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Bericht für den 7. September 2010 Kampf um historische Höchststände Wenn wir uns den derzeitigen Preisstand der beiden
geldigen Edelmetalle, Gold und Silber, verinnerlichen, dann erscheint es
hilfreich, einen Blick auf die derzeitigen Höchststände dieser beiden
Edelmetalle zu werfen: Gold hatte seinen Höchststand am 28. Juni 2010 mit
$1.261 (EUR 1.023,54), Silber seinen Höchststand am
17. März 2008 mit $20,92 (EUR 13,26) erreicht. Grundlage ist der Londoner P.M.
Fix beim Gold und der Londoner Fix beim Silber. Allerdings konnten diese Höchststände heute noch
nicht erreicht werden. Der P.M. Fix mit $1.256,75 (EUR 985,69) ist noch gut
vier US-Dollar von dem historischen Hoch des 28. Juni 2020 entfernt. Und Silber
ist auf Basis der Daten der LBMA noch über einem Dollar von seinem Höchststand
entfernt. Dabei war die notenbank-politische Wetterlage heute
eher gegen alle nichtverzinslichen Anlageklassen, zu denen ja Gold und Silber
nebst den Edelmetallen der PGM-Gruppe gehört,
eingestellt: Der US-Dollar ist kräftig (1,5 Prozent) gegen den Euro gestiegen
und der Yen legte gegen den US-Dollar knapp 0,6 Prozent zu. So dass im direkten
Vergleich der Euro gegenüber dem Yen mehr als 1,7 Prozent abgeben musste.
Besser erging es der europäischen Währung auch nicht im Verhältnis zu dem
Schweizer Franken: Dort gingen 1,5 Prozent verloren in der Euro notiert nun
nahe der Marke von CHF 1,28 – die Verluste des Euros gegenüber dem
Schweizer Franken summieren sich bezogen auf das laufende Jahr auf inzwischen
über 12 Prozent. Natürlich mussten die Aktien-Märkte diese
geldpolitische Trickserei der Notenbanken wieder
einmal mit einem Kursrückschlag verkraften. Aber das Hauptziel der heutigen
Aktion, den Ölpreis wieder unter Kontrolle zu bringen, ist mit einem
Tagesverlust von einem Dollar pro Barrel zumindest gelungen. Interessanterweise konnten sich heute Gold und
anfangs auch Silber dieser Entwicklung widersetzen und strebten nach neuen
Rekordmarken. Silber kratzte an der Marke von $20, bevor es dann doch der
geldpolitischen Großoffensive zum Opfer fiel: $19,80
lautete der Stand um 22:15 Uhr MEZ. Gold zeigte sich jedoch resistenter und
konnte seinen Tages-Höchststand von $1.260 bis auf wenige Dollar bis zum
Schluss des Handels an der COMEX mit $1.257,10 verteidigen. Im Access Handel kam
es dann zwar wieder zu den allseits bekannten Spielchen des
Gold Kartells. Das änderte jedoch an der heutigen Großwetterlage nichts. Durch den starken US-Dollar verstärkte sich der
heutige Preis-Anstieg von Gold in Euros noch einmal. Wir sahen heute Euro-Goldpreise
jenseits von 990 Euro. Dabei hat der heutige Tag in Asien nach der
gestrigen Handelspause in den Vereinigten Staaten eigentlich noch mit leicht
negativem Vorzeichen begonnen. Gold weigerte sich beharrlich, die Marke von
$1.250 zu erklimmen. Diese Entwicklung setzte sich auch zum Londoner
Vormittagshandel fort. Der A.M. Fix kam heute mit $1.247,25 (EUR 977,32) um
zwei Dollar niedriger als gestern zustande – Euro-Gold notierte dann
allerdings schon acht Euros im Plus. Zum frühen Nachmittags-Handel wurde mit dem weiter
ansteigenden Dollar der Druck auf Gold größer. Das gelbe Metall fiel auf bis
$1.244 eine gute Stunde vor Beginn des Handels an der COMEX in New York. Dort
begann dann allerdings eine sagenhafte Rallye, die das Metall von zuerst $1.247
auf bis zu $1.260 innerhalb weniger Minuten hochtrieb. Bis zum P.M. Fix um 16:00 Uhr konnte dieses Niveau
zwar nicht ganz gehalten werden; aber der P.M. Fix war
mit $1.256,75 (EUR 985,69) um acht Dollar höher taxiert als gestern noch zur
gleichen Zeit. In Euros betrug der Gewinn sogar 16 Euro. Die restlichen Stunden des Handels an der COMEX tat
sich nun nicht mehr viel – außer des weiter
verfallenden Euros – so dass Gold mit einem Kurs von $1.257,10 aus
dem Handel ging. Wichtige Marktdaten im Überblick
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