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Bericht für den 30. Juni 2010 Gold & Gesellschaft: Eckwerte des Arbeitsmarktes Die
monatliche Verkündung der Zahlen vom Arbeitsmarkt ist nicht nur in den
Vereinigten Staaten ein besonderer Akt. Auch in Deutschland wird dieser Vorgang
förmlich zelebriert. Die
Arbeitsmarkt-Daten für den Monat Juni deuten mit 3,153 Millionen Erwerblosen
auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes und damit der Konjunktur hin –
ein Rückgang von 88.200 gegenüber dem Vormonat berichtet die Bundesagentur für
Arbeit in ihrer heute veröffentlichten Statistik. Das wollen uns jedenfalls die
nach Erfolgen aus der wirtschaftlichen Talfahrt suchenden Politiker weismachen. Da haben
die Politiker Milliarden-Beträge in die Wirtschaft und den Konsum gepumpt
– alle mit neuen Schulden finanziert und es wollten sich einfach keine
sichtbaren wirtschaftlichen Erfolge einstellen. So langsam scheint es grüne
Pflänzchen zu geben – aber jetzt ist der Staat praktisch pleite, da total
überschuldet, und muss sich dem Diktat der Bond-Märkte unterordnen. Die sagen:
Massive Rückführung der Schulden, sonst hat der Staat keinen Kredit mehr. Wirft man
einen ernsteren Blick auf die Arbeitsmarkt-Zahlen, dann sind die offiziell
gemeldeten 3,153 Millionen Erwerbslosen nur ein kleiner Teil der Wahrheit. So
weist die Arbeitsmarkt-Statistik der Agentur 4,308 Millionen sogenannte
Unterbeschäftigte aus. Und diese Zahl enthält noch nicht einmal die 830.000
Kurzarbeiter, die zu einem Teil auf Kurzarbeit Null gesetzt sind. Hinzu
kommen 4,998 Millionen sogenannte ALG II Empfänger, auch als Hartz IV
bezeichnet. Weitere 1,843 Millionen Bürger erhalten Sozialgeld. Und dann haben
wir noch 1,579 Millionen Teilnehmer an sogenannten Maßnahmen aktiver
Arbeitsmarkt-Politik. Umgangssprachlich sagt man dazu Beschäftigungs-Programme. Summieren
wir also: 3,153 Millionen + 4,308 Millionen + 0,830 Millionen + 4,998 Millionen
+ 1,843 Millionen + 1,579 Millionen = 16,711 Millionen. Diese
16,7 Millionen sind die Realität bei der Arbeitslosen-Zahlen. Wenn man jetzt
noch berücksichtigt, dass von den 40,3 Millionen ausgewiesenen Erwerbstätigen
nur 27,5 Millionen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
nachgehen, dann kann man erkennen, dass das Verhältnis von Zahlern zu
Empfängern sich immer mehr dem Quotienten von eins annähert. Derzeit beträgt
dieser Quotient noch 1,65. Das ganze
System wird zukünftig nicht mehr bezahlbar sein. Mit dem Auslaufen staatlicher
Stimulus-Programme werden wir ähnliche plötzliche Rückschläge erleben wie in
den Vereinigten Staaten. Eine grundlegende Reform unseres Sozial-Systems werden
wir nicht ausweichen können, weil mangels Beitragszahlern einfach nicht mehr
genug Geld für die Transfer-Zahlungen zur Verfügung stehen wird. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die Edelmetalle haben es in solchen Situationen,
wie wir sie zur Zeit erleben, schwer. Sinkende Aktienmärkte, steigende Kurse
von Währungen mit Niedrigst-Zinsen, die für Carry-Trade
Geschäfte ausgeliehen werden, deuten auf deflationäre Trends hin, die
insbesondere die weißen Edelmetallen unter Druck setzen. Gold konnte sich heute trotzdem gut halten und
nach der gestrigen Drückung wieder leicht befestigen. Der A.M. Fix kam mit
$1.240,50 (EUR 1.011,25) um knapp fünf Dollar höher als gestern zustande. Der P.M. Fix mit $1.244,00 (EUR 1.012,70) um 16:00
Uhr MEZ realisierte sogar einen Tagesanstieg von zehn Dollar. Bis zum Ende des Handels an der COMEX tat sich
nicht mehr viel und das gelbe Metall ging mit $1.245 aus dem Handel. Sowohl Platin als auch Palladium mussten heute
Federn lassen. Silber schloss sich dagegen der von dem Gold angeführten
Fraktion der deflationsstabileren Assets an. Der US-Dollarindex (USDX) ging heute um 0,1
Punkte auf 86,0 Punkte zurück. Kein spannender Tag heute. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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