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Bericht für den 1. September 2010 Eine harte Goldgrenze Die Marke von $1.250 wird derzeit mit allen Mitteln
verteidigt. Nachdem Gold mit Beginn des Handels an der New Yorker COMEX die
Marke von $1.255 überschritten hat, kam die Gegenreaktion: Erst fiel das gelbe
Metall innerhalb weniger Minuten um fünf Dollar zurück und dann trieb der P.M.
Fix den Preis um weitere vier Dollar nach unten. Das passierte gleichzeitig mit einem stark
verfallenden US-Dollar. Das Kartell musste wohl alle Hebel in Bewegung setzen,
um den Goldpreis unter diesen widrigen Bedingungen unter Kontrolle halten zu
können. Das Ergebnis zeigt sich im Vergleich der Kursentwicklung in US-Dollar
gerechnet im Vergleich zum Euro-Gold: Während das eine nur um 0,2 bis 0,3
Prozent fiel, verlor Euro-Gold über zehn Euro, was sich in einem Tagesverlust
von 1,3 Prozent bemerkbar machte. Interessanterweise traf dieses Phänomen nicht auf
Platin und Palladium zu, die mit dem um über 250 Punkte angestiegenen Dow Jones
kräftig zulegen konnten. Silber ging dagegen den Weg von Gold – ein
Zeichen, dass interventionistische Marktkräfte etwas
nachgeholfen haben. Gold begann den heutigen Handelstag in Asien etwas
leichter als der gestrige New Yorker Schlusskurs. Mit dem Übergang zum Londoner
Vormittags-Handel waren die Verluste dann aber wieder kompensiert, so dass Gold zum A.M. Fix mit $1.250,00 (EUR 977,63) exakt
auf der hart verteidigten $1.250er Marke landete. Ein 24-Stundenplus von $17. Das motivierte die Marktteilnehmer und Gold konnte
innerhalb der ersten 30 Minuten nach Eröffnung der COMEX die Marke von $1.255
leicht überschreiten. Das war dann aber zuviel des guten. Der P.M. Fix mit
$1.246,50 (EUR 971,63) war eine Stunde später dann schon um fast zehn Dollar leichter, obwohl im 24-Stundenvergleich ein ganz leichter
Anstieg zu verzeichnen war. Allerdings nicht für Euro-Gold, das in diesem
Vergleich um sieben Euro fiel. Im Anschluss an den P.M. Fix wurde Gold dann
zeitweise unter die Marke von $1.245 gedrückt. Mit dem weiterhin verfallenden
US-Dollar konnte diese Marke jedoch nicht gehalten werden und Gold konnte sich
zum COMEX-Schluss auf $1.247 befestigen. Der Star des Tages war Palladium, dass im
Tagesvergleich P.M. Fix zu P.M. Fix um sagenhafte $26 zulegen konnte. Das ist
ein Tagesgewinn von über 5 Prozent. Die heutige Aktion trieb auch das US-Öl um zwei
Dollar auf fast $74 pro Barrel hoch. Der US-Dollar Index gab heute 0,7 Punkte
auf 82,5 ab und auch die Realrenditen der 10-jährigen Treasury Notes stiegen um
0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Dadurch ist der von mir ermittelte Quotient
aus beiden Werten um massive 1,6 Punkte auf 31,7 abgerutscht. Die Rettung der Aktienmärkte hat heute einen
kräftigen Kollateral-Schaden hinterlassen. Man musste
bei Gold und Silber eingreifen, da sonst diese Metalle ähnlich wie Palladium und
Platin gestiegen wären. Beim Silber möchte man auf alle Fälle den Anstieg auf
die Marke von $20 verhindern, beim Gold liegt eine
harte Grenze bei $1.250. Am Freitag steht im Übrigen wieder einmal die
monatliche Verkündung der US Arbeitsmarkt-Daten auf dem Kalender. Bis dahin
muss man für Dow & Co ausreichend Abstand zur 10.000er-Marke aufbauen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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