdefiniert. Dieses
von der Politik platzierte trojanische Pferd wird nun dazu missbraucht, um
dieser Gruppe im Rahmen ihrer angeblichen sozialen Verantwortung nun noch höhere
Steuern aufbrummen zu können. Denn wir reden hier von 20 Prozent aller
Haushalte: Also könnte eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes das staatliche
Einkommens-Füllhorn signifikant anschwellen lassen. Man kann
diese Politiker-Strategie natürlich auch so krass umschreiben, wie es der
polnische Präsidentschafts-Kandidat Janusz Korwin-Mikke
neulich getan hat: "Demokratie ist etwas Schreckliches. Statt zu arbeiten, lohnt
es sich mehr eine Koalition von 51 % zu montieren und schon kannst Du deinen
Nächsten berauben. Warum also arbeiten wenn wir dies hauptsächlich für andere
tun? Demokratie ist mit Korruption, Diebstahl, Raub und Demoralisierung
verbunden. Die Täter sind 80% aller Politiker. Dies ist eine Bande die nur ein
Ziel verfolgt, nämlich in den Besitz großer Anteile unserer Steuern zu kommen.
Dies ist eine Bande von Parasiten, die es sich lohnt zu jagen. Wir müssen die
Herrschaft dieser "Mehrheit" zerstören, die gegen unseren Willen
entscheidet" Damit
kommen wir zu den wirklichen Problemen, die unsere Gesellschaft im Allgemeinen
und unsere Politiker im Besonderen haben: Man möchte keine harten
Entscheidungen gegen den immer weiter ausufernden Sozialstaat fällen.
Stattdessen verweist man auf die gute Lage der Besserverdienenden und versucht
noch mehr Geld aus diesen herauszupressen. Das Dumme
ist: Die Leute scheinen auf diese Propaganda hereinzufallen. Immer mehr
Schichten der Bevölkerung begrüßen eine höhere Besteuerung. Die Hintergründe
sind: Einen angeblichen Beitrag zum sozialen Frieden zu schaffen – eine
moderne Form des Ablasshandels, mit welchem sich die Kirche im Mittelalter die
Sünden ihrer Schafe in harter Währung hat auszahlen lassen. Was wir
dafür bekommen, sind aber nicht der soziale Frieden, sondern noch mehr Probleme
im Land. Wir
brauchen keinen Sozialstaat, der den türkischen Migranten-Außenposten
für die wiederauflebenden osmanischen Großmanns-Hirngespinste eines Recep Tayyip Erdogan
finanziert. Im Jahr 2008 sprach er von Assimilation als ein Verbrechen gegen
die Menschlichkeit und von dem Impfen der europäischen Kultur mit der
türkischen. Noch viel eindeutiger waren seine Aussagen vom Jahr 1998: Die Demokratie ist
nur ein Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind
unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und
die Gläubigen unsere Soldaten. Wir brauchen auch keine arabische
Blutzufuhr für das schrumpfende deutsche Volk – was haben eigentlich die schwelenden
Nahost-Konflikte in Deutschland zu suchen? Die
Forderung des Berliner CDU-Politikers Peter Trapp zeigt den Weg auf, den wir
bei der Einwanderung zukünftig beschreiten müssen: Wir brauchen keine
Zuwanderer, die sich nicht assimilieren lassen und dann den Sozialsystemen (und
damit den Steuer zahlenden Bürgern) auf der Tasche liegen. Deshalb soll neben
fachlicher Qualifikation auch der Intelligenz-Quotient des Einwanderers höher
sein als der des durchschnittlichen Deutschen. Nur so schaffen es andere
Gesellschaften, Mehrwerte für die jeweilige Volkswirtschaft zu schaffen. Einzig
und allein darum geht es. Dieses
Gutmenschen-Gerede von Politikern wie Claudia Roth, die möglichst die halbe
Welt zum Leben nach Deutschland einladen möchte, hat erst zu der katastrophalen
Situation unseres Sozialsystems geführt. Wer auf der einen Seite argumentiert,
dass Deutschland wegen der Alterung der Gesellschaft Zuwanderung benötige, der
darf eben nicht diejenigen Volksgruppen anwerben, die neben einer deutschfeindlichen
Stimmung auch noch zusätzlich das Sozialsystem belasten. Das hilft der
Gesellschaft nicht – es schadet ihr im höchsten Maße. Es wird
dazu führen, dass es durch die unausweichliche Pleite des Sozial-Staates gerade
bei diesen nichtassimilierten Gruppen zu Ausschreitungen kommen wird. Denn
außer dem Scheck vom Sozialamt zu verkonsumieren und an der Spitze der
Kriminalstatistik zu stehen, erbringen diese Gruppen für die Gesellschaft
keinen Mehrwert. Das wird letztendlich zu Gegenreaktionen innerhalb der
deutschen Bevölkerung führen, die sich als Pogrome gegen diese Gruppen entladen
werden. Die deutschen Sicherheits-Behörden und Gerichte werden dann auch wieder
politisch inkorrekt handeln und sich daran erinnern, von welchen Wurzeln sie selbst
abstammen. Hinzukommen werden Volks-Tribune, die diese Stimmung noch weiter
anfachen werden – im besten Fall kommt es zu einer Massenflucht, im
schlimmsten Fall zu einem Massenexodus der nun unbeliebt gewordenen Migranten. Der
soziale Ablasshandel löst unsere Probleme nicht. Man kann seine Kinder durch
abgeschirmte Privatschulen auch nicht vor der Realität beschützen. Und man kann
sich mit hochverschuldeten Häusern am Rande der Städte auch nicht eine Oase der
Ruhe schaffen. Was wir brauchen ist eine Rückführung des Sozialstaates –
zuerst bei den schmarotzenden Gruppen, die nicht anpassungsfähig oder dazu
willig sind. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Trotz anderslautender Meldungen ist auf dem
G20-Gipfel im kanadischen Toronto nichts Greifbares herausgekommen. Wieder hat
man die entscheidenden Punkte zur Finanzmarkt-Reform auf den nächsten Gipfel
verschoben. Wie lange wollen Obama, Merkel & Co die
Öffentlichkeit noch mit ihrer bereits vor dem Gipfel ausgehandelten Erklärung
an der Nase herumführen. Aber eines kommt in dem Kommunique der Staats-
und Regierungschefs klar zum Ausdruck: Man hat Angst vor den Bond-Märkten
– möchte zwar nicht sparen, muss dies aber trotz weit greifender
Monetarisierungs-Anstrengungen der Notenbanken wohl tun. Ansonsten fällt das
Schafott über die Staaten und deren Währungen, wie wir bei der
Griechenland-Krise lernen durften. Gold entwickelte sich anfangs uneinheitlich.
Immer wieder schwankte das gelbe Metall zwischen einem leichten Anstieg und
einem leichten Rückgang umher. Der A.M. Fix kam mit $1.256,00 (EUR 1.015,11) im
positiven Bereich (im Vergleich zum Freitags-Schlussstand in New York) zustande.
Im Vergleich zum Freitags-A.M. Fix ein Zuwachs von
vierzehn US-Dollar. Im frühen Nachmittags-Handel setzte sich diese
Entwicklung fort, bis der P.M. Fix mit $1.261,00 (EUR 1.023,54) einige
Markt-Teilnehmer wohl auf dem falschen Fuß erwischte. In der Folge stieg Gold
kurzzeitig auf bis zu $1.263 an. Danach ging es in zwei Drückungswellen um
jeweils zehn Dollar nach unten. Bei einem Stand von knapp unter $1.240 kam Gold
dann zum Stehen. Der COMEX-Schlusskurs
lautete $1.238,00. Ein Verlust im Vergleich zum Freitag von $17. Wieder einmal
wendet das Gold-Kartell die gleiche Taktik wie letzte Woche an: Zuerst lässt
man Gold sich im Freitags-Handel nach oben entwickeln und beginnt dann mit der
Drückung am Anfang der folgenden Woche. Bemerkenswert ist auch, dass die 10-jährigen
Treasury Notes heute auf einen seit langer Zeit nicht erreichtes
Real-Zinsniveau von 3,0 Prozent gefallen ist. Der US-Dollar Index (USDX) konnte
sich um 0,4 Punkte auf 85,7 befestigen. Schuld daran war der Euro, der
gegenüber dem US-Dollar um fast ein Prozent gefallen ist. Favorit des Tages war der Schweizer Franken,
der gegenüber allen wichtigen Währungen kräftig gestiegen ist. Gegenüber dem
Euro sogar um mehr als 1,4 Prozent. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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